Die Immobilienpreise am Zürichsee bröckeln

September22

Die Rezession ist an der Goldküste angekommen. Die Preise für Luxusvillen fallen.

Es muss nicht immer Kaviar sein und heute nicht einmal mehr eine Luxusvilla. Laut dem Statistischen Amt des Kantons Zürich sind seit dem dritten Quartal 2008 die Immobilienpreise rund um den Zürichsee erst stagniert und haben dann zu sinken begonnen.

«Vor allem die Transak­tionspreise für Einfamilienhäuser sind im ersten Halbjahr 2009 zurückgegangen», sagt Christian Kraft, Immobilienexperte bei der Credit Suisse. Doch wer jetzt auf eine Schnäppchenresidenz hofft, wird enttäuscht. «Im Gegensatz zum US-Immobilienmarkt wird es nicht zu einem Crash kommen», sagt Dieter Marmet, Managing Partner der Immobilienberatung Wüest & Partner.

Die Rezession und der Einbruch bei der Zuwanderung würden zu einem allgemeinen Preisrückgang im einstelligen Prozentbereich führen. «Abschläge von 20 Prozent wird es höchstens in Einzelfällen geben; etwa für eine Villa, die in der Boomphase mit 5 Millionen überzahlt wurde und heute noch 4 Millionen löst.» «Normalverdiener profitieren von Reduk­tionen in dieser Preisklasse nicht», sagt auch Roberto Martullo, Schwiegersohn von alt Bundesrat und Villenbesitzer Christoph Blocher. Er kämpft darum mit der SVP Meilen für den Bau von bezahlbaren Genossenschaftswohnungen.

Quelle www.20min.ch

Publiziert von: Othmar Helbling
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