Archiv für Januar, 2010

Der Bauherr hat Anspruch auf die Planunterlagen

29. Januar 2010

Nach Bauvollendung oder bei vorzeitiger Auflösung eines Architekturvertrags gibt es oft Diskussionen über den Umfang der vom Architekten zu liefernden Pläne und Dokumente sowie über die Frage, ob der Architekt zum Zurückhalten dieser Unterlagen berechtigt ist, bis der Bauherr die Honorar-Schlusszahlung leistet.

Welche Unterlagen der Architekt als Dokumentation über das Bauwerk dem Bauherrn abzugeben hat, muss vereinbart werden. Wird der Architekturvertrag auf der Grundlage der
SIA-Ordnung 102 (Ordnung für Leistungen und Honorare der Architektinnen und Architekten) abgeschlossen, regelt diese, welche Dokumente in den Grundleistungen des Architekten inbegriffen (z. B. Eintragung der während der Bauausführung vorgenommenen Änderungen
in den wichtigsten Bauplänen, Einholen der von den Spezialisten nachgeführten Pläne, Ge- brauchsanweisungen usw.) und welche besonders zu vereinbaren sind (z. B. Erstellen von neuen Bauplänen entsprechend der Ausführung, Eintragen von umfangreichen Gebäudeinstallationen, Verkaufsprospekte). Nach der SIA Ordnung 102 ist die Dokumentation über das Bauwerk in der letzten Teilphase der Architektenleistungen enthalten.

Haben die Parteien keine Vereinbarungen über die Fälligkeit des Honorars getroffen, gelten für die Erstellung der Pläne die werkvertraglichen Regeln, wonach die Vergütung erst nach Vollendung und Ablieferung fällig wird. Die SIA-Ordnung 102 sieht vor, dass der Architekt Anspruch auf Abschlagszahlungen von mindestens 90% der vertragsgemäss erbrachten Leistungen hat. Mit der Schlussabrechnung wird das restliche Honorar für die erbrachten Leistungen zur Zahlung fällig. Hat der Architekt in diesem Zeitpunkt die vertraglich geschuldete Dokumentation dem Bauherrn noch nicht übergeben, ist die Schlusszahlung nicht fällig. Hat der Architekt zwar vollständig seine Leistungen erbracht, aber schlecht erfüllt, kann der Bauherr Nachbesserung verlangen und gleichzeitig die geschuldete Schlusszahlung verweigern, bis die Nachbesserung ausgeführt ist (Art. 82 OR). Verweigert der Architekt die Nach- besserung, beispielsweise der Dokumentation, entfällt zwar das Rückbehaltungsrecht, hin- gegen kann der Bauherr wegen Schlecht-Erfüllung (Art. 97 OR) die Herabsetzung des Honorars verlangen.

Es empfiehlt sich, bereits vor Vertragsunterzeichnung sowohl Zeitpunkt wie Umfang, Inhalt und Form (Datenträger, Papier) der zu liefernden Dokumente klar festzulegen. Dazu gehören Bewilligungsakten, Pläne, Unternehmerverzeichnis, Baubeschrieb, Bauabrechnung, allfällige Gebrauchsanweisungen und Weisungen für den Gebäudeunterhalt, Garantiescheine sowie Unterlagen der Fachingenieure und Spezialisten.

Bei vorzeitiger Vertragsauflösung erlischt die Vorleistungspflicht des Architekten, und die beidseitigen Leistungen sind Zug um Zug, das heisst gleichzeitig zu erfüllen. Nach der SIA- Ordnung 102 verbleibt das Eigentum an den Erzeugnissen seiner Arbeit beim Architekten. Er muss dem Bauherrn jedoch auf dessen Rechnung Kopien erstellen. Steht dem Bauherrn aus der Schlecht-Erfüllung des Vertrags ein Anspruch auf Schadenersatz zu, kann er diesen unter den Voraussetzungen von Art. 120 ff. OR verrechnen. Selbst wenn der Honoraranspruch durch die Verrechnung auf null schrumpft, darf der Architekt die Herausgabe der Dokumen tation nicht verweigern.

