Archiv für Januar, 2010

Probleme mit dem Grundstück

9. Januar 2010

Welche Probleme könnten nach einem Grundstückskauf auftreten und wie lassen sich diese vor Unterzeichnung des Kaufvertrags in Erfahrung bringen?»

Ihre Frage ist durchaus berechtigt. Unsere Erfahrung zeigt, dass oft erst nach dem Kauf grundlegende Probleme erkannt werden, welche zu erheblichen Kostenfolgen führen oder im schlimmsten Fall sogar Ihrem Bauvorhaben im Wege stehen können.

Als erstes empfiehlt sich der genaue Blick in den Grundbuchauszug und dabei besonders auf allfällige Anmerkungen und Dienstbarkeiten. Bestehen Baubeschränkungen, welche Ihnen eine Bebauung der Parzelle in der von Ihnen geplanten Weise verbieten? Existieren Näherbau- oder Wegrechte und Ähnliches, welche Ihre Nutzungsrechte und damit auch den Landwert tangieren? Klarheit verschafft hier in den meisten Fällen erst das Studium des zu jeder Anmerkung im Grundbuch existierenden Wortlauts, der durch den Verkäufer beim Notariat beschafft werden kann.
Aufgrund der geografischen Lage des Grundstücks ist abzuschätzen, ob auf der Parzelle Baugrundrisiken, z.B. aufgrund einer Hanglage, einem hohen Grundwasserspiegel oder schlechten Baugrundverhältnissen vorliegen könnten. Besteht ein solcher Verdacht, kann dieser oft nur mittels eines kostspieligen Gutachtens bestätigt oder widerlegt werden. Alternativ können aber auch die Erfahrungen beim Bau bestehender Nachbarbauten ausreichende Hinweise auf entsprechende Risiken geben.

Im Weiteren ist zu prüfen, ob das Erdreich Ihres zukünftigen Grundstücks durch sogenannte Altlasten, d.h. umweltgefährdende Stoffe, belastet ist. Dies kann beispielsweise schon der Fall sein, wenn Ihre Parzelle früher einmal zum Anbau von Weinreben verwendet wurde. Eine gute Quelle hierfür ist der Kataster der belasteten Standorte (KdS), welcher bei der Standortgemeinde, resp. dem Kanton, meistens im Internet, öffentlich einsehbar ist. Es ist jedoch zu beachten, dass der Kataster keine absolute Gewähr bietet, dass während dem Aushub der Baugrube nicht doch noch etwas Unerwartetes auftaucht.

Nicht unwesentlich ist auch das Studium der umliegenden Bauzonen und Liegenschaften. Was bietet sich in direkter Nachbarschaft für ein Entwicklungspotential, beispielsweise zur Erstellung einer direkt angrenzenden, mehrgeschossigen Grossüberbauung, welche Ihnen dann für die nächsten 50 Jahre vor der Abendsonne steht? Die Bauordnung und der dazugehörige Zonenplan können Sie bei jeder Gemeinde einsehen und auch erläutern lassen.
Zuletzt sind beim Landkaufvertrag allenfalls durch die Verkäuferschaft zu bezahlende Grundstücksgewinnsteuern sicherzustellen. Die Sicherstellung ist am einfachsten, indem der durch das Steueramt vorgängig geschätzte Steuerbetrag, in Anrechnung am vereinbarten Kaufpreis, direkt an das Steueramt bezahlt wird.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Badezimmerplanung

5. Januar 2010

Das Funktionsspektrum der Nasszelle wird nicht selten zur Entspannungs- und Wohlfühlzone, manchmal sogar zum Fitnessraum oder Wohnbadezimmer ausgeweitet. Die Körperpflege stellt einen sehr intimen Bereich des täglichen Lebens dar. Deshalb lohnt es sich, vor der Planung des Badezimmers die persönlichen Bedürfnisse und Vorstellungen genau zu formulieren, denn im Bereich der Badkultur, so scheint es, sind den Ideen kaum Grenzen mehr gesetzt.

