Archiv für die ‘Baukonstruktionen’ Kategorie

Sanitärinstallationen: So funktionieren sie lange einwandfrei

8. August 2010

Gut unterhaltene Sanitärinstallationen kosten etwas Zeit, sparen unter Umständen aber eine Menge Geld: Sie müssen nicht so schnell repariert werden und bergen weniger Gefahr eines Wasserschadens.

Gut unterhaltene Sanitärinstallationen kosten etwas Zeit, sparen unter Umständen aber eine Menge Geld.(mei) Zu den Sanitärinstallationen eines Gebäudes zählt vereinfacht ausgedrückt alles, was mit Wasser in Berührung kommt: Die Kalt-, Warm und Abwasseranlagen, die Apparate und Armaturen in Küche (ohne Kühl- und Gefrierschrank), Bad und WC sowie der Warmwasserteil von Solaranlagen und die Regenwassernutzung. Wohneigentümerinnen und Mieter können mit den richtigen Unterhaltsarbeiten und Kontrollen dazu beitragen, dass diese Anlagen möglichst lange einwandfrei funktionieren.

Zwei Tipps vorweg:

  • Scharfe Putzmittel sind meist nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern auch für die Materialien, mit denen sie in Berührung kommen. Letzteres gilt auch für Scheuerschwämme.
  • Laien sollten sich grundsätzlich nicht an Installationen zu schaffen machen oder gar Geräte anschliessen. Diese Aufgaben gehören in die Hand von Fachleuten, nicht zuletzt auch wegen einer möglichen Trinkwasserverschmutzung.

WC
Entgegen landläufiger Meinungen braucht der Spülkasten der Toilette nicht gereinigt zu werden – die Wirkung ist nämlich nur von kurzer Dauer: «14 Tage nach dem Putzen sieht der Spülkasten wieder aus wie vorher», meint René Hüssy, Geschäftsführer der Walter Schüpbach AG in Gasel. Ausserdem könnte bei einer Reinigung der Styropor-Schutz im Spülkasten, die als Isolation dient und dafür sorgt, dass der Spülkasten aussen nicht durch Kondenswasser nass wird, beschädigt werden.
Duft-Steine bringt man vorzugsweise im Spülkasten an, nicht in der WC-Schüssel. Da sie meist nicht sehr gut halten, können sie ansonsten den Abfluss verstopfen – was eine zeitaufwändige Reparatur zur Folge hat.
Im Schwimmer-Ventil im Spülkasten lässt sich die Spülmenge einstellen. Dabei kann man es mit dem Wasser-Sparen leicht übertreiben, meint Hüssy: «Wenn der Siphon auf eine Menge von 9 Liter eingestellt ist, sollte man nicht auf 6 Liter runtergehen.» Je nach Gefälle bleibt ansonsten ein Teil des Materials liegen, was zu Verstopfungen des Rohrs führen kann. Die Nachlaufmenge ist keine Verschwendung, sondern dient der Selbstreinigung des Rohrs. Fürs Wasser sparen empfiehlt sich hingegen ein Zweimengen-Spülkasten – oder man betätigt die Spültaste ganz einfach erneut, um den Spülvorgang zu stoppen.

Armaturen
Falls der Wasserstrahl hart wird oder wenig oder gar kein Wasser mehr fliesst, ist höchstwahrscheinlich das Sieb entweder verstopft oder verkalkt. Zur Reinigung der Siebe kann man diese in Putzessig einlegen (aber darauf achten, dass keine verchromten Teile dabei sind).

Siphons / Abflüsse
Bei der Reinigung eines Siphons unter dem Brünnli oder Spülbecken gilt folgende Faustregel: Lässt es sich von Hand lösen, kann man es auseinander nehmen und reinigen. Das anschliessende Zusammensetzen hat allerdings seine Tücken, weiss Hüssy: «Manchmal fallen unbemerkt Dichtungen heraus, was dann zu einem Wasserschaden führen kann.» Lässt sich der Siphon hingegen nicht von Hand lösen, ist die Fachperson gefragt.
Alte Abflüsse in Badewanne und Dusche verfügen über ein Kreuz, an dem sich gerne Haare verfangen. Diese sollten regelmässig entfernt werden, etwa mit einer Stricknadel. Zudem rät Hüssy, alle zwei bis drei Wochen, den Schlauch von der Brause zu trennen und die Dichtung im Schlauch zu entfernen, so dass sich ein harter Strahl ergibt, mit dem der Siphon durchgeputzt werden kann.
Bei neueren Siphons in Duschen befindet sich über dem Ablauf eine Rosette, die bloss aufgesetzt wurde. Diese lässt sich entfernen, so dass man in den Siphon runterblicken kann. Daraufhin den Taucheinsatz hochziehen und den Siphon mit dem Schlauch oder einem Lappen reinigen.

Geschirrspüler
Die Siebe im Geschirrspüler sollten regelmässig von Rückständen befreit werden, ansonsten kann es zu einer Geruchsentwicklung kommen, die selbst für unempfindliche Nasen zu viel ist: «Das stinkt dann gewaltig», so Hüssy.
Bei Nichtgebrauch des Geschirrspülers oder Ferienabwesenheiten schliesst man am besten den Hahnen, an dem der Wasserschlauch angeschlossen ist: So kann ein Wasserschaden verhindert werden.

Wasseranschlüsse in der Küche
Die grössten Wasserschäden entstehen in der Küche, denn die Schläuche sind im Hohlraum des Sockels der Kücheneinrichtung untergebracht, wo man sie nicht sieht. Taucht dann im unteren Stock Wasser auf oder fängt der Küchenboden an, sich zu heben, ist der Schaden schon vorhanden. Die Schadenanfälligkeit hängt von der Knickung und Beanspruchung der Schläuche ab, die früher oder später spröde werden. Hüssy empfiehlt deshalb, die Anschlüsse unter dem Spülbecken regelmässig optisch darauf zu kontrollieren, ob sie nass sind. Er rät auch zum Einsatz eines Wassermelders, den man in den Hohlraum des Sockels stellen kann, wo er auf auslaufendes Wasser mit einem Pfeifton aufmerksam macht.

Waschmaschine
Bei der Pflege der Waschmaschine ist vor allem wichtig, die Siebe des Ablaufs wie des Zulaufs sporadisch gemäss der Gebrauchsanweisung des Herstellers zu reinigen.
Wie beim Geschirrspüler ist auch hier empfehlenswert, bei Ferienabwesenheiten den Hahnen zu schliessen.

Boiler
Die Boilertemperatur sollte zwischen 55 und 60 Grad Celsius betragen. In diesem Temperaturbereich kann der Gefahr von Legionellen bereits vorgebeugt werden. Temperaturen über 60 Grad Celsius benötigen mehr Energie und führen zu einer höheren Kalkausscheidung, was den Energieverbrauch noch weiter in die Höhe treibt.

Quelle hausinfo.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Sonnenschutz und Beschattung

28. Juli 2010

Zu viel Sonne oder zu wenig Licht? Die Palette der Beschattungssysteme ist vielfältig. Automatisch steuerbare und flexible Lösungen sind derzeit gefragt.

Für die Sonnenstrahlen ist Glaseine Wärmefalle.(knü) Für die Sonnenstrahlen ist Glas eine Wärmefalle: Ein herkömmliches Fenster lässt das Licht zu 80 Prozent durch. Die im Innern des Hauses entstehende Wärme wird aber grösstenteils zurückgehalten. Zwar gehört dies bei nach Süden ausgerichteten Fensterfronten zum Konzept. Aber damit steigen der Kühlungsbedarf im Sommer und der Wärmeverlust an kalten Wintertagen.

Gefragt sind Lamellenstoren und Markisen, die per Knopfdruck oder via Sonnen-, Wind- und Regensensoren in die gewünschte Stellung gebracht werden.Flexibler Sonnenschutz ist gefragt
Mithilfe eines mechanischen Sonnenschutzes lässt sich der Energieaufwand für das Heizen respektive Kühlen jedoch verkleinern. Ideal sind flexibel einsetzbare Beschattungssysteme. Dabei richtet sich die Beschattung nach dem Sonnenstand und passt sich den Witterungsbedingungen an. Denn bei Handbetrieb sinkt die Effizienz: Storen werden häufig zu spät oder gar nicht heruntergelassen. Der Raum kann bei Abwesenheit der Bewohner überhitzen, und bei Sturm oder Hagel nehmen ausgefahrene Markisen Schaden. Ein Trend lässt sich deshalb deutlich erkennen: Gefragt sind Lamellenstoren und Markisen, die per Knopfdruck oder via Sonnen-, Wind- und Regensensoren in die gewünschte Stellung gebracht werden.

Lamellen haben einen grossen Vorteil
Bei den äusseren Beschattungssystemen herrscht eine verwirrende Begriffs- und Produktevielfalt. Grundsätzlich gibt es drei Systeme: erstens die Sonnenstoren oder Markisen aus Stoff, die horizontal respektive schräg nach unten ausgefahren werden. Sie beschatten nicht nur dahinter liegende Räume, sondern auch Terrassen oder Balkone. Zur zweiten Gruppe gehören die Lamellensysteme, die einen grossen Vorteil aufweisen: Durch das Verstellen der Lamellen lässt sich der Lichteinfall jederzeit regulieren. Neuerdings möglich sind sogar asymmetrische Lösungen bei Fenstern mit schrägen Rahmenwinkeln. Schliesslich folgen – drittens – die Rollläden. Deren Elemente sind starr, dafür gewährleisten sie eine vollständige Abdunklung und optimieren die Wärmedämmung. Obwohl die Rollläden bestmögliche Sicherheit bieten, sind sie auf dem Hauseigentümermarkt ins Hintertreffen geraten.

Neben Sicherheitsaspekten und dem persönlichen Geschmack bestimmen auch bauliche Gegebenheiten die Systemwahl. Vielfach fehlt beim Um- oder Neubau der erforderliche Platz für die in den Fenstersturz zu integrierende Storen- oder Rollladen-Kassette. Seitlich aufklappbare Fensterläden aus Holz oder Aluminium bilden dann eine – allerdings gut sichtbare – Beschattungsalternative.

Sicherheit und Baustandard als Preistreiber
Beim Preisvergleich schneiden klassische Fensterläden aber am ungünstigsten ab. Pro Fenster kosten sie bis zu 800 Franken. Demgegenüber sind Lamellenstoren ab 500 Franken zu haben. Bezüglich Lebensdauer und Unterhalt sind die Fensterläden wiederum im Vorteil. Preistreibend wirken sich jedoch Bauherrenwünsche aus, bei denen automatisch gesteuerte und versenkbare Systeme, allenfalls mit einer Hochschiebesicherung, im Vordergrund stehen. Ein solides Einfamilienhaus zu beschatten, sollte in der Regel aber nicht mehr als 25 000 Franken kosten. Darin eingeschlossen sind etwa eine Gelenkmarkise über dem Gartensitzplatz sowie Lamellenstoren.

Auch bei der Indoor-Beschattung reicht die Palette inzwischen vom klassischen Stoffvorhang bis zum durchgestylten Lamellensystem. Sie schützen zwar ebenfalls vor neugierigen Blicken und zu viel hellem Sonnenlicht. Aber gegen die Überhitzung sind sie meistens machtlos.

Quelle: www.hausinfo.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Haustürschlösser – vom Bartschlüssel zum Fingerprint

21. Juli 2010

Vorbei sind die Zeiten, in denen Bauherren bei der Haustüre sich nur Gedanken zur Gestaltung machen mussten. Eine Vielzahl unterschiedlicher Schliesssysteme und Sicherheitsstufen stehen auf dem Markt zur Auswahl, mit denen sich ein Bauherr befassen muss.

Auch für die Haustüren von Einfamilien- oder Mehrfamilienhäusern schreitet die Entwicklung von si-cherheitstechnischen Ausführungen stetig voran. Sie decken die gestiegenen Anforderungen der Hausbesitzer an einen erhöhten Schutz der Gebäude gegen Einbrecher sowie an den technischen Fortschritt bis zur biometrischen Erkennung des Fingerabdruckes ab.

Die Kriminalstatistiken der Polizei bestätigen dabei das Empfinden der Hausbesitzer. Die Anzahl der Einbrüche ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Ungefähr 40% der Einbrüche erfolgen da-bei über schlecht gesicherte Haustüren.

Was aber kann der einzelne Hauseigentümer vorkehren, um seine Haustüre möglichst optimal gegen unerwünschten Besuch zu sichern, und was gilt es zu beachten?

Sicherheitstechnische Mindestanforderungen
Die Haustüre soll mit einem möglichst weitwinkligen Türspion ausgestattet werden, um Besucher ein-deutig erkennen zu können. Zylinderschlösser sollen gegenüber dem Türblatt nicht vorstehen und so keine Angriffsfläche bieten für das Herausbrechen des Zylinders mit einem Werkzeug von aussen. Der Einbau eines Mehrpunkt-Verriegelungssystems verhindert ein Aushebeln oder Aufdrücken der Türe mit einem Stemmeisen.

Was versteht man unter Widerstandsklassen
Die Türindustrie fabriziert ihre Produkte zumeist gemäss den heute vereinheitlichten und europäisch genormten Widerstandsklassen (WK 1, WK 2 usw.). Nicht alle Anbieter haben aber ihre Produkte bei speziellen Instituten einer Prüfung unterziehen lassen, welche die Widerstandsklassen bestätigt. Der Verband Schweizerische Türbranche unterscheidet 6 Widerstandsklassen, die bei der Türe ohne spe-zielle Anforderungen beginnen und bis zu Anforderungen an die Ausführungen von Post- und Bank-gebäuden reichen.

Mechanische Schliesssysteme
Mechanische Schliesssyteme sind die am meisten verwendeten Anlagen. Geht ein Schlüssel verloren bleibt aber nur der Ersatz eines oder mehrerer Zylinder, damit kein unbefugter Zutritt ins Gebäude möglich wird. Mechatronische Anlagen sind die Ergänzung von mechanischen Zylindern mit einem elektronischen Berechtigungsmodul. Bei Schlüsselverlust müssen die Zylinder nicht ersetzt werden, der verlorene Schlüssel wird einfach elektronisch ausgesperrt im Zylinder.

Elektronische Schliesssysteme
Elektronische Schliesssysteme ermöglichen die Öffnung von Türen ohne eigentlichen Schlüssel. Da-bei genügt es, einen Transponder, einen kleinen Sender, in der Hosentasche oder im Jacket zu haben. Durch berühren der Kontakts über die Türfalle wird geprüft, ob der Zutritt berechtigt ist und sich die Türe somit automatisch öffnet.

Biometrische Erkennung mit einem Fingerabdruck
Bereits gelangt bei neuen Einfamilienhäusern diese Technologie zur Anwendung. Dabei prüft ein Scanner den Fingerabdruck und vergleicht ihn mit den im System hinterlegten Daten und Angaben. Erst anschliessend lässt sich die Türe öffnen. Die Zeit des Schlüsselsuchens gehört mit einer solchen Anlage endgültig der Vergangenheit an.

Mehrfachverriegelungen bei den Türen
Die Sicherung einer Türe mit nur einem Schliessriegel beim Türschloss ermöglicht das Aufdrücken einer Türe ohne massive Krafteinwirkung. Um eine bessere Widerstandsklasse zu erreichen, werden Mehrpunkteverriegelungen eingebaut, die je nach System über 3 bis 6 solcher Riegel verfügen und ein Aufdrücken für einen Einbrecher eigentlich verunmöglichen. Der nachträgliche Einbau solcher Mehrpunkteverriegelungen ist auch bei den meisten bestehenden Türen möglich, da unterschiedliche solcher Produkte auf dem Markt verfügbar sind. Eine Ausführung, die in vielen Fällen die kostengüns-tigere Variante ist als der Ersatz der gesamten Haustüre.

Weitere Infos
Der Verband Schweizerische Türbranche VST hält auf seiner Website www.vst.ch ein Merkblatt über einbruchhemmende Türelemente bereit. Übersichtlich dargestellt werden die unterschiedlichen Normen und Sicherheitsklassen von Türen.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Häuser werden immer bunter

31. Mai 2010

Bauherren und Gebäudebesitzer lassen die Fassaden ihrer Häuser immer farbiger streichen und liegen damit absolut im Trend. In neuen Quartieren reihen sich bunte Einfamilienhäuser aneinander, welche das Einheitsgrau, das Kalkweiss und das Standardbeige älterer Gebäude immer mehr ablösen.

Farben liegen im Trend
Bunte Farben an Gebäudefassaden sind keine neue Erscheinung. Breits in früheren Zeitepochen wur-den unterschiedlich starke Farben verwendet, um den Ausdruck der Gebäude zu verstärken. Erst in der Moderne wurde die Fassadengestaltung immer mehr entfärbt. Der Einsatz von erdfarbigen Tönen, Rot, Orange und Pastelltönen aller Farben verstärkt nun dieses gestalterische Element in der Architektur wieder. Im Kommen sind auch zweifarbig gestaltete Fassaden. Solche Farbvarianten wer-den insbesondere von den Fertighaus- und Systemhausanbietern auf den Markt gebracht. Sie sind die eigentlichen Vorreiter der neu entdeckten Farbenfreude. Bereits entstehen in Anlehnung daran auch Mehrfamilienhäuser, bei denen die Bewohner zum Beispiel die Farbe ihrer Balkonnischen individuell wählen können.

Nicht alles was gefällt, ist erlaubt
Hausfassaden sind Teil des öffentlichen Raumes. Farbgestaltungen von Gebäudefassaden sind daher in den meisten Fällen bewilligungspflichtig und müssen vor deren Ausführung bemustert werden. Obwohl es für die Farbverträglichkeit keine messbaren Kriterien gibt, müssen die Baukommissionen der Gemeinden über die Bewilligungsfähigkeit der Fassadengestaltung befinden. Der Ermessensspielraum der bewilligenden Kommissionen führt dabei hin und wieder zu Meinungsverschiedenheiten, lassen sich doch Geschmäcker nicht in eine Form pressen.

Nicht allen wird es gefallen
Bauherren und Farbberater können es nicht allen Nachbarn und Betrachtern recht machen. Die Dis-kussion über die Ästhetik und die Gestaltung währt schon ewig. Der Einsatz von Farbe als Architek-tursprache ist heikel, denn nur wenn die Farbtöne des gesamten Gebäudes perfekt aufeinander abge-stimmt sind, erreicht das Gebäude die gewünschte Wirkung. Die ungenügende Beachtung kleiner Gestaltungsdetails kann den Gesamteindruck nachhaltig negativ beeinflussen.

Dunkle Farben, was ist machbar
Der Hellbezugswert ist der Reflektionsgrad eines bestimmten Farbtons zwischen dem Schwarzpunkt = 0 und dem Weisspunkt = 100. Dunklere Farbtöne im Aussenbereich unterliegen infolge des andau-ernden Wechsels zwischen Erwärmung durch Sonneneinstrahlung und Abkühlung während der Nachtstunden grösseren Temperaturspannungen als heller eingefärbte Beschichtungen. Dies kann zu kleineren oder grösseren Spannungsrissen an der Fassade führen. Dies gilt vor allem bei Aussen-wärmedämmungen, da darf kein Hellbezugswert kleiner als 30 angewendet werden, ausser der Sys-temlieferant garantiert für einen tieferen Wert.

Farbe hat viele Funktionen
Die Rekonstruktion historischer Farben an Hausfassaden denkmalgeschützter Gebäude trägt zum Erhalt kultureller Tradition bei. Bei neuen Gebäuden kann der funktionelle Einsatz von Farben einen Baukörper optisch zusammenfassen oder unterschiedliche Architekturelemente stärker voneinander abgrenzen, damit die Struktur des Gebäudes stärker erkennbar wird. Ein starkes Gestaltungselement, das von den Architekten gezielt eingesetzt wird. Eine individuelle Farbgebung kann durchaus einen Einfluss auf das Lebensgefühl der Bewohner haben. Ebenso kann es ein Gebäude hervorheben, was die Kennzeichnung und die Orientierung für Kinder und Besucher vereinfacht.

Die richtige Farbe schützt die Fassade
Der Fassadenanstrich bestimmt nicht nur die Optik eines Hauses, er erfüllt auch eine wichtige Schutz-funktion. Er weisst Wasser und Schmutz ab und schützt gegen Algen und Pilzbefall. Grundsätzlich sollten 2 Anstriche aufgetragen werden für einen optimalen Schutz, denn wie sagen die Maler: „Ein Anstrich ist kein Anstrich“.

Fassadenveränderungen sind bewilligungspflichtig

Informieren Sie sich in jedem Fall bei Ihrer Gemeinde bevor Sie die Farbwahl der Hausfassade ab-schliessend bestimmen. Denn nicht alles was gefällt wird unbedingt bewilligt. Der Ortsbildschutz oder denkmalgeschützte Gebäude in der Nachbarschaft können einen Einfluss haben auf die Zustimmung und die Bewilligung der Behörden haben. Die Bemusterung mit einem grosszügigen Farbmuster kann dabei sicherlich eine sehr hilfreiche Entscheidungsgrundlage sein, für sämtliche beteiligten Parteien.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Bauteil Fassade

11. Mai 2010

Fassaden machen Häuser: Das umgewandelte Sprichwort gilt für Gebäude mehr als jenes mit den Kleidern für Menschen. Ob hinterlüftet und aus Holz, aus Klinker oder mit Wärmedämmung: Die Fassade bestimmt nicht nur das Aussehen, sondern hängt eng mit der ganzen Konstruktion und dem Energiehaushalt eines Gebäudes zusammen.

Egal, wie sie aussehen, woraus sie bestehen und wie sie konstruiert sind: Fassaden müssen eine ganze Reihe von Funktionen erfüllen.(msm) Alles nur Fassade: Dieses geflügelte Wort wird der Aussenhaut von Bauten nicht gerecht. Hinter bzw. in einer Fassade kann sehr vieles stecken – und sie kann gegen aussen sehr vielfältig in Erscheinung treten. Damit ist schon gesagt, wie das umfassende Thema eingeteilt werden kann: In die eigentliche Hauptsache, nämlich die Konstruktionsweise, und ins Äusserliche, nämlich das Material und Aussehen der
äussersten Hülle.

Egal, wie sie aussehen, woraus sie bestehen und wie sie konstruiert sind: Fassaden müssen eine ganze Reihe von Funktionen erfüllen:

* vor Sonne, Wind und Wetter schützen
* vor Kälte und Hitze schützen (dämmen)
* das Aussehen des Gebäudes prägen
* Schallschutz bieten
* den Feuchtigkeitsaustausch gewährleisten

Gemäss eigener Mitteilung der Hochschule Luzern, Abteilung Technik und Architektur, befindet sich dort der grösste Fassadenprüfstand Europas. Das Kompetenzzentrum Fassaden- und Metallbau entwickelte eine Prüfkammer mit 2.5 m Tiefe und einer Öffnung von 8 x 12 m. Getestet werden Bauteile auf ihre Luftdurchlässigkeit, Schlagregendichtheit und Widerstand gegen Windlast.

Einschalig, zweischalig, vorgehängt

Wenn mit Fassade wirklich nur die äusserste Hülle eines Gebäudes gemeint ist, hängt deren Konstruktion – mitunter wörtlich – mit der Aussenmauer zusammen. Beim einschaligen oder monolithischen Mauerwerk ist die Wand zugleich tragend und dämmend. Zweischalige Mauern bestehen aus einer Primärfassade, der tragenden Wand (meist innen) und einer Sekundärfassade, der äusseren Hülle. Gegenüber der einschaligen Konstruktion weist die zweischalige eine bessere Wärmedämmung auf.

Vorgehängte, hinterlüftete Fassaden schliesslich hängen – die Bezeichnung sagt es schon – an der tragenden Aussenmauer des Gebäudes. Meist handelt es sich um eine Konstruktion mit Dämmung, Luftschicht und Aussenhülle. Diese Fassadenart eignet sich gut bei der Sanierung älterer Bauten.

Für die verschiedenen Konstruktionsarten gibt es je verschiedene mögliche Materialien – und dort wiederum praktisch unzählige Farben, Ausführungen und Kombinationsmöglichkeiten. Mit anderen Worten: Bei der Fassade ist fast alles möglich.

Putz, Klinker, Stein, Ziegel
Bei ein- oder zweischaligen Aussenmauern ist der Rau- oder Glattputz eines der am häufigsten eingesetzten Materialien. Farblich ist alles möglich. Neben den traditionellen Mörtelputzen gibt es auch Wärmedämmputze, die einen dämmenden Unterputz und einen wasserabweisenden Oberputz vereinen. Putzfassaden haben eine lange Lebensdauer, sind je nach Ausführung relativ pflegeleicht und günstig.

In verschiedenen Regionen bestimmen Fachwerk- oder Riegelhäuser mit ihrer Kombination von tragenden Holzbalken und unterschiedlichen Ausfachungen das Ortsbild. Auch Ziegel-, Stein- oder Klinkerfassaden trifft man mitunter gehäuft an. In guter Ausführung sind sie praktisch wartungsfrei und sehr langlebig. Zwar mögen die Kosten für eine Erstellung zu Beginn eher höher sein als beim Verputzen. Im Lauf der Jahre kann es sich aber auszahlen: Eine verputzte Fassade ist schmutzempfindlicher und muss häufiger gereinigt, gestrichen oder gar repariert werden.

Holz, Metall, Glas, Kunststoff
Holz wird nicht nur bei Konstruktionen und als Energielieferant (wieder) vermehrt verwendet, sondern auch bei Fassaden. Die guten Eigenschaften des natürlichen Werkstoffs mögen dazu beitragen: Holz isoliert und schützt, ist ökologisch und natürlich und nicht zuletzt sehr gut zu verarbeiten. Häufig sind vorgehängte, hinterlüftete Fassaden mit einer Lattung auf dem Mauerwerk – oft mit einer Wärmedämmung aufgefüllt –, auf der die äusseren Holzlatten, -bretter oder -schindeln angebracht werden. Das Holz kann behandelt werden mit Lasur, Lack oder Ölfarbe. Will die Bauherrschaft auf eine Behandlung verzichten, muss witterungsbeständiges Holz zum Einsatz kommen, beispielsweise Lärche. Bei unbehandeltem Holz wird mit einer nicht ganz genau voraussehbaren Veränderung der Oberfläche durch die äusseren Einflüsse gerechnet.

Insbesondere die vorgehängten Konstruktionen erlauben aber auch eine Vielzahl anderer Materialien als äusserste Gebäudehülle. Metall, Glas, Kunststoff, Faserzement, Schiefer oder Kunststein bieten reiche Gestaltungsfreiheiten und viele Kombinationsmöglichkeiten – wobei auch die Gestaltungsfreiheit der Kosten gegen oben praktisch unbeschränkt ist.

Grün- und Energiefassaden
Wem Holz noch zu wenig naturnah ist, der kann auch eine richtig grüne Gebäudehülle wachsen lassen. Eine mit Kletterpflanzen begrünte Fassade bietet durchaus Vorteile: Die Pflanzen produzieren Sauerstoff und binden Staub und Kohlenmonoxid. Die untergründige Fassade sollte aber mit Rankhilfen und einem hervorragenden Putz geschützt werden.

Schliesslich finden Energiefassaden immer mehr Verbreitung. Diese passen sich wechselnden Klima- und Lichtverhältnissen an und senken zugleich den Energieverbrauch im Haus. Allein dieser Art Gebäudehülle könnte ein sehr umfangreiches Kapitel gewidmet werden: Es existieren beispielsweise Fassaden mit Fotovoltaik, konstruktiv bedingter Heizung bzw. Kühlung, Abluftfassaden oder Kombinationen verschiedener Elemente.

Quelle www.hausinfo.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Fenster Schallschutz und Montage sind wichtig

5. Mai 2010

Die Frage, ob das Fenster mit zwei oder drei Gläsern ausgerüstet ist, hat sich mittlerweile erledigt. Denn für Wohnbauten sind Dreifachverglasungen heute Standard. Die Mehrkosten gegenüber zwei Gläsern sind derart gering, dass das kein Thema mehr ist. Zudem subventioniert das Gebäudeprogramm (www.dasgebaeudeprogramm.ch) aus­schliesslich Dreifachverglasungen. Kurze Diskussionen ergeben sich auch bei der Materialwahl. Selbstverständlich geht es beim Abwägen die Materialpalette (Grafik rechts) rauf und runter – um dann schnell beim Holz-Metall-Fenster zu landen. Jedenfalls für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Bei Mietwohnungen werden dagegen häufiger Kunststoffprodukte eingebaut. Übrigens: Vollmetallfenster gibt es seit einigen Monaten auch für Wohnbauten. Sie sind aus getrennten Alu-Rahmen gefertigt, um den Wärmedurchgang zu minimieren. Ziemlich edel, aber auch teurer als Holzfenster.

Was sind die wichtigen Fragen?
Zwei wichtige Entscheidungen bleiben dem Hauseigentümer gleichwohl: Welche Schallschutzanforderungen sollen die Fenster erfüllen? Und zweitens, wo wird das Fenster montiert? Beides hat viel mit Bauphysik zu tun und sollte, wenn möglich, mit Fachleuten erörtert werden. Beispielweise mit Josef Knill, Ko-Prä­sident des Schweizerischen Fens­terverbandes: «Schallschutzfenster ohne Sanierung des Rollladenkastens machen wenig Sinn.» Der Experte warnt vor einer mangelhaften Ausführung, bei der das Fenster eine gute Schalldämmung bringt, der Schall aber über den Rollladenkasten eindringt. Die Fachleute nennen diese Schwachstellen Schallbrücken. Um einen umfassenden Schutz gegenüber Lärm von der Strasse oder aus dem Luftraum zu gewährleisten, sollte das Gebäude auf Schallbrücken abgeklopft werden. Im Dachbereich beispielsweise hat es viele akustische «Löcher» (Durchführungen wie Kamine, Abluftrohre, Befestigungselemente).

Grundsatzentscheid: mit Wärmedämmung?
In der Grafik nebenan sind Stufen der Schalldämmung aufgelistet. Sie beziehen sich auf das Schalldämmmass der Verglasung. Achtung: Im eingebauten Zustand hat ein Fenster eine um mindestens 2 dB (A) geringere Schalldämmung. Verglasungen mit Schalldämmwerten über 40 dB (A) sind nur an besonders lauten Standorten sinnvoll. In jedem Fall sollte der Hausbesitzer – oder der beauftragte Architekt – ein Schallattest der bestellten Fenster verlangen.

Die ideale Lage des Fensters in der Laibung setzt einen Grundsatzentscheid voraus. Sofern der Hausbesitzer aus Gründen des Denkmalschutzes oder wegen gestalterischen Ansprüchen auf eine Wärmedämmung langfristig verzichtet, sollte die Fensterposition nicht (oder nur geringfügig) verändert werden. In diesen Fällen können Renovationsfenster zum Einsatz kommen, was den Vorteil hat, dass keine Maurerarbeiten anfallen. Bei diesen Produkten wird der neue Rahmen auf den alten aufgeschraubt. Nachteilig ist allenfalls, dass der alte Rahmen als thermische Schwachstelle wirkt. Wer den Aufwand nicht scheut, erweitert die Fensternische durch Abfräsen der Laibung. «Dadurch lässt sich das Fenster weiter aussen montieren, was die Kondenswassergefahr vermindert», meint Josef Knill. Die ideale Lösung bleibt aber, das Fenster von aussen anzuschlagen und den Blendrahmen zu überdämmen, so der Experte.

Neues Minergie-Modul
Die Minergie-Agentur Bau lanciert, zusammen mit den Fachverbänden, für Minergie-P- und Passiv-Häuser geeignete Fenster als Minergie-Modul (www.minergie.ch). Sie sind bezüglich Wärmeschutz in der gleichen Qualitätsklasse wie die Topfenster (www.topfenster.ch); das P-Modul bewertet allerdings die Aspekte der Tageslicht- und Solarenergienutzung nicht. Alle drei Bewertungssysteme – Minergie, Minergie-P und Topfenster – basieren auf Dreifachverglasungen, sie weisen aber im Vergleich zu anderen Produkten die besseren Rahmen auf.

Ist damit die Fensterbestellung komplett?

Noch zwei Punkte: Bezüglich Einbruchsicherheit sind die Fenster in Klassen eingeteilt. Für Fenster im Erdgeschoss oder an zugänglichen Balkonen ist eine erhöhte Sicherheit unverzichtbar, was mit Fenstern der Widerstandsklasse 2 garantiert ist. Und schliesslich ein wichtiges Detail: Eine zweite – raumseitige – Dichtung am Flügelrahmen kostet wenig und bringt viel.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Ein effizienter Sonnenschutz ist unerlässlich

2. Mai 2010

Sie schützen Häuser und Wohnungen im Sommer vor Überhitzung. Und sorgen auch dafür, dass der Mensch bequem im Schatten sitzen kann. Richtig installiert, können sie eine Klimaanlage überflüssig machen. Neu sind Sonnenschutzsysteme auch als Minergie-Standard erhältlich.

Die beiden Hitzesommer 2003 und 2006 haben gezeigt: Hochwertiger Sonnenschutz wird für den Komfort in Gebäuden immer zentraler. Viele Menschen leiden unter der Hitze und ihre Produktivität bei der Arbeit sinkt wesentlich. Klimageräte sorgen an Hitzetagen zwar für Komfort, verbrauchen aber Strom. Dem wirkt ein fachgerecht installiertes Sonnenschutz-System entgegen. Denn gelangt die Hitze erst gar nicht ins Gebäude, muss sie nicht wieder aufwändig abgeführt werden.


Solarwärme nutzen

Was im Sommer nicht erwünscht ist, ist es im Winter umso mehr: Grosse Fenster sollen möglichst viel Sonnenlicht und damit Wärme ins Gebäudeinnere lassen, damit der Energieverbrauch für die Heizung tief gehalten werden kann. Der Trend, Solarwärme zu nutzen, macht bewegliche Sonnenschutz-Systeme für zeitgemässe Bauten unabdingbar. Unter diesem Aspekt werden hochwertige Sonnenschutz-Systeme immer komplexer.

Gerade bei zeitgemässen, energieeffizienten Gebäuden erfüllen einfache Sonnenstoren die Standards nicht mehr. Denn Sonnenschutz-Systeme dienen nicht mehr nur der Beschattung, sie sind mittlerweile aktive Bauteile, die einen wesentlichen Einfluss auf den Energiehaushalt eines Gebäudes haben – und damit auch auf den Wohnkomfort.


Installation entscheidend

Die Wirkung des Sonnenschutzes hängt wesentlich vom eingesetzten System, vom Material und von der Positionierung ab. Aussen liegende Storen oder Jalousien schützen am besten. Nach einer Berechnung der Empa aus dem Jahre 2001 lassen innere Schutzelemente dreimal mehr Energie passieren als äussere. Mit innen liegenden Storen ist ein gut besonnter Wohnraum – ohne zusätzliche Massnahmen – nicht ausreichend gegen Überhitzung geschützt.
Rafflamellenstoren sind weit verbreitet; sie kombinieren einen guten Sonnenschutz mit vielfältiger Anwendung. Lamellenstoren eignen sich auch für die Nachrüstung von Häusern, sinnvollerweise in Verbindung mit einer Aussenwärmedämmung. Dadurch kann der Storenkasten ausserhalb der Fensternische montiert werden, was die Tageslichtnutzung erleichtert.


Schutz vor UV-Strahlung

Textile Storen, von vielen Anbietern als Markisen bezeichnet, beschatten Balkone und Aussensitzplätze, seltener auch Fenster. Sie sind überwiegend aus Acrylfasern, einem robusten Kunststoff, gefertigt und werden häufig mittels Gelenk- oder Scherenarmen ausgefahren. Auswahlkriterien sind, neben gestalterischen Aspekten, die Lichttransmission, der Energiedurchlass sowie die Filterwirkung gegenüber Ultraviolettstrahlung (UV).
Guten Schutz vor UV-Strahlung ermöglichen auch mehrschichtige Folien mit dem Trägermaterial Polyethylen (PE), die auf die äussere Oberfläche von Verglasungen aufgebracht werden. So lassen sich ältere Fenster kostengünstig nachrüsten. Bei Sonnenschutzverglasungen dagegen sind die relevanten Beschichtungen auf der Innenseite des äusseren Glases aufgedampft und dadurch besser geschützt.


Minergie als Qualitätsgarant

Um die Qualität und Effizienz von Sonnenschutz-Systemen besser auszuweisen, lassen sich diese nun nach Minergie zertifizieren. Laut Heinrich Huber von der Minergie Agentur Bau ist damit eine technisch und planerisch optimale Lösung garantiert, weil das System als Ganzes – also Storen, Rollläden und Steuerung sowie deren Montage – zertifiziert ist.

Bauherrschaften, Architekten und Planer bekommen dadurch eine klare Orientierungshilfe und einen Garanten für Sicherheit, Komfort und optimalen Sonnen- und Blendschutz. Für den Sonnenschutz in Wohnbauten und Nicht-Wohnbauten bestehen unterschiedliche Anforderungen, bedingt durch die meist unterschiedlichen Fenstergrössen und unterschiedlichen Anforderungen an den Blendschutz.

Es existieren deshalb zwei verschiedene Modul-Typen: das Minergie-Modul Sonnenschutz Home für Wohnbauten und das Minergie-Modul Sonnenschutz Business für Nicht-Wohnbauten. Die Minergie-Zertifikate für Sonnenschutz-Systeme erfüllen strenge Anforderungen und unterliegen regelmässiger Prüfung durch den Verein Minergie. Bauherrschaften können sich so auf die hoch stehende Qualität verlassen.

Quelle: www.shev.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Innentüren

20. Februar 2010

Türen schaffen Intimsphäre und machen gleichzeitig neugierig auf das, was sich hinter ihnen abspielt. Nicht zuletzt eignen sie sich für viele temperamentvolle Menschen geradezu fantastisch, um Aggressionen loszuwerden, weshalb sie im Idealfall neben Schalldämmung, Wärmeisolation und Feuerschutz auch ein hoher Grad an Stabilität aufweisen.
Auch wenn den Türen im Gegensatz zu anderen Gestaltungselementen wie Möbeln und Leuchten oftmals keine allzu grosse Beachtung geschenkt wird, tragen sie zur Gesamtwirkung eines Raumes viel bei. Je nach Bedürfnis lässt sich eine Innentür beispielsweise unauffällig in die Wand integrieren oder aber bewusst als markanter Blickfang setzen. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Wahl möglichst gut auf die Ausgestaltung der jeweils angrenzenden Zimmer abstimmen.

Schieben, stossen oder drehen: die Öffnungsarten
Innentüren unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihres Designs, sondern weisen auch verschiedene Öffnungsarten auf. Als Klassiker kann die Drehflügeltür bezeichnet werden, bei welcher eines oder mehrere Türblätter einseitig an Scharnieren am Türrahmen – der sogenannten Zarge – festgemacht sind. Eine davon leicht abweichende Variante stellt die Pendeltür dar, die im Unterschied zur Flügeltür in beide Richtungen geöffnet werden kann.
Mit geeigneten Gleitvorrichtungen kann an Stelle einer Flügel- oder Pendeltür eine ein- oder zweiflüglige Schiebetür treten. Die Schiene, entlang welcher man die Türe öffnet oder schliesst, wird entweder vor der Wand montiert – in diesem Fall sollte neben der Tür genügend freier Platz vorgesehen werden – oder verläuft als platzsparende Variante im Wandinnern. In dieser Ausführung lassen sich die Türblätter in geöffnetem Zustand vollständig zum Verschwinden bringen und ermöglichen so fliessende Zimmerübergänge. Auch Drehtüren sind in ein- oder mehrflügliger Ausführung erhältlich. In Privathäusern finden sie bis anhin allerdings selten Verwendung – wohl nicht zuletzt weil sie relativ viel Platz in Anspruch nehmen. Grosszügig angelegten Räumen kann eine deckenhohe Drehkonstruktion jedoch eine spannende Dynamik verleihen.

Den Gegenpol zu den raumeinnehmenden Drehtüren bilden Falt- oder Harmonikatüren, die durch Scharnierbänder oder flexible Streifen in mehrere Abschnitte gegliedert sind und sich so zu einem kompakten Paket zusammenfalten lassen. Verläuft die Gleitschiene entlang der Decke und besteht gleichzeitig ein durchgehender Bodenbelag, erzeugt die geöffnete Falttür ähnlich wie die Schiebetür ein grosszügiges Raumgefühl, ohne dabei gleichviel Platz für die Verstauung der Türblätter zu benötigen.

Die Konstruktion der Türblätter
Neben den verschiedenen Öffnungsmodi gibt es aber auch Differenzen in der Konstruktion der Türblätter. Genauso relevant wie die Oberfläche einer Tür für die ästhetische Wirkung ist ihr Innenleben für Stabilität, Schalldämmung und Feuerfestigkeit. Es wird zwischen Rahmentüren – eine Rahmenkonstruktion gefüllt mit Holz, Glas oder anderen Materialien – und glatten Türen, die aus grossfomatigen Platten und Hohlraumfüllungen bestehen, unterschieden.
Bei letzteren können je nach Füllung unterschiedlich schall- und rauchdichte Türblätter entstehen, die auch in Gewicht und Preisklasse variieren. Eine kostengünstige, leichte Tür erhalten Sie beispielsweise, wenn die Hohlraumfüllung eine Wabeneinlage aufweist, die beidseitig mit dünnen Furnier- oder Hartfasernplatten überdeckt wird. Allerdings lassen sich intensive Lärmkulissen mit Wabenfüllungen nur beschränkt dämmen und auch die Bruchfestigkeit der Türflügel lässt – je nach Beanspruchung – zu wünschen übrig: Beim Verlassen des Raumes nach hitzigen Wortgefechten ist hier also Vorsicht geboten!

Stabilere Varianten hinsichtlich der mechanischen Belastbarkeit und erhöhte Schalldämmwerte erreicht man mit Röhrenspantüren, die an Stelle der Wabenfüllung eine röhrenartig ausgehöhlte Spanplatte aufweisen – oder aber mit durchgehenden Span- oder Mineralfasernplatten. Hier besteht zudem kaum mehr die Gefahr, dass sich die Füllung verzieht oder plötzlich zu schwinden beginnt.

Bei den Rahmentüren kann zwischen Massivholztür, stabverleimter Rahmentür und schichtverleimter Rahmentür unterschieden werden. Während bei der verhältnismässig günstigen Variante aus unverleimtem Massivholz mit der Zeit manchmal Risse auftreten, weisen stabverleimte und in noch höherem Masse schichtverleimte Rahmentüren eine grosse Stabilität auf. Letztere überzeugen ausserdem mit sehr guten Schalldämmwerten.
Werden an Türblätter speziell hohe Anforderungen gestellt, zum Beispiel bei klimatischen Differenzen zwischen nebeneinander liegenden Räumen, empfehlen sich spezielle, mehrschichtige Türkonstruktionen, die gezielt auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehen.

Materialien
Die Palette an möglichen Materialien, aus denen Innentüren gefertigt sind, erlaubt eine individuelle Abstimmung auf persönliche Bedürfnisse – nicht nur auf funktionaler, sondern auch auf ästhetischer Ebene. Bei traditionellen Türausführungen aus Massiv- oder Furnierholz kann insbesondere die Art der Oberflächenbehandlung die optische Wirkung beeinflussen und dem Raum einen speziellen Touch verleihen. Bevorzugen Sie eine offenporige oder eine geschlossene Oberfläche? Soll das Türblatt pigmentiert, gelaugt, gewachst oder lackiert sein?
Stahl und Aluminiumtüren können – eventuell mit Glasfenstern ausgestattet – eine klarlinig-moderne Optik unterstützen und werden zudem hohen Anforderungen an Feuerschutz, Schalldämmung und Stabilität gerecht. Kunststofftüren überzeugen unter anderem mit einem breiten Farbenspektrum und hoher Pflegeleichtigkeit, während Glastüren – in Kombination mit Holz, Metall, Kunststoff oder aber als Ganzglasanfertigung – diskret eine in sich abgeschlossene Raumeinheit markieren, gleichzeitig aber auch den Kontakt zur «Aussenwelt» herstellen und interessante Lichtspiele erzeugen. Der Grad der Transparenz wird dabei weitgehend von der Struktur des Glases bestimmt und lässt sich mit Ihren individuellen Wünschen in Einklang bringen.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Bodenheizungen sind nicht mehr wegzudenken

8. Februar 2010

Bei 10 Grad minus Temperaturen draussen in der Wohnung wohlig barfuss herumlaufen – ein ökologischer Unsinn? Keineswegs! Bodenheizungen sind besser als ihr Ruf und erfreuen sich deshalb wachsender Beliebtheit.

Heute sind Bodenheizungen sowohl in Neu- als auch in Altbauten kaum mehr wegzudenken.

Bereits die alten Römer wussten die Vorteile von geheizten Bodenflächen zu schätzen. Heute sind Bodenheizungen sowohl in Neu- als auch in Altbauten kaum mehr wegzudenken und das aus guten Gründen, wovon der wichtigste sicher die im Vergleich zu anderen Heizungen tiefere Betriebstemperatur ist.

Geringerer Energieverbrauch
Bodenheizungen arbeiten nach dem Niedertemperaturprinzip: Wenn für Radiatore eine sogenannte Vorlauftemperatur von 60 oder mehr Grad Celsius Voraussetzung ist, um einen Raum aufheizen zu können, liefert bei Niedertemperaturheizungen bereits eine Vorlauftemperatur von 30 Grad wohlige Wärme im ganzen Raum. Daher bieten sich Niedertemperaturheizungen vor allem auch in Kombination mit Wärmepumpen und/oder im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien wie z.B. solarthermischen Anlagen an.

Bei den heutigen Komplettlösungen lassen sich nicht nur die Zimmer, sondern vielfach sogar bereits Teile davon individuell regeln, sodass jeder Ort der Wohnung die gewünschte Temperatur aufweist. Gerade bei Neubauten empfehlen sich Bodenheizungen nicht zuletzt auch aus wirtschaftlichen Gründen, nebst den günstigeren Betriebskosten ist der Einbau einer Flächenheizung nicht oder nur unwesentlich teurer als der Einsatz von Heizkörpern.

Angenehme Wärme
Nebst dem geringeren Energieverbrauch (je nach Hersteller und Quelle soll dieser 10 bis 20 Prozent tiefer als bei Normaltemperatur-Radiatoren liegen) und ästhetischen Aspekten fallen auch die «gefühlten» Vorteile ins Gewicht: So empfinden Menschen Strahlungswärme als angenehmer als die von Radiatoren aufgeheizte Luft. Gleichzeitig ist bei Bodenheizungen die gefühlte Raumtemperatur höher als bei Heizkörpern, was eine Absenkung der Raumtemperatur um bis zu 2 Grad ohne Komfortverlust ermöglicht. Auch wirbelt Strahlungswärme bedeutend weniger Haus- und Feinstaub oder Milben auf als aufgeheizte Luft; dies ist nicht zuletzt für Allergiker von grosser Bedeutung. Die einzige Einschränkung für Bodenheizungen betrifft Menschen mit Durchblutungsstörungen.

Warmwasserrohre oder elektrische Heizleitungen
Es gibt zwei Systeme von Fussbodenheizungen: Die populäre Variante mit im Boden verlegten Warmwasserleitungen oder elektrische Leitungen, die sich durch ihren Widerstand aufwärmen lassen. Warmwassersysteme gelten als Standard für Neubauten, während für Altbauten Elektro-Fussbodenheizungen – oftmals in Ergänzung zu weiteren Systemen – in Frage kommen können. Für elektrische Bodenheizungen sprechen das kleinere Gewicht sowie die geringe Einbauhöhe, wodurch sich diese Systeme vor allem für die Nachrüstung von niedrigen Räumen eignen. Heute sind jedoch Warmwassersysteme mit einer Einbauhöhe von weniger als 10 mm auf dem Markt, welche sich ebenfalls für Sanierungen von Altbauten ohne komplett neuen Bodenaufbau eignen.

Bei der Verlegung von Warmwasser-Bodenheizungen werden wiederum zwei Systeme angeboten: Einerseits die «nasse» Verlegung der Heizleitungen als Teil des Unterlagsbodens und andererseits «trockene» Systeme, bei denen die Wasserrohre auf oder in vorgefertigten Modulen – zumeist aus Kunststoff – verlegt und mit dem gewünschten Bodenbelag versehen werden. Die zweite Variante verfügt über den Vorteil einer geringeren Reaktionszeit. Räume lassen sich so innerhalb einer halben Stunde oder weniger auf eine angenehme Zimmertemperatur aufheizen, während Heizungen im Unterlagsboden wesentlich länger benötigen um flächendeckend Wärme zu erzeugen. Umgekehrt bleibt die Wärme im Unterlagsboden in der Regel aber länger gespeichert als bei anderen Systemen.

Viele Bodenbeläge möglich
Grundsätzlich entsteht durch Bodenheizung keine Einschränkung bei der Wahl des Bodenbelages. Tendenziell gelten jedoch Stein- oder Kunststeinbeläge als ideal für die Wärmeübertragung. Aber auch Teppiche, Kunststoff- oder Parkett- bzw. Laminatbeläge sind möglich. Allerdings sollte bei der Produktwahl auf die Eignung für Bodenheizungen geachtet werden und wenn immer möglich eine vollflächige Verklebung des Bodenbelags mit dem Unterboden erfolgen, damit die Wärme unmittelbar an den Oberbelag weitergegeben wird.

Quelle www.hausinfo.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Traumhäuser zum Anfassen an der Home Expo Suhr

26. Januar 2010

Die Fertigbau-Branche boomt. Zwar hält Deutschland in Europa nach wie vor die Spitzenposition, aber auch hierzulande ist der Markt stetig im Wachstum begriffen. Seit den 90er Jahren ist der Anteil an Fertighäusern in der Schweiz von 5 auf derzeit rund 20 Prozent gestiegen. Und dieser Trend soll weiter anhalten, sind sich Branchenkenner einig. Mit der Home Expo entsteht nun in Suhr im Kanton Aargau die erste Schweizer Musterhausausstellung. Realisiert wird das Projekt von der Firma Home Expo Suhr GmbH. In direkter Nachbarschaft zum Möbelhaus Pfister sowie einem Bau- und Gartencenters wird das Projekt zur landesweit ersten Adresse für Bauen, Wohnen und Einrichten. Die Home Expo Suhr GmbH ist ein Tochterunternehmen der Ausstellungsgesellschaft Eigenheim & Garten mit Sitz in Fellbach bei Stuttgart. Diese hat vor 35 Jahren Deutschlands erste Dauer-Messe für zeitgenössisches Bauen und Wohnen eröffnet und darf sich mittlerweile als Marktleader für Musterhausausstellungen betiteln.

Fokussierung auf Holz

Auch die 18 derzeitigen Aussteller stammen vorwiegend aus unserem nördlichen Nachbarland. Eine Besonderheit der Home Expo ist es, dass ausschliesslich Häuser in Holzbauweise ausgestellt werden. Der Werkstoff hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen, die hohe Energieeffizienz des Holzbaus wird gar als einer der Hauptgründe für den Zuwachs an Schweizer Bauherren angesehen. Dabei sind es sowohl ökologische als auch ökonomische Gründe, die für den Bau eines Holzhauses sprechen. Mit dieser Ausrichtung beschreitet die Home Expo Suhr den Weg eines zukunftsgerichteten und energiesparenden Bauens. Wer mehr über das Thema wissen möchte, kann sich direkt vor Ort schlau machen: Zahlreiche namhafte Schweizer Unternehmen aus dem Bau- und Baunebengewerbe präsentieren in stimmungsvoller Atmosphäre ihre Produkte und bieten im Infocenter Dienstleistungen und umfassende Informationen an. So erfahren angehende Bauherren alles Wissenswerte über ökologisches Bauen, Hausplanung, Architektur, Finanzierung, Einrichtung und Energie sparen.

Entspannende Atmosphäre

Wem anschliessend nach etwas Entspannung zumute ist, kann sich in den Lesebereich oder die Terrasse des Infocenters zurückziehen und bei Kaffee und Snacks in Ruhe über das Gesehene reflektieren. Wer sich weiter inspirieren lassen möchte, dem stehen die ausliegenden Zeitschriften mit zahlreichen Anregungen und Ideen zur Verfügung. Und auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz: Ein Spielplatz im Aussenbereich lässt Kinderherzen höher schlagen.
Das Einzugsgebiet der Dauer-Ausstellung Home Expo umfasst die ganze Deutschschweiz. Das rund 7300 Quadratmeter grosse Ausstellungsgelände befindet sich an gut positionierter Lage auf dem Möbel Pfister-Areal. Der Standort Suhr verfügt über eine hervorragende Infrastruktur im sogenannten Schweizer Mittelland und ist sowohl mit dem PKW als auch mit der Bahn bequem zu erreichen. Jeweils lediglich 30 bis 45 Auto-Minuten entfernt befinden sich die Grosszentren Basel, Bern, Luzern und Zürich. Am Donnerstag, dem 25. Oktober 2007, öffnet die Home Expo in Suhr ihre Türen. Von 10.00 bis 18.00 sind alle herzlich eingeladen, sich ein erstes Mal auf der Ausstellung mit Messecharakter umzusehen. Begleitet wird der Eröffnungstag mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Der Eintritt ist frei. Wer sich im Vornherein informieren möchte, findet auf www.homeexpo.ch alles Wissenswerte.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling