Archiv für Januar, 2012

KOF-Konjunkturbarometer erstmals seit 2009 negativ

28. Januar 2012

Das seit Mai 2011 rückläufige KOF- Konjunkturbarometer ist im Januar erneut gesunken und weist erstmals seit 2009 einen negativen Wert aus. Die Schweiz muss laut der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) für die kommenden Monate mit einem leichten Wirtschaftsabschwung rechnen.
 
Das Konjunkturbarometer sank im Januar um 0,18 Punkte und steht nun bei -0,17 Zählern. Dies teilte die KOF am mit.
Im Dezember hatte das Barometer noch leicht über dem Nullpunkt gelegen. Nach KOF-Angaben liess die Stärke des Rückgangs im Januar etwas nach. Im Dezember war das Barometer gegenüber November um 0,33 Punkte gesunken, in den Vormonaten 0,33 und 0,41 Punkte.
 
Die Gesamtwirtschaft ohne Bau- und Kreditgewerbe fiel im Januar weiter ins Negative, jedoch weniger stark als im Dezember. Das Baugewerbe verschlechterte sich weiter und fiel auf null. Lediglich das Kreditgewerbe verharrte noch im positiven Bereich. Das Konjunkturbarometer verzeichnet seit Mai 2011 eine Abwärtsbewegung. Damals hatte es noch bei 2,30 Punkten gelegen.
 
Das Barometer setzt sich aus drei Modulen zusammen. Die Gesamtwirtschaft ohne Bau- und Kreditgewerbe ist mit einem Anteil von 90 Prozent an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung der wichtigste Bestandteil. Ihm zugrunde liegen als Messmodule der Schweizer Konsum, die Schweizer Industrie und die Exportdestination EU.
Publiziert von: Othmar Helbling

 

Schallschutz mehr Aufklärung nötig

5. Januar 2012

Bedauerlich ist, dass die Bedeutung der akustisch wichtigen Massnahmen auch noch heute einigen Architekten und Handwerkern zu wenig bewusst ist und deshalb grobe Fehler in der Planung und Ausführung gemacht werden.

Die alte SIA Norm von 1988 bis 2005
Die bisherige Formulierung der Norm verwies lediglich auf die gesetzliche Pflicht, die Mindestanforderungen einzuhalten. Die erhöhten Anforderungen waren vertraglich zu vereinbaren. Wenn Kaufverträge lediglich summarisch „Einhaltung der Vorschriften nach SIA-181“ vermerkten, waren automatisch die Mindestanforderungen gemeint. Für viele Eigentümer hat dies zu einem traurigen Erwachen in der juristischen Sackgasse geführt.

Die neue SIA Norm ab 2006
Die wichtigsten Neuerungen bei haustechnischen AnlagenDie Mindestanforderungen sind jetzt um 2 dB(A) tiefer.Ebenfalls neu ist, dass bei haustechnischen Anlagen und Einrichtungen bei Doppel- und Reihen- Einfamilienhäusern sowie bei neu gebautem Stockwerkeigentum die erhöhten Anforderungen zwingend eingehalten werden müssen.
Anforderungsstufen
Mindestanforderungen

Die Mindestanforderungen gewährleisten einen Schallschutz, der lediglich erhebliche Störungen zu verhindern vermag.
Erhöhte Anforderungen

Die erhöhten Anforderungen bieten einen Schallschutz, bei dem sich ein Grossteil der Menschen im Gebäude behaglich fühlt. Bei Doppel- und Reihen- Einfamilienhäusern sowie bei neu gebautem Stockwerkeigentum gelten die erhöhten Anforderungen.
Spezielle Anforderungen

Bei besonderen Nutzungen oder bei besonderen Schallschutzansprüchen (auch für einzelne Räume oder Lärmarten) sind spezielle Anforderungen festzulegen und zu vereinbaren. Spezielle Verhältnisse sind insbesondere dann gegeben, wenn die Lärmempfindlichkeit und / oder der Grad der emissionsseitigen Lärmbelastung erheblich nach oben oder unten von den angegebenen Beschreibungen abweicht.

Weitere sehr gute Informationen auf der nachfolgenden Webseite.

Publiziert von: Othmar Helbling