Der erste Überblick
Um sich im weiten Feld des Möglichen einen ersten Überblick zu verschaffen, empfiehlt sich der Besuch einer Badezimmerausstellung. Hier können Sie sich ungeniert mit Skizzen, Prospekten und Fotobeispielen eindecken oder das Gespräch mit einem fachkundigen Berater suchen.
Oftmals lassen sich die Ideen und Wünsche heute in dreidimensionalen, teilweise animierten Darstellungen auf Computer veranschaulichen. Diese vermitteln Ihnen eine relativ genaue Vorstellung des zukünftigen Bades, wodurch allfällige Missverständnisse und Enttäuschungen frühzeitig verhindert werden können. Es besteht zudem die Möglichkeit, von Anfang an einen Architekten, Innenarchitekten oder Ausstellungsberater ausfindig zu machen, der Sie mit Rat und Tat unterstützt und unter Umständen sogar in der Lage ist, die gesamte Logistik und Koordination zu übernehmen.
Bei einem Neubau gilt zu beachten, dass bereits im Rohbaustadium grundlegende Entscheidungen getroffen werden müssen. Berechnen Sie deshalb genügend Zeit ein für diese erste Phase.

Zukunftsorientierte Planung
Geht man zur konkreteren Planung über, erweist sich eine Bedarfs- und Nutzungsanalyse als sinnvoll: Ist eines oder sind mehrere Bäder vorgesehen? Bietet es sich an, einzelne Komponenten baulich voneinander abzutrennen, beispielsweise um eine morgendliche «Rush-Hour» zu vermeiden? Welche Personen nutzen das Bad um welche Tages- oder Nachtzeit? Ist eine Wanne, eine Dusche oder beides erwünscht? Reicht ein Waschbecken oder werden zwei benötigt?
Das Erstellen einer Liste mit Dingen, die Sie bislang immer gestört haben – z. B. die kalten Bodenkacheln oder die laute Ventilation – kann Ihnen dabei helfen, falsche Entscheidungen bei der aktuellen Badplanung zu verhindern.
Auch zukunftsorientierte Überlegungen sind später äusserst wertvoll, denn sie erlauben, vorhersehbare Veränderungen frühzeitig einzukalkulieren. Kleinkinder werden grösser, Jugendliche verlassen wohl eines Tages das Elternhaus und Personen mittleren Alters sehen sich früher oder später vielleicht mit ersten Auswirkungen des Alterungsprozesses konfrontiert. In besonderem Masse soll zudem behinderten Menschen Rechnung getragen werden. Es lohnt sich, bereits heute Vorkehrungen für allfällige Badezimmererweiterungen zu treffen. Lassen sich nicht gleich alle Wünsche und Ideen auf einmal realisieren, erleichtern bereits angelegte, entsprechende Rohrleitungen und Sanitätsanschlüsse einen späteren Ausbau. So kann beispielsweise die Installation eines Bidets, einer zusätzlichen Dusche oder die Montage von behindertengerechten Sanitärapparaturen problemlos im Nachhinein erfolgen.
Im Gegensatz zu den einzelnen Einrichtungselementen, die mit weniger Aufwand zu einem späteren Zeitpunkt erneuert werden können, sollten Sie den Wand- und Bodenbelag von Beginn weg längerfristig planen, damit er Ihnen nicht nur optisch, sondern auch reinigungstechnisch in einigen Jahren noch Freude bereitet. Eine gute Beratung, welche Ihre persönlichen Bedürfnisse einbezieht und auf mögliche Problembereiche aufmerksam macht, sowie reifliche Überlegung sind hier besonders angebracht.

Raumgestaltung und Einrichtung
Die Raumgrösse des zukünftigen Badezimmers wird von verschiedenen Komponenten beeinflusst: So spielen persönliche Einrichtungswünsche, örtliche Gegebenheiten, die Anordnung von sanitären Apparaten, Bewegungs- und Durchgangsflächen eine Rolle. Bei einem Zweipersonen-Haushalt wird für die Grundausstattung mit minimal 4–5 m2 gerechnet, während eine vierköpfige Familie etwa vom Doppelten ausgehen kann. Mit Hilfe eines detaillierten Grundrisses lässt sich der genaue Standort der Badezimmerkomponenten festlegen. Hier einige Hinweise auf übliche Grössen von sanitären Einrichtungen: Für WC und Bidet sind jeweils ca. 40 x 70 cm zu kalkulieren, für die Duschkabine ca. 90 x 90 cm, eine Badewanne nimmt ca. 80 x 180 cm ein und ein Waschtisch ca. 55 x 70 cm. Zwischen den einzelnen Installationen sollten Sie einen Abstand von mindestens 20 cm vorsehen.
Auch wenn der realisierbare Grundriss des zukünftigen Badezimmers längst nicht den weitläufigen Hallen entspricht, die Sie sich in Ihren kühnsten Träumen auszudenken wagten, ist dies kein Grund zur Verzweiflung. Mit kleinen Tricks lassen sich optisch problemlos Weiten erzeugen. So täuschen vor allem Glas, transparente Duschwände oder geschickt platzierte Spiegelflächen zusätzlichen Raum vor. Allerdings ist darauf zu achten, dass keine Türen mitreflektiert werden, denn die dadurch entstehende Unruhe macht den überzeugendsten Vergrösserungseffekt im Nu zu Nichte. Eine optimale Beleuchtung sorgt gleichermassen für Weiträumigkeit und schafft ein wohltuendes Ambiente. Wenn möglich sollten Sie die Einplanung eines Fensters in Betracht ziehen, denn damit wird nicht nur ein helles, frisches Raumklima geschaffen, sondern auch eine praktische Belüftungsmöglichkeit.
Durch die richtige Farbwahl sind ebenfalls erstaunliche Resultate zu erzielen: Helle, klare und ruhige Farben, klassisches Weiss, zartes Blau oder Grün sowie pastellene Blütenfarben unterstützen die Wirkung von Grossräumigkeit, während dunkle, drückende Töne unter Umständen zwar heimelig anmuten und Wärme ausstrahlen, die Räume optisch jedoch verkleinern.
Die eigenen Wünsche und praktische Aspekte sollen bei der Auswahl der Einrichtung und Ausstattung jederzeit im Vordergrund stehen. Trends gilt es genau unter die Lupe zu nehmen, sind diese doch meist relativ kurzlebig und verleiden einem möglicherweise schneller als gedacht, wenn sie nicht mit dem persönlichen Geschmack übereinstimmen oder sich in der täglichen Anwendung nicht bewähren. Ausserdem lassen sich mit Wäsche und Dekoration zu weniger horrenden Preisen trendige und anpassungsfähige Akzente setzen.
Natürlich gibt es auch bei der Auswahl der einzelnen Einrichtungskomponenten eine grosse Spannbreite. Es macht sich bezahlt, die ästhetischen Vorstellungen bereits im Vorfeld mit praktischen Überlegungen in Einklang zu bringen: Wie viel Wert möchten Sie bei der Wahl der Waschtischabdeckung auf eine problemlose Reinigung legen? Wird die Badewanne nur für eine Kurzwäsche benutzt oder darf sie auch ein Ort der Erholung und Entspannung sein, denn in diesem Fall ist nebst dem Design, der Farbe und den Kosten auf eine körpergerechte Form zu achten. Gleiches gilt für die Auswahl des Badezimmerzubehörs: Wie wichtig ist Ihnen ein sparsamer Wasserverbrauch bei Klosett oder Duschbrause? Wären Einsteigehilfen für die Badewanne wünschenswert? Soll der Drehöffnungswinkel des Spiegelschranks über 100 % betragen, so dass Sie sich bequem von allen Seiten bespiegeln lassen können? Und schliesslich stellen sich, um ein rundum stimmiges Wohlfühlklima zu erreichen, nicht zuletzt Fragen bezüglich der Beheizung: Ist es vielleicht Ihr langjähriger Wunsch, in Genuss einer Fussbodenheizung zu kommen?

Bei allem Planen, Organisieren und Träumen empfiehlt es sich, jederzeit den Kostenpunkt im Blickwinkel zu behalten: Seien Sie sich von Beginn an im Klaren darüber, wie viel Geld Sie ausgeben wollen und scheuen Sie sich nicht davor, Kostenvoranschläge einzuholen.

Die «kleinen» Extras
Wenn Sie schon seit einiger Zeit von einer eigenen Sauna, einem Solarium oder einem ins Badezimmer integrierten Whirlpool träumen, lohnt es sich, diese Wünsche frühzeitig in die Planung einzubeziehen. Um den gesundheitsfördernden Saunagang auch tatsächlich als wohltuendes Ereignis erleben zu können, sollte sich die Raumgrösse nach den regelmässigen Besuchern sowie den vorhandenen Platzverhältnissen richten. Eine adäquate Erholungs- und Abkühlungszone ist unbedingt zu berücksichtigen. Am besten wird das Projekt «Badezimmer mit Sauna oder Solarium» zusammen mit einem Spezialisten evaluiert.
Für zukünftige Whirlwanne- oder Dampfduschenbesitzer gilt heute, was für Automobilisten schon lange an der Tagesordnung ist: probieren geht über studieren! Besteht die Möglichkeit eines Probebades, dürfen Sie sich diese Gelegenheit keinesfalls entgehen lassen, schliesslich bleibt Ihnen dieses «kleine» Extra ja über einige Jahre erhalten.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

ABC der Treppenformen

5. Januar 2010

Man fragt sich beim Kauf, welche Treppenform für die gewünschte Stelle im Haus geeignet ist? Ob die Form optisch zur Architektur passt? Oder welche Konstruktionen besonders sicher sind? Für welchen Treppentyp Sie sich entscheiden hängt häufig davon ab, wohin die Treppe führt. Eine Treppe die auf den Dachboden führt wird weniger genutzt und muss nicht den gleichen Komfort bieten wie die Treppe im Wohnraum. Im folgenden sind die wichtigsten Treppenformen auf einen Blick für Sie aufgeführt.

Raumspartreppe
Diese Treppe besitzt einen steilen Steigungswinkel und benötigt so nur wenig Platz. Sie bietet eine gute Alternative zu untergeordneten Treppen wie Estrichtreppen, Leitertreppen oder engen Spindeltreppen.

Spindeltreppe
Spindeltreppen sind gleichzeitig auch Raumspartreppen und optisch besonders ansprechend. Die Stufen der Spindeltreppe werden um eine senkrechte Achse aus Metall geführt und so braucht es nur einen kreisrunden Deckenauschnitt um ein Geschoss mit dem anderen zu verbinden.

Wendeltreppe
Die Wendeltreppe ist sehr ähnlich zur Spindeltreppe, nur das sie in der Mitte ein offenes Treppenauge besitzt. Die Schwierigkeit bei dieser Treppenform ist, dass grosse Gegenstände nur umständlich auf der Treppe transportiert werden können.

Wangentreppe
Wangentreppen sind durch ein- oder beidseitige Träger (Wangen) gekennzeichnet, welche den Stufen Halt und Unterstützung bieten.

Bolzentreppe

Die Stufen der Bolzentreppe sind mittels metallischen Bolzen direkt ohne Wangen in der Wand befestigt. Sie wirken daher sehr transparent und lassen sich in jedem Wohnraum integrieren.

Einholmtreppe
Einholmtreppen haben einen Tragholm, also einen Träger der in der Mitte des Treppenlaufes angeordnet ist. Die Trittstufen sind auf dem Tragholm so angeordnet, dass sie seitlich nicht kippen. Der Tragholm kann aus Holz oder Stahl angefertigt werden, aus Stahl wirken sie leichter, weil die Stahlträger geringere Querschnittsabmessungen benötigen.

Die freitragende Treppe
Die Stufen werden bei einer freitragenden Treppe seitlich eingespannt, beispielsweise in eine treppenbegleitende Wand oder Wange.

Podesttreppe
Die Podesttreppe ist meist viertel- oder halbgewendelt und es wird ein Podest an deren Biegung zwischengebaut. Treppen in Mietshäusern und in öffentlichen Gebäuden sind immer Podesttreppen.

Designertreppe
Es lassen sich auch individuelle Treppenträume verwirklichen. Eine Designertreppe ist eine nicht ganz alltägliche Treppenlösung, die auch persönliche Wünsche einbeziehen lässt.

Publiziert von: Othmar Helbling