Archiv für die ‘Baukonstruktionen’ Kategorie

Aussenwärmedämmung mit Hochleistungsplatten

23. Januar 2010

Eisige Außentemperaturen im Winter, heiße Tage im Sommer. Das Thema Wärmedämmung hat sowohl im Neu- als auch Altbaubereich immens an Stellenwert dazu gewonnen und wird auch eine zentrale Rolle in der Zukunft spielen. Klimaschutz, explodierende Energiekosten und Unsicherheiten in der Energieversorgung zeigen deutlich auf, wie wichtig effektive Maßnahmen zur Einsparung von Energie sind. Welches Potential dazu in modernen Wärmedämmsystemen „steckt“, zeigt die innovative Dämmplatte RÖFIX EPS-F 030 take-it ALPIN.

Neues „Hochleistungs-Wärmedämmsystem“
Aufbauend auf langer Erfahrung und ständiger Entwicklungsprozesse hat RÖFIX mit dem neuen Wärmedämmsystem take-it ALPIN einen absoluten „Hochleistungsdämmstoff“ für Fassaden im Sortiment: die homogen verschweißte Zwei- Schicht-Fassadendämmplatte für WDVS gemäß EN 13163. Diese formgeschäumte Automatenplatte (Einzelplattenschäumung) besteht aus expandiertem, grauem Polystyrol-Hartschaum EPS-F15. Spezielle Infrarotreflektoren vermindern den Durchgang von Strahlungswärme und erhöhen damit die Dämmeigenschaften wesentlich. Die geprüfte, deklarierte Wärmeleitfähigkeit liegt bei λD = 0,030 W/mK.

Eignung für Alt-/Neubau und speziell im Passivhausbereich
Dieses Wärmedämmsystem wurde für den Alt- und Neubaubereich konzipiert und spielt insbesondere im Passivhausbereich seine einzigartigen Stärken aus. Diese Hochleistungs-Dämmplatte eignet sich hervorragend für die wirtschaftliche Errichtung von Häusern mit hohen Dämmwerten. Die hohen Dämmeigenschaften der Platten, ermöglichen die Reduktion der Dämmstoffdicke um bis zu einem Viertel und damit eine Verringerung der Außenbaumaße.

Hohe Wirtschaftlichkeit

Die Einzelplattenschäumung gewährleistet eine dreidimensionale Maßgenauigkeit, die eine absolut präzise, einlagige Verlegung ermöglicht. Das verkleinerte Plattenformat von 40 x 80 cm verbessert das Handling am Gerüst und reduziert die Plattenspannungen von Fuge zu Fuge aufgrund der 20 % kürzeren Plattenkantenlängen. Die weiße, homogen aufgeschäumte Oberfl äche verringert bei direkter Sonneneinstrahlung die Aufheizung der Platten bei der Verlegung. Die take-it-Zahnung der Plattenrückseite gewährleistet eine superschnelle Verlegeleistung mit Zeiteinsparung von bis zu 30 % beim Verkleben.

Ökologische Verantwortung
Dieses Produkt kann im Gegensatz zu PU- bzw. RESOLDämmstoffen bedenkenlos recycled werden. Polystyrol ist bereits heute ein gefragter Recycling-Rohstoff, ohne dass es einen politischen Zwang bedarf diesen Rohstoff wieder zu verwenden. Fazit – mit dem innovativen Wärmedämmsystem take-it ALPIN hat der Vorarlberger Baustoffhersteller RÖFIX ein absolutes High-Tech-Produkt am Markt etabliert – sowohl aus ökonomischer aber speziell auch ökologischer Sicht.

Quelle www.röfix.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Solar Dachziegel

21. Januar 2010

Nachfolgender Dachziegel ist mir an der diesjährigen Swissbau in Basel ins Auge gesprungen.

Der sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor ist ein thermischer Solar-Kollektor, welcher von einer normalen Dachpfanne oder einem normalen Dachziegel optisch nicht zu unterscheiden ist.
Um dies zu ermöglichen werden herkömmliche Dachpfannen 4 mm dünner hergestellt. Dann wird der sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor, welcher aus Aluminium besteht und 4 mm dick ist, mit der speziell angefertigten Pfanne sicher verschraubt.
Der Kollektor erhält die gleiche Farbe, welche auch die übrigen Dachpfannen Ihres Daches zeigen. Daher ist er auf dem Dach nicht zu erkennen.

Jedoch liegen die Vorteile neben der schönen Optik vor allem in der Leistungsentfaltung!

Der sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor ist ein Aluminium-Vollflächen-Absorber mit eloxierter Oberflächenbeschichtung und einem enorm hohen Wirkungsgrad. Diese Kombination ermöglicht es, dass bereits nach sehr kurzer Zeit eine hohe Kollektortemperatur erreicht wird. Selbst bei schlechtem oder kälterem Wetter oder selbst bei Dunkelheit wird die “Weltneuheit” sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor 6-10 K unterhalb der Umgebungsluft gefahren, so dass der Kollektor aufgrund des Temperaturunterschiedes (Egalisierung der Lufttemperatur mit der Kollektortemperatur) Wärmeenergie aufnimmt.
Die sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektoren sind durch ein geniales Stecksystem miteinander verbunden und werden von unten nach oben permanent mit Kollektorflüssigkeit durchströmt.

Der sdp-Solar-Dachpfannen-Kollektor ist auf jedem Dach aufzubringen, da er vormontiert geliefert wird, so dass einer unserer Dachdecker-Partner einfach einen Teil Ihres Daches neu eindeckt.

Zur Markteinführung gibt es den Kollektor für die Finkenberger Pfanne in verschiedenen Farben. Im Laufe des Jahres werden weitere Formen folgen.

Weitere Infos unter www.sdp-solardachpfannen.de

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Badezimmerplanung

5. Januar 2010

Das Funktionsspektrum der Nasszelle wird nicht selten zur Entspannungs- und Wohlfühlzone, manchmal sogar zum Fitnessraum oder Wohnbadezimmer ausgeweitet. Die Körperpflege stellt einen sehr intimen Bereich des täglichen Lebens dar. Deshalb lohnt es sich, vor der Planung des Badezimmers die persönlichen Bedürfnisse und Vorstellungen genau zu formulieren, denn im Bereich der Badkultur, so scheint es, sind den Ideen kaum Grenzen mehr gesetzt.

Der erste Überblick
Um sich im weiten Feld des Möglichen einen ersten Überblick zu verschaffen, empfiehlt sich der Besuch einer Badezimmerausstellung. Hier können Sie sich ungeniert mit Skizzen, Prospekten und Fotobeispielen eindecken oder das Gespräch mit einem fachkundigen Berater suchen.
Oftmals lassen sich die Ideen und Wünsche heute in dreidimensionalen, teilweise animierten Darstellungen auf Computer veranschaulichen. Diese vermitteln Ihnen eine relativ genaue Vorstellung des zukünftigen Bades, wodurch allfällige Missverständnisse und Enttäuschungen frühzeitig verhindert werden können. Es besteht zudem die Möglichkeit, von Anfang an einen Architekten, Innenarchitekten oder Ausstellungsberater ausfindig zu machen, der Sie mit Rat und Tat unterstützt und unter Umständen sogar in der Lage ist, die gesamte Logistik und Koordination zu übernehmen.
Bei einem Neubau gilt zu beachten, dass bereits im Rohbaustadium grundlegende Entscheidungen getroffen werden müssen. Berechnen Sie deshalb genügend Zeit ein für diese erste Phase.

Zukunftsorientierte Planung
Geht man zur konkreteren Planung über, erweist sich eine Bedarfs- und Nutzungsanalyse als sinnvoll: Ist eines oder sind mehrere Bäder vorgesehen? Bietet es sich an, einzelne Komponenten baulich voneinander abzutrennen, beispielsweise um eine morgendliche «Rush-Hour» zu vermeiden? Welche Personen nutzen das Bad um welche Tages- oder Nachtzeit? Ist eine Wanne, eine Dusche oder beides erwünscht? Reicht ein Waschbecken oder werden zwei benötigt?
Das Erstellen einer Liste mit Dingen, die Sie bislang immer gestört haben – z. B. die kalten Bodenkacheln oder die laute Ventilation – kann Ihnen dabei helfen, falsche Entscheidungen bei der aktuellen Badplanung zu verhindern.
Auch zukunftsorientierte Überlegungen sind später äusserst wertvoll, denn sie erlauben, vorhersehbare Veränderungen frühzeitig einzukalkulieren. Kleinkinder werden grösser, Jugendliche verlassen wohl eines Tages das Elternhaus und Personen mittleren Alters sehen sich früher oder später vielleicht mit ersten Auswirkungen des Alterungsprozesses konfrontiert. In besonderem Masse soll zudem behinderten Menschen Rechnung getragen werden. Es lohnt sich, bereits heute Vorkehrungen für allfällige Badezimmererweiterungen zu treffen. Lassen sich nicht gleich alle Wünsche und Ideen auf einmal realisieren, erleichtern bereits angelegte, entsprechende Rohrleitungen und Sanitätsanschlüsse einen späteren Ausbau. So kann beispielsweise die Installation eines Bidets, einer zusätzlichen Dusche oder die Montage von behindertengerechten Sanitärapparaturen problemlos im Nachhinein erfolgen.
Im Gegensatz zu den einzelnen Einrichtungselementen, die mit weniger Aufwand zu einem späteren Zeitpunkt erneuert werden können, sollten Sie den Wand- und Bodenbelag von Beginn weg längerfristig planen, damit er Ihnen nicht nur optisch, sondern auch reinigungstechnisch in einigen Jahren noch Freude bereitet. Eine gute Beratung, welche Ihre persönlichen Bedürfnisse einbezieht und auf mögliche Problembereiche aufmerksam macht, sowie reifliche Überlegung sind hier besonders angebracht.

Raumgestaltung und Einrichtung
Die Raumgrösse des zukünftigen Badezimmers wird von verschiedenen Komponenten beeinflusst: So spielen persönliche Einrichtungswünsche, örtliche Gegebenheiten, die Anordnung von sanitären Apparaten, Bewegungs- und Durchgangsflächen eine Rolle. Bei einem Zweipersonen-Haushalt wird für die Grundausstattung mit minimal 4–5 m2 gerechnet, während eine vierköpfige Familie etwa vom Doppelten ausgehen kann. Mit Hilfe eines detaillierten Grundrisses lässt sich der genaue Standort der Badezimmerkomponenten festlegen. Hier einige Hinweise auf übliche Grössen von sanitären Einrichtungen: Für WC und Bidet sind jeweils ca. 40 x 70 cm zu kalkulieren, für die Duschkabine ca. 90 x 90 cm, eine Badewanne nimmt ca. 80 x 180 cm ein und ein Waschtisch ca. 55 x 70 cm. Zwischen den einzelnen Installationen sollten Sie einen Abstand von mindestens 20 cm vorsehen.
Auch wenn der realisierbare Grundriss des zukünftigen Badezimmers längst nicht den weitläufigen Hallen entspricht, die Sie sich in Ihren kühnsten Träumen auszudenken wagten, ist dies kein Grund zur Verzweiflung. Mit kleinen Tricks lassen sich optisch problemlos Weiten erzeugen. So täuschen vor allem Glas, transparente Duschwände oder geschickt platzierte Spiegelflächen zusätzlichen Raum vor. Allerdings ist darauf zu achten, dass keine Türen mitreflektiert werden, denn die dadurch entstehende Unruhe macht den überzeugendsten Vergrösserungseffekt im Nu zu Nichte. Eine optimale Beleuchtung sorgt gleichermassen für Weiträumigkeit und schafft ein wohltuendes Ambiente. Wenn möglich sollten Sie die Einplanung eines Fensters in Betracht ziehen, denn damit wird nicht nur ein helles, frisches Raumklima geschaffen, sondern auch eine praktische Belüftungsmöglichkeit.
Durch die richtige Farbwahl sind ebenfalls erstaunliche Resultate zu erzielen: Helle, klare und ruhige Farben, klassisches Weiss, zartes Blau oder Grün sowie pastellene Blütenfarben unterstützen die Wirkung von Grossräumigkeit, während dunkle, drückende Töne unter Umständen zwar heimelig anmuten und Wärme ausstrahlen, die Räume optisch jedoch verkleinern.
Die eigenen Wünsche und praktische Aspekte sollen bei der Auswahl der Einrichtung und Ausstattung jederzeit im Vordergrund stehen. Trends gilt es genau unter die Lupe zu nehmen, sind diese doch meist relativ kurzlebig und verleiden einem möglicherweise schneller als gedacht, wenn sie nicht mit dem persönlichen Geschmack übereinstimmen oder sich in der täglichen Anwendung nicht bewähren. Ausserdem lassen sich mit Wäsche und Dekoration zu weniger horrenden Preisen trendige und anpassungsfähige Akzente setzen.
Natürlich gibt es auch bei der Auswahl der einzelnen Einrichtungskomponenten eine grosse Spannbreite. Es macht sich bezahlt, die ästhetischen Vorstellungen bereits im Vorfeld mit praktischen Überlegungen in Einklang zu bringen: Wie viel Wert möchten Sie bei der Wahl der Waschtischabdeckung auf eine problemlose Reinigung legen? Wird die Badewanne nur für eine Kurzwäsche benutzt oder darf sie auch ein Ort der Erholung und Entspannung sein, denn in diesem Fall ist nebst dem Design, der Farbe und den Kosten auf eine körpergerechte Form zu achten. Gleiches gilt für die Auswahl des Badezimmerzubehörs: Wie wichtig ist Ihnen ein sparsamer Wasserverbrauch bei Klosett oder Duschbrause? Wären Einsteigehilfen für die Badewanne wünschenswert? Soll der Drehöffnungswinkel des Spiegelschranks über 100 % betragen, so dass Sie sich bequem von allen Seiten bespiegeln lassen können? Und schliesslich stellen sich, um ein rundum stimmiges Wohlfühlklima zu erreichen, nicht zuletzt Fragen bezüglich der Beheizung: Ist es vielleicht Ihr langjähriger Wunsch, in Genuss einer Fussbodenheizung zu kommen?

Bei allem Planen, Organisieren und Träumen empfiehlt es sich, jederzeit den Kostenpunkt im Blickwinkel zu behalten: Seien Sie sich von Beginn an im Klaren darüber, wie viel Geld Sie ausgeben wollen und scheuen Sie sich nicht davor, Kostenvoranschläge einzuholen.

Die «kleinen» Extras
Wenn Sie schon seit einiger Zeit von einer eigenen Sauna, einem Solarium oder einem ins Badezimmer integrierten Whirlpool träumen, lohnt es sich, diese Wünsche frühzeitig in die Planung einzubeziehen. Um den gesundheitsfördernden Saunagang auch tatsächlich als wohltuendes Ereignis erleben zu können, sollte sich die Raumgrösse nach den regelmässigen Besuchern sowie den vorhandenen Platzverhältnissen richten. Eine adäquate Erholungs- und Abkühlungszone ist unbedingt zu berücksichtigen. Am besten wird das Projekt «Badezimmer mit Sauna oder Solarium» zusammen mit einem Spezialisten evaluiert.
Für zukünftige Whirlwanne- oder Dampfduschenbesitzer gilt heute, was für Automobilisten schon lange an der Tagesordnung ist: probieren geht über studieren! Besteht die Möglichkeit eines Probebades, dürfen Sie sich diese Gelegenheit keinesfalls entgehen lassen, schliesslich bleibt Ihnen dieses «kleine» Extra ja über einige Jahre erhalten.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

ABC der Treppenformen

5. Januar 2010

Man fragt sich beim Kauf, welche Treppenform für die gewünschte Stelle im Haus geeignet ist? Ob die Form optisch zur Architektur passt? Oder welche Konstruktionen besonders sicher sind? Für welchen Treppentyp Sie sich entscheiden hängt häufig davon ab, wohin die Treppe führt. Eine Treppe die auf den Dachboden führt wird weniger genutzt und muss nicht den gleichen Komfort bieten wie die Treppe im Wohnraum. Im folgenden sind die wichtigsten Treppenformen auf einen Blick für Sie aufgeführt.

Raumspartreppe
Diese Treppe besitzt einen steilen Steigungswinkel und benötigt so nur wenig Platz. Sie bietet eine gute Alternative zu untergeordneten Treppen wie Estrichtreppen, Leitertreppen oder engen Spindeltreppen.

Spindeltreppe
Spindeltreppen sind gleichzeitig auch Raumspartreppen und optisch besonders ansprechend. Die Stufen der Spindeltreppe werden um eine senkrechte Achse aus Metall geführt und so braucht es nur einen kreisrunden Deckenauschnitt um ein Geschoss mit dem anderen zu verbinden.

Wendeltreppe
Die Wendeltreppe ist sehr ähnlich zur Spindeltreppe, nur das sie in der Mitte ein offenes Treppenauge besitzt. Die Schwierigkeit bei dieser Treppenform ist, dass grosse Gegenstände nur umständlich auf der Treppe transportiert werden können.

Wangentreppe
Wangentreppen sind durch ein- oder beidseitige Träger (Wangen) gekennzeichnet, welche den Stufen Halt und Unterstützung bieten.

Bolzentreppe

Die Stufen der Bolzentreppe sind mittels metallischen Bolzen direkt ohne Wangen in der Wand befestigt. Sie wirken daher sehr transparent und lassen sich in jedem Wohnraum integrieren.

Einholmtreppe
Einholmtreppen haben einen Tragholm, also einen Träger der in der Mitte des Treppenlaufes angeordnet ist. Die Trittstufen sind auf dem Tragholm so angeordnet, dass sie seitlich nicht kippen. Der Tragholm kann aus Holz oder Stahl angefertigt werden, aus Stahl wirken sie leichter, weil die Stahlträger geringere Querschnittsabmessungen benötigen.

Die freitragende Treppe
Die Stufen werden bei einer freitragenden Treppe seitlich eingespannt, beispielsweise in eine treppenbegleitende Wand oder Wange.

Podesttreppe
Die Podesttreppe ist meist viertel- oder halbgewendelt und es wird ein Podest an deren Biegung zwischengebaut. Treppen in Mietshäusern und in öffentlichen Gebäuden sind immer Podesttreppen.

Designertreppe
Es lassen sich auch individuelle Treppenträume verwirklichen. Eine Designertreppe ist eine nicht ganz alltägliche Treppenlösung, die auch persönliche Wünsche einbeziehen lässt.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Empa-Forscher verbessern Beton mit Kunststofffasern

22. Dezember 2009

Eine an der Forschungsanstalt Empa entwickelte Kunststofffaser macht Beton dehn- und streckbarer. Der Physiker Josef Kaufmann und sein Team haben dafür den mit 5000 Franken dotierten “Empa Innovation Award” 2009 erhalten. Beton hält zwar hohen Druck aus, versagt aber schon bei niedrigen Zugkräften, wie die Empa am Donnerstag mitteilte. Um die Biege- und Zugfestigkeit zu verbessern, muss der Baustoff deshalb oft mit dicken Stahlgittern armiert werden. Dünne Wände oder Platten werden durch die Beigabe von Stahlfasern bieg- und zugfester gemacht.

Die Stahlfasern haben aber Nachteile: Sie können rosten und sind steif und schwer. Josef Kaufmann und sein Team entwickelten nun gemeinsam mit einem Industriepartner eine Faser aus Kunststoffen, die mechanisch hohen Anforderungen gerecht wird. Die Fasern werden dem Frischbeton einfach beigefügt und verteilen sich beim Mischen gleichmässig.

“Mit nur fünf Kilogramm dieser Fasern können wir dreissig Kilogramm Stahlfasern ersetzen”, wird Kaufmann in der Mitteilung zitiert. Dabei kämen die Kunststofffasern um rund zehn Prozent günstiger zu stehen als die herkömmlichen Fasern aus Stahl.

Quelle Die Baustellen

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Asbest ist seit 1990 in der Schweiz verboten

18. Dezember 2009

Asbestfaser.jpg Wegen seiner Feuer- und Säurebeständigkeit galt Asbest in den 60er und 70er Jahren als Wunderfaser. Verwendung fand der weit verbreitete Stoff vor allem in der Bau- und in der Autoindustrie. Das Mineral wurde unter anderem zu Dachplatten, Fassadenverkleidungen, Bremsbelägen und Wasserrohren verarbeitet. Auch in älteren Haushaltsgeräten wie Elektrospeicheröfen, Toastern und Haartrocknern kann Asbest enthalten sein. Ende der 80er Jahre gerieten asbesthaltige Materialien wegen zahlreicher Todesfälle in Verruf.

Durch Bearbeitung und Zerstörung asbesthaltiger Produkte, aber auch durch klimatische Einflüsse, Alterung und Zerfall kann Asbeststaub in die Atemluft gelangen. Werden Asbestfasern eingeatmet, kann das zu einer chronischen Entzündung in der Lunge und zu Krebs führen. In der Theorie kann bereits eine einzige Faser ausreichen, um Krebs zu erzeugen. Das Risiko steigt, je länger und intensiver man den Fasern ausgesetzt ist. Wer mit Asbest in Kontakt kommt, hat nach rund zehn Jahren ein erhöhtes Risiko, an Asbestose zu erkranken. Eine geringe Menge eingeatmeter Fasern kann noch nach 30 Jahren Krebs auslösen.

Heute stellt Asbest vor allem ein Entsorgungsproblem dar. Da der Stoff fast universell eingesetzt wurde, wird es noch dauern, bis alle Gefahrenquellen beseitigt sind. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts war bekannt, dass das Einatmen von Asbeststaub krank macht. In der Schweiz ist Asbest im Grundsatz seit 1990 verboten. Für bestimmte Anwendungen galt jedoch eine Übergangsfrist bis 1995.

Quelle www.diebaustellen.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Systemhaus: Die Bemusterung

17. Dezember 2009

Die Vorstellung, alle Details in einem Haus selbst bestimmen zu können – von den Sanitärgefässen bis zur Fassade – ist einerseits verlockend. Andererseits stösst man schnell an die eigenen Grenzen, wenn im Rahmen der Bemusterung die gesamte Aussen- und Innenausstattung sowie die Heizung und zusätzliche Haustechnik bestimmt werden sollen. Trotz der Fülle der Entscheidungen steht den Bauherrschaften nur eine begrenzte Zeit – meistens ein Tag – zur Verfügung, die sie im Bemusterungszentrum des Hausherstellers verbringen.
Wichtig ist in erster Linie, dass man den Überblick behält und sich auf das Wesentliche konzentriert. Welche Dinge die künftigen Hausbewohner als «wesentlich» einstufen, sollten unbedingt vor dem Termin definiert werden.

Grundsatzdiskussionen bereits zuhause klären

Ebenfalls zu empfehlen ist die Einigung in grundlegenden Stil-Fragen, also ob man beispielsweise eher modern oder rustikal wohnen möchte. Wer am Bemusterungstag noch Grundsatzdiskussionen führen muss, wird mit der ohnehin knapp bemessenen Zeit nicht auskommen. Es kann durchaus auch hilfreich sein, sich bereits im Vorfeld auf dem Markt umzuschauen, welche Produkte es gibt. Basis des Bemusterungsgesprächs ist die vom Hersteller angebotene Standardausstattung, die ohne Aufpreis zu haben ist. Meistens kann dabei bereits aus verschiedenen Produkten gewählt werden, so dass die persönlichen Wünsche nicht zwingend mit Mehrkosten verbunden sein müssen. Darüber hinaus besteht auch immer die Möglichkeit, das künftige Zuhause höherwertig auszustatten oder einzelne Leistungen aus dem Vertrag zu nehmen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Entscheidungen Sie als Bauherrschaft bereits vorher gefällt haben, umso entspannter wird auch die Bemusterung ablaufen. Denn die Wahl der Ausstattung soll auch Spass machen.

Tipps für die Bemusterung
• Bereiten Sie sich gründlich vor. Einigen Sie sich mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin über grundsätzliche Wünsche und Bedürfnisse. So vermeiden Sie Diskussionen vor dem Verkäufer und gewinnen wertvolle Zeit.
• Notieren Sie Änderungswünsche und offene Fragen bereits im Vorfeld auf. Gehen Sie dabei die Bau- und Leistungsbeschreibung des Hauses Punkt für Punkt durch. Verlangen Sie dafür vom Hersteller die Werkpläne (im Massstab 1:50) sowie die Standard-Elektropläne für Ihr Objekt.
• Planen Sie technische Vorrichtungen, wie beispielsweise Solaranlage oder Markisen, bereits fix mit ein. Nachträgliche Änderungen kommen meist teurer – wenn man sie überhaupt noch irgendwann realisiert.
• Schenken Sie der Stromversorgung im künftigen Heim besondere Aufmerksamkeit. Ein virtueller Rundgang hilft bei der Planung von Steckdosen und Lichtschaltern – im Innen- wie im Aussenbereich.
• Planen Sie genügend Budgetreserven ein. Einerseits für die Baunebenkosten, andererseits für die Erfüllung von Zusatzwünschen.
• Selbst wenn Ihnen vom Hersteller nur ein bestimmtes Zeitfenster für die Bestimmung aller Details eingeräumt wird, müssen Sie nichts sofort entscheiden. Wenn Sie mehr Zeit brauchen, werden Sie diese auch erhalten. Es geht immerhin um Ihr künftiges Zuhause.
• Unterschreiben Sie nichts, bevor Sie es nicht nochmals genau kontrolliert haben. Nehmen Sie das Bemusterungsprotokoll nach Hause, um es in aller Ruhe nochmals zu prüfen. Achten Sie besonders darauf, was im aufgeführten Preis enthalten ist – beispielsweise Aufpreise bei Materialien oder nicht eingerechneten Arbeitsstunden.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Vogelschutz Ratgeber für Fachleute

2. Dezember 2009

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat den ersten umfassenden Leitfaden zum Thema Vögel, Glas und Licht im deutschsprachigen Raum herausgeben können.

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Dies war möglich dank enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, der Wiener Umweltanwaltschaft und diversen weiteren Partnern von der Glasindustrie bis zu Tierschutzorganisationen.
Die Broschüre zeigt auf 52 Seiten, wo die möglichen Gefahrenstellen liegen und illustriert mit einer Fülle von Beispielen, wie kritische Bereiche vogelfreundlich geplant und mit welchen Massnahmen Fallen nachträglich noch entschärft werden können.

Link zur Broschüre

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Mehrgeschossiger Holzbau

28. November 2009

Die Behörden konnten bis vor kurzem Holzbauten aufgrund der geltenden Brandschutzvorschriften im Normalfall nur bewilligen, wenn sie nicht mehr als zwei Geschosse aufweisen. Nun ist dem nachwachsenden Baustoff ein Durchbruch gelungen: Seit 1.Januar 2005 sind schweizweit Brandschutzvorschriften in Kraft, die deutlich besser auf das Holz abgestimmt sind.

Damit werden Holzbauten bis sechs Geschosse und Holzfassaden bis acht Geschosse möglich.
Die Feuerwiderstände von Bauteilen werden seit Beginn dieses Jahres nach drei Parametern bemessen, die sich in einer REI-Klassifizierung spiegeln, wobei R für den Widerstand der Tragfähigkeit, E für die Dichtigkeit des Raumabschlusses gegen Feuer und Rauch und I für die Dämmung gegen Wärme steht. Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) lässt in ihrem neuen Vorschriftenwerk Holz bis zu einer Feuerwiderstandsdauer von 60 Minuten zur Anwendung zu. Neu gilt für Tragwerke und Brandabschnitte in Wohn-, Büro- und Schulbauten: Holzanwendung bis drei Geschosse REI 30, vier Geschosse REI 60, fünf bis sechs Geschosse REI 60/EI 30 (nbb). Bei Sprinklervollschutz gelten reduzierte Anforderungen. Für Treppenhäuser ist in definierten Nutzungen neu bis drei Geschosse eine nichtbrennbar verkleidete Tragkonstruktion in Holzbauweise möglich. Bei definierten Nutzungen sind Holzverkleidungen für Fassaden in Zukunft bis über drei Geschosse möglich; mit speziellen konstruktiven Massnahmen und für gewisse Nutzungen sind sie bis über acht Geschosse anwendbar.

Forschung trägt Früchte

Die neuen Brandschutzvorschriften bedeuten eine kontrollierte Öffnung für das Holz im Bauwesen. Die Branche hat im Hinblick auf die neuen Vorschriften bereits seit Mitte der 90er Jahre intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit betrieben.
2001 lancierten Lignum, Holzwirtschaft Schweiz und das Förderprogramm «holz 21» des BUWAL zu deren Bündelung gemeinsam mit Verbänden und Institutionen der Wald- und Holzwirtschaft das Programm «Brandsicherheit und Holzbau», welches in einem breit angelegten Verbund technische und methodische Grundlagen sowie gesicherte Konstruktionen für Bauteile im Hinblick auf den Eintritt des Baustoffs Holz in die Mehrgeschossigkeit erarbeitet. Die VKF und der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) sind neben Forschungsinstituten aus der Schweiz und aus Deutschland ebenso Projektpartner wie Firmen und Unternehmen der Holz- und Zulieferindustrie.
Die neuen Erkenntnisse müssen nun wirkungsvoll in die Praxis einfliessen. Diese Aufgabe erfüllen Dokumentationen, Arbeitshilfsmittel und Qualitätsrichtlinien. Den Auftakt machte die Swissbau Ende Januar, an der Lignum als Kompetenzzentrum für Holz am Bau Architekten und Planer mit grundlegenden Informationen über die neuen Möglichkeiten versorgte. Gemeinsam mit dem Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten sowie mit dem Schweizerischen Fachverband Fenster- und Fassadenbranche zeigte Lignum anhand von Brandschutztüren und Brandschutzfenstern in Holz auf, welche Lösungen künftig bereitstehen.

Neue Märkte für Holz am Bau