Quelle: Marie-Theres Huser Rechtsanwältin www.baurecht.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Traumhäuser zum Anfassen an der Home Expo Suhr

26. Januar 2010

Die Fertigbau-Branche boomt. Zwar hält Deutschland in Europa nach wie vor die Spitzenposition, aber auch hierzulande ist der Markt stetig im Wachstum begriffen. Seit den 90er Jahren ist der Anteil an Fertighäusern in der Schweiz von 5 auf derzeit rund 20 Prozent gestiegen. Und dieser Trend soll weiter anhalten, sind sich Branchenkenner einig. Mit der Home Expo entsteht nun in Suhr im Kanton Aargau die erste Schweizer Musterhausausstellung. Realisiert wird das Projekt von der Firma Home Expo Suhr GmbH. In direkter Nachbarschaft zum Möbelhaus Pfister sowie einem Bau- und Gartencenters wird das Projekt zur landesweit ersten Adresse für Bauen, Wohnen und Einrichten. Die Home Expo Suhr GmbH ist ein Tochterunternehmen der Ausstellungsgesellschaft Eigenheim & Garten mit Sitz in Fellbach bei Stuttgart. Diese hat vor 35 Jahren Deutschlands erste Dauer-Messe für zeitgenössisches Bauen und Wohnen eröffnet und darf sich mittlerweile als Marktleader für Musterhausausstellungen betiteln.

Fokussierung auf Holz

Auch die 18 derzeitigen Aussteller stammen vorwiegend aus unserem nördlichen Nachbarland. Eine Besonderheit der Home Expo ist es, dass ausschliesslich Häuser in Holzbauweise ausgestellt werden. Der Werkstoff hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen, die hohe Energieeffizienz des Holzbaus wird gar als einer der Hauptgründe für den Zuwachs an Schweizer Bauherren angesehen. Dabei sind es sowohl ökologische als auch ökonomische Gründe, die für den Bau eines Holzhauses sprechen. Mit dieser Ausrichtung beschreitet die Home Expo Suhr den Weg eines zukunftsgerichteten und energiesparenden Bauens. Wer mehr über das Thema wissen möchte, kann sich direkt vor Ort schlau machen: Zahlreiche namhafte Schweizer Unternehmen aus dem Bau- und Baunebengewerbe präsentieren in stimmungsvoller Atmosphäre ihre Produkte und bieten im Infocenter Dienstleistungen und umfassende Informationen an. So erfahren angehende Bauherren alles Wissenswerte über ökologisches Bauen, Hausplanung, Architektur, Finanzierung, Einrichtung und Energie sparen.

Entspannende Atmosphäre

Wem anschliessend nach etwas Entspannung zumute ist, kann sich in den Lesebereich oder die Terrasse des Infocenters zurückziehen und bei Kaffee und Snacks in Ruhe über das Gesehene reflektieren. Wer sich weiter inspirieren lassen möchte, dem stehen die ausliegenden Zeitschriften mit zahlreichen Anregungen und Ideen zur Verfügung. Und auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz: Ein Spielplatz im Aussenbereich lässt Kinderherzen höher schlagen.
Das Einzugsgebiet der Dauer-Ausstellung Home Expo umfasst die ganze Deutschschweiz. Das rund 7300 Quadratmeter grosse Ausstellungsgelände befindet sich an gut positionierter Lage auf dem Möbel Pfister-Areal. Der Standort Suhr verfügt über eine hervorragende Infrastruktur im sogenannten Schweizer Mittelland und ist sowohl mit dem PKW als auch mit der Bahn bequem zu erreichen. Jeweils lediglich 30 bis 45 Auto-Minuten entfernt befinden sich die Grosszentren Basel, Bern, Luzern und Zürich. Am Donnerstag, dem 25. Oktober 2007, öffnet die Home Expo in Suhr ihre Türen. Von 10.00 bis 18.00 sind alle herzlich eingeladen, sich ein erstes Mal auf der Ausstellung mit Messecharakter umzusehen. Begleitet wird der Eröffnungstag mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Der Eintritt ist frei. Wer sich im Vornherein informieren möchte, findet auf www.homeexpo.ch alles Wissenswerte.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Keller ja oder nein?

25. Januar 2010

Weit über 90 Prozent der Häuser in der Schweiz verfügen über einen Keller. Dennoch fragen sich viele Bauherren, besonders beim Erstellen eines Fertighauses, ob eine Unterkellerung tatsächlich notwendig ist. Den Ausschlag für diese Überlegung gibt die Kosteneinsparung, welche der Verzicht auf zusätzliche Räume im Untergeschoss mit sich bringt.

Es geht auch «ohne»
Tatsächlich ist es legitim zu überlegen, ob die eigenen Ansprüche und Wünsche an das Eigenheim auch ohne Keller sinnvoll umsetzbar sind. In Deutschland brach im letzten Jahr rund ein Drittel der Eigenheimbauer mit der alten Wohntradition und stellte sein Haus direkt auf eine ebenerdige Bodenplatte. Der Fortschritt macht es möglich, dass Bevorratung und technische Installationen heute problemlos in kleinen Hauswirtschaftsräumen Platz finden. Gasheizungen kommen mit kleinsten Abmessungen daher, vielerorts ersetzt eine in der Küche integrierte Kühltruhe den Vorratskeller. Unbenutztes Inventar und Sperrgut können bei Bedarf auch unter dem Dach verstaut werden. Und technisch treten heute hinsichtlich der erforderlichen Fussbodendämmung kaum mehr Probleme auf.

Eine Frage des Wertes
Auf der anderen Seite muss man sich bewusst sein, dass ein Keller den Wert einer Immobilie erheblich steigert. So gesehen, kann der Verzicht auf einen Keller eine deutliche Vermögenseinbusse bedeuten. Auch der Weiterverkauf von kellerlosen Einfamilienhäusern gestaltet sich in der Regel schwieriger als bei unterkellerten Objekten.
Nicht unterschätzt werden sollten überdies die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, die ein Keller bietet. Neben den Hausanschlüssen und der gesamten technischen Anlage kann die Waschküche so untergebracht werden, dass die eigentliche Wohnfläche nicht davon betroffen ist. Daneben bleibt noch genügend Platz für ein Büro, einen Hobbyraum oder eine Sauna. Zudem bietet ein Keller die einzigartige Möglichkeit, günstig zu mehr Wohnraum zu gelangen. Das Kellergeschoss muss natürlich nicht zwangsweise schon beim Einzug fertig sein, sondern kann später Schritt für Schritt nach den individuellen Bedürfnissen des Hauseigentümers nachgerüstet werden.

Richtig unterkellern

Wieviel der Bau eines Kellers tatsächlich kostet, hängt in erster Linie von der Beschaffenheit des Bodens ab: Ein hoher Grundwasserstand oder ein sehr felsiger Untergrund machen den Kellerbau anspruchsvoller und somit natürlich kostenintensiver. Sparen beim Kellerbau lohnt sich nicht: denn damit der Keller wirklich seinen Zweck erfüllt, muss er sorgfältig geplant und gebaut werden. Eine hochwertige Kellernutzung erfordert Schutz gegen Feuchtigkeit, eine gute Wärmedämmung sowie eine ausreichende Belichtung und Belüftung.
Die Frage nach der Notwendigkeit des Kellers ist also durchaus berechtigt und nicht immer leicht zu beantworten. Schliesslich bleibt es an der Bauherrenfamilie zu entscheiden, ob ein Haus mit oder ohne Keller ihren individuellen Bedürfnissen näher kommt. Fachberater und Architekten können Sie in dieser Angelegenheit beraten.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Aussenwärmedämmung mit Hochleistungsplatten

23. Januar 2010

Eisige Außentemperaturen im Winter, heiße Tage im Sommer. Das Thema Wärmedämmung hat sowohl im Neu- als auch Altbaubereich immens an Stellenwert dazu gewonnen und wird auch eine zentrale Rolle in der Zukunft spielen. Klimaschutz, explodierende Energiekosten und Unsicherheiten in der Energieversorgung zeigen deutlich auf, wie wichtig effektive Maßnahmen zur Einsparung von Energie sind. Welches Potential dazu in modernen Wärmedämmsystemen „steckt“, zeigt die innovative Dämmplatte RÖFIX EPS-F 030 take-it ALPIN.

Neues „Hochleistungs-Wärmedämmsystem“
Aufbauend auf langer Erfahrung und ständiger Entwicklungsprozesse hat RÖFIX mit dem neuen Wärmedämmsystem take-it ALPIN einen absoluten „Hochleistungsdämmstoff“ für Fassaden im Sortiment: die homogen verschweißte Zwei- Schicht-Fassadendämmplatte für WDVS gemäß EN 13163. Diese formgeschäumte Automatenplatte (Einzelplattenschäumung) besteht aus expandiertem, grauem Polystyrol-Hartschaum EPS-F15. Spezielle Infrarotreflektoren vermindern den Durchgang von Strahlungswärme und erhöhen damit die Dämmeigenschaften wesentlich. Die geprüfte, deklarierte Wärmeleitfähigkeit liegt bei λD = 0,030 W/mK.

Eignung für Alt-/Neubau und speziell im Passivhausbereich
Dieses Wärmedämmsystem wurde für den Alt- und Neubaubereich konzipiert und spielt insbesondere im Passivhausbereich seine einzigartigen Stärken aus. Diese Hochleistungs-Dämmplatte eignet sich hervorragend für die wirtschaftliche Errichtung von Häusern mit hohen Dämmwerten. Die hohen Dämmeigenschaften der Platten, ermöglichen die Reduktion der Dämmstoffdicke um bis zu einem Viertel und damit eine Verringerung der Außenbaumaße.

Hohe Wirtschaftlichkeit

Die Einzelplattenschäumung gewährleistet eine dreidimensionale Maßgenauigkeit, die eine absolut präzise, einlagige Verlegung ermöglicht. Das verkleinerte Plattenformat von 40 x 80 cm verbessert das Handling am Gerüst und reduziert die Plattenspannungen von Fuge zu Fuge aufgrund der 20 % kürzeren Plattenkantenlängen. Die weiße, homogen aufgeschäumte Oberfl äche verringert bei direkter Sonneneinstrahlung die Aufheizung der Platten bei der Verlegung. Die take-it-Zahnung der Plattenrückseite gewährleistet eine superschnelle Verlegeleistung mit Zeiteinsparung von bis zu 30 % beim Verkleben.

Ökologische Verantwortung
Dieses Produkt kann im Gegensatz zu PU- bzw. RESOLDämmstoffen bedenkenlos recycled werden. Polystyrol ist bereits heute ein gefragter Recycling-Rohstoff, ohne dass es einen politischen Zwang bedarf diesen Rohstoff wieder zu verwenden. Fazit – mit dem innovativen Wärmedämmsystem take-it ALPIN hat der Vorarlberger Baustoffhersteller RÖFIX ein absolutes High-Tech-Produkt am Markt etabliert – sowohl aus ökonomischer aber speziell auch ökologischer Sicht.

Quelle www.röfix.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

e-BKP-H der neue Baukostenplan vom CRB

22. Januar 2010

Komplexer werdende Bauvorhaben und wachsender Kostendruck haben in den letzten Jahren die Anforderungen an die Kostenplanung erhöht. Bauherrschaften fordern eine verbesserte Kostensicherheit und Transparenz.

Die neuen Baukostenpläne
Die Einführung der Baukostenpläne Hochbau eBKP-H SN 506 511 und Tiefbau eBKP-T SN 506 512 sind ein weiterer Schritt hin zu einer durchgängigen und einheitlichen Entwicklung der Arbeitsmittel.
Die neuen Baukostenpläne vereinen die Vorteile des BKP 2001 und der Elementkosten- gliederung EKG 1995. Voraussetzung dafür war eine Überarbeitung der BKP-Struktur, damit die normierte Systematik auch auf Infrastruktur- anlagen wie Trassen-, Kunst- und Untertagbau anwendbar ist.

Mit der Anbindung der Leistungsbeschreibung an die neuen Baukostenpläne in Form von Elementarten wurde ein neues Instrument für die Kostenplanung geschaffen.

Die neu geschaffenen Begriffs-, Kosten- und Bezugsgrössendefinitionen verhelfen zu mehr Klarheit und Effizienz in der Kostenplanung und bilden die Basis für standardisierte Kennwerte. Indem Elementarten mit Leistungspositionen beschrieben werden, wird die Rückführbarkeit von Kosteninformationen aus der Realisierung in die Planung erstmals möglich. Die bisherige aufwendige und fehlerhafte Umschlüsselung zwischen BKP-Elementkosten und Leistungsbeschreibung entfällt.

Ziel der Kostenplanung
ist es, innerhalb des Budgets die wirtschaftlich beste Lösung für ein Projekt zu finden – und zwar bezüglich der Erstellungs- und der Nutzkosten sowie der Nachhaltigkeit. Die Gesamtkosten sollen so gestaltet werden, dass für den Auftraggeber das beste Verhältnis zwischen Kosten, Nutzen und Ertrag erreicht wird. Des Weiteren soll die Kostenplanung ein möglichst zuverlässiges Bild der zu erwartenden Kosten eines Bauvorhabens liefern.

Weitere Infos auf der Website des CRB Link

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Solar Dachziegel

21. Januar 2010

Nachfolgender Dachziegel ist mir an der diesjährigen Swissbau in Basel ins Auge gesprungen.

Der sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor ist ein thermischer Solar-Kollektor, welcher von einer normalen Dachpfanne oder einem normalen Dachziegel optisch nicht zu unterscheiden ist.
Um dies zu ermöglichen werden herkömmliche Dachpfannen 4 mm dünner hergestellt. Dann wird der sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor, welcher aus Aluminium besteht und 4 mm dick ist, mit der speziell angefertigten Pfanne sicher verschraubt.
Der Kollektor erhält die gleiche Farbe, welche auch die übrigen Dachpfannen Ihres Daches zeigen. Daher ist er auf dem Dach nicht zu erkennen.

Jedoch liegen die Vorteile neben der schönen Optik vor allem in der Leistungsentfaltung!

Der sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor ist ein Aluminium-Vollflächen-Absorber mit eloxierter Oberflächenbeschichtung und einem enorm hohen Wirkungsgrad. Diese Kombination ermöglicht es, dass bereits nach sehr kurzer Zeit eine hohe Kollektortemperatur erreicht wird. Selbst bei schlechtem oder kälterem Wetter oder selbst bei Dunkelheit wird die “Weltneuheit” sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor 6-10 K unterhalb der Umgebungsluft gefahren, so dass der Kollektor aufgrund des Temperaturunterschiedes (Egalisierung der Lufttemperatur mit der Kollektortemperatur) Wärmeenergie aufnimmt.
Die sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektoren sind durch ein geniales Stecksystem miteinander verbunden und werden von unten nach oben permanent mit Kollektorflüssigkeit durchströmt.

Der sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor ist auf jedem Dach aufzubringen, da er vormontiert geliefert wird, so dass einer unserer Dachdecker-Partner einfach einen Teil Ihres Daches neu eindeckt.

Zur Markteinführung gibt es den Kollektor für die Finkenberger Pfanne in verschiedenen Farben. Im Laufe des Jahres werden weitere Formen folgen.

Weitere Infos unter www.sdp-solardachpfannen.de

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Minergie – nachhaltige Wirtschaftlichkeit

20. Januar 2010

MINERGIE®-Bauten sind nur auf der Investitionskostenseite teurer als konventionelle Gebäude. Die Mehrkosten belaufen sich auf 3 % bis maximal 10 %. Sehr viel besser schneiden MINERGIE®-Objekte bei den Betriebskosten (Wartungs- und Energiekosten), im Unterhalt sowie in der Werthaltigkeit ab. Die gesamten Jahreskosten, Investitions- und Betriebskosten, sind tiefer als bei konventionellen Bauten. Deshalb sind in der Regel MINERGIE®-Investitionen nach sieben Jahren amortisiert. Fazit: MINERGIE®-Bauten sind auch bezüglich Kosten konkurrenzfähig. Einige Kantone gewähren finanzielle Beiträge an MINERGIE®-Bauten. Zudem bieten Banken Hypothekarkredite zu Vorzugskonditionen an.

ZKB-Studie «MINERGIE® macht sich bezahlt»

Weitere Informationen zum Thema auf der Website der Minergie Link

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Kauf eines bestehenden Hauses

12. Januar 2010

Wir befinden uns im Interessentenkreis für den Kauf eines bestehenden Hauses. Da wir vom Bauen nicht sehr viel verstehen und wir schon einige «Schauergeschichten» über versteckte Mängel und vernachlässigten Unterhalt gehört haben, wollten wir Sie fragen, worauf wir bei unserer nächsten Besichtigung speziell achten können, ohne gerade mit Experten bei der privaten Verkäuferschaft «einfallen» zu müssen.

Die Beurteilung bestehender Bausubstanz ist grundsätzlich eine Spezialistenarbeit, die umfangreiches Fachwissen und Erfahrung erfordert. Es ist unbedingt zu vermeiden, hier aus Höflichkeitsgründen oder Rücksicht auf die Vorbesitzer etwas dem Zufall zu überlassen.
Die Tatsache, dass Sie sich von professioneller Seite beraten lassen, zeugt davon, dass es Ihnen mit dem Kauf Ernst ist und muss daher nicht als Misstrauensvotum verstanden werden.

Gemäss unserer Erfahrung fühlen sich Hausbesitzer, welche nichts zu verbergen haben und Ihrer Liegenschaft stets Sorge getragen haben, in keiner Weise vor den Kopf gestossen, wenn Sie den Beizug eines Experten in Erwägung ziehen. Oftmals ist der Stolz und die Genugtuung des Eigentümers spürbar, wenn der Experte in dessen Anwesenheit ein positives Fazit über den Gesamtzustand der Verkaufsliegenschaft ziehen kann. Solche Eigentümer sind oft auch problemlos in der Lage, Ihnen Belege der in den letzten Jahren getätigten Unterhalts- und Erneuerungsmassnahmen vorzulegen, wenn der visuelle Eindruck diese Massnahmen nicht schon ausreichend belegt.

Nach unserer Meinung ist daher eine unabhängige Begutachtung, vor Abgabe eines konkreten Kaufangebots für eine Altliegenschaft, dringend zu empfehlen. Dies geschieht idealerweise gemeinsam mit der Käuferschaft.
Da bestehende Liegenschaften in der Regel «wie gesehen» gekauft und allfällige Gewährleistungsansprüche, soweit rechtlich zulässig, wegbedungen werden, sind diese Aufwendungen sicher gut investiert.

Eine entsprechende Beurteilung erfolgt aufgrund einer visuellen Kontrolle im Rahmen einer Kurzbesichtigung, ist jedoch keine detaillierte Substanz- und Zustandsanalyse. Mit seinem Fachwissen kann ein Experte aufgrund optischer Indikatoren allfällige Mängel erkennen und gegebenenfalls darauf hinweisen, wo vertiefte Abklärungen notwendig sind.
Auch mit Besichtigung durch einen Experten verbleibt ein Restrisiko für versteckte Mängel. Die Altersentwertung, respektive der Unterhaltsbedarf ist aber bei Liegenschaftsschätzungen üblicherweise wertmässig berücksichtigt, das heisst Altbauten verfügen unter «normalen» Marktbedingungen über einen Preisvorteil gegenüber vergleichbaren Neubauten. Ein Verkäufer kann zudem für Mängel, welche er «arglistig» verschwiegen hat, haftbar gemacht werden. Dies ist jedoch in der Praxis erfahrungsgemäss schwierig nachzuweisen.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Was zeigen IR-Gebäudeaufnahmen?

12. Januar 2010

Wärmebilder zeigen Unsichtbares. Dank solchen Infrarotaufnahmen lassen sich thermische Schwachstellen in der Gebäudehülle erkennen und in begrenztem Rahmen können Aussagen zur Dämmqualität eines Bauteils gemacht werden.

Es ist Winter, es ist kalt. Jetzt haben die Thermografen wieder Hochsaison, denn viele Gebäudebesitzer wollen wegen zunehmendem ökologischem und ökonomischem Druck endlich einmal wissen, wie ihre Liegenschaft bezüglich Energieverbrauch dasteht. Sehr populär für eine energetische Analyse ist zur Zeit der GEAK® (siehe Kasten). Diese Methode ist eine ganzheitliche Analyse und zeigt dem Gebäudebesitzer, wo sein Gebäude bezüglich Energieeffizienz steht. Der GEAK® kann durch Wärmebilder (auch IR-Bilder oder Thermogramme genannt) unterstützt werden. Es gibt Fälle, in denen nur ein Thermografiebild verrät, dass zum Beispiel beim Übergang zum Dach schwerwiegende Luftleckagen vorhanden sind, die auch zu einem Bauschaden führen können.
Zweifelhafte IR-Aufnahmen

Einige Kunden und Energiefachleute haben aber auch schon zweifelhafte Erfahrungen mit IR-Bildern gemacht. Sei es, dass Fehlinterpretationen auf Grund übertriebener Bildeinstellungen gemacht wurden, oder dass gewisse Bewertungen oder Aussagen bauphysikalisch schlicht nicht nachvollziehbar sind. Eng verbunden mit der Qualität einer Thermografieanalyse ist natürlich der Zeitaufwand, um all die wesentlichen Randbedingungen bei Gebäudeaufnahmen gebührend beachten zu können (www.thech.ch, Downloads, QS-Richtlinien, TheCH Richtlinie für Bauthermografie). So ist es nicht verwunderlich, dass Fragen und Klagen zu Bildinterpretationen primär da auftauchen, wo der Aufwand und damit der Preis der IR-Dienstleistung gegen Null gehen.
Skalierung

Ein Kernthema für den Gebäudethermografen ist die Skalierung der IR-Bilder. Skalierung heisst: Festsetzen der oberen und unteren Temperatur auf dem Farbkeil (siehe Bilder). Je kleiner diese Temperaturdifferenz ist, desto höher ist die Bild-Empfindlichkeit, womit Schwachstellen stärker in Erscheinung treten. Es gibt bis heute aber keinerlei Normen oder Regelungen, die aussagen, wie intensiv eine Schwachstelle auf einem IR-Bild dargestellt werden soll. Deshalb kann der Thermograf je nach Einstellung aus Mücken Elefanten machen oder umgekehrt.

Vor allem wenn energierelevante Aussagen bzw. Hinweise zur Dämmqualität von Bauteilen abgegeben werden, sollten IR-Bilder von Gebäuden vergleichbar dargestellt sein, auch wenn die Temperaturverhältnisse bei den Aufnahmen unterschiedlich waren. Eine mögliche Methode für standardisierte Darstellungen wurde entwickelt (Qualithermo®) und wird zur Zeit im Rahmen eines Projektes des Bundesamtes für Energie (BFE) weiter untersucht und validiert.
Bedingungen für qualitativ gute IR-Aufnahmen

Wärmebilder eignen sich sehr gut für eine Zustandsanalyse der Gebäudehülle. Mehr und mehr werden sie aber auch bei Neubauten oder Sanierungen als Qualitätsprüfung bzw. als Abnahme verlangt, womit dann ein sichtbarer Beleg vorliegt.

Aber Vorsicht: Trotz den vielfältigen Möglichkeiten sind dem IR-Verfahren auch Grenzen gesetzt. Nicht nur spezielle Wetterbedingungen sind für gute Aufnahmen notwendig, sondern auch möglichst gleichmässige Innentemperaturen. Zudem sollte der Thermograf schon vor den Aufnahmen Informationen zur Gebäudekonstruktion einholen, denn nicht alle Materialien und Konstruktionen eignen sich gleich gut für Wärmebildanalysen. Für verschiedene Fragestellungen können auch IR-Innenaufnahmen sinnvoll sein, evtl. kombiniert mit weiteren Messmethoden (z.B. Lecksuche mit BlowerDoor).

Der Thermografie Verband Schweiz (www.thech.ch) gibt nun mit der 3. Auflage die vollständig überarbeitete Informationsbroschüre «Infrarotaufnahmen von Gebäuden» heraus.

Quelle www.shev.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Den richtigen Systemhaus-Anbieter finden

11. Januar 2010

Wir möchten ein Haus bauen und sind auf der Suche nach einem Fertig- oder Systembau.  Wie aber finden wir uns im heutigen Angebotsdschungel der Hersteller zurecht? I. Z. aus S.

Die Anzahl von Firmen, die in der Schweiz Ein- und Doppeleinfamilienhäuser anbieten, ist in den letzten Jahren beträchtlich angestiegen. Damit verbunden ist ein Anstieg der Unübersichtlichkeit der verschiedenen Angebote. Mit blumigen Worten werden die einfachsten und selbstverständlichsten Details der Baubeschreibung so präsentiert, dass man als Leser das Gefühl erhält, dass es hier um höchste Qualität geht. Lassen Sie sich nicht von solchen werbetechnisch formulierten Aussagen verunsichern und behalten Sie die Fakten im Auge.
Von verschiedenen Seiten wird man darauf aufmerksam gemacht, dass man sich von Fachleuten beraten lassen solle. Ob diese Ihnen aber die Entscheidung abnehmen können bezweifle ich stark. Schliesslich sind nur Sie alleine für den richtigen Entscheid verantwortlich. Mit der Beachtung der folgenden Punkte entlasten Sie sich und Ihre Familie von der Last der Unsicherheit.

Die Grundlagen
Bevor Sie sich mit dem Vergleich von Angeboten befassen, müssen Sie sich über die eigenen Wünsche und Erwartungen klar werden. Bevor Sie sich mit einem Anbieter über einen Hauskauf unterhalten, entscheiden Sie, wie gross das Haus (Anzahl Räume) sein muss, welche unabdingbaren Ausstattungswünsche Sie haben und zu welchem Budget, inkl. Bauland, Nebenkosten, Umgebung usw., Sie das Ganze realisieren wollen. Genau so wichtig ist es, dass Sie allen Anbietern die gleiche oder zumindest eine sehr vergleichbare Aufgabe geben. Anbieter, die nicht fähig oder nicht dazu bereit sind, Ihnen ausführliche und exakt berechnete Grundlagen zur Prüfung vorzulegen, lassen Sie am besten aussen vor. Wenn Ihnen ein Anbieter nur ein Blatt Papier mit einigen «geschätzten» Zahlen, dafür aber einen mit vielen Werbeaussagen gepflasterten Prospekt vorlegt, dann besser Hände weg!

Was vergleichen?
Achten Sie darauf, dass Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein Preis allein hilft Ihnen nicht weiter. Beachten Sie, ob das Angebot einen garantierten Festpreis, mit einer detaillierten Baubeschreibung und klaren Geschäftsbedingungen beinhaltet, oder ob es sich nur um ein Angebot handelt, bei dem die Preise nicht als Festpreis garantiert sind. In der Regel ist ein solches Angebot dann nur eine Kostenschätzung, die zum Schluss meistens höher ausfällt als man gehofft hat.

Wert und Sicherheit

Vergessen Sie nie, dass die Qualität eines Hauses, das über Jahrzehnte lang von Ihnen genutzt wird, von grösster Wichtigkeit ist. Bekannte Markenprodukte bieten hier die beste Sicherheit. Garantieleistungen und die Möglichkeit eines Ersatzkaufes sind bei diesen Produkten über eine sehr lange Zeit gewährleistet. Achten Sie also darauf, welche Markenprodukte der Anbieter in den verschiedenen Arbeitsbereichen verwendet.
Beim Thema Sicherheit gilt es vor allem zu beachten, dass Ihr Geld gut investiert ist. Vorsicht bei Zahlungen direkt an die Anbieter. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Zahlungen gemäss Baufortschritt leisten. Am meisten Sicherheit bietet der Anbieter, der es so organisiert, dass sie bei Ihrer finanzierenden Bank ein Auszahlungskonto errichten, über das sämtliche Zahlungen im Zusammenhang mit Ihrem Haus ablaufen. Ihre Bank hat somit immer die Übersicht über die geleisteten Gelder. Bei einer solchen Transparenz kann frühzeitig eingegriffen werden, wenn der Baufortschritt nicht im Gleichschritt mit Ihren Zahlungen erfolgt.

Kompetenz und Fachwissen nutzen und testen
Wieso müssen Sie sich als Kunde selber über alles schlau machen? Lassen Sie sich doch helfen. Bei den Kontakten mit den verschiedenen Anbietern haben Sie ja auch die verschiedenen Verkäufer kennen gelernt. Nutzen Sie deren Fachwissen und vergleichen Sie zusammen mit ihm die verschiedenen Angebote. So können Sie zum einen Ihren Favoriten auf Herz und Nieren prüfen, zum anderen unterstützt er Sie bei technischen Fragen. Die richtige Entscheidung für oder gegen einen Anbieter hat es wahrlich in sich. Lassen Sie sich nicht beunruhigen. Treffen Sie Ihre Entscheidung in Ruhe aufgrund von Fakten und eines guten Bauchgefühls. Ich wünsche Ihnen beim Auswahlverfahren die nötige Ruhe und Gelassenheit und bin überzeugt, dass Sie mit der richtigen Vorgehensweise auch den richtigen Entscheid treffen!

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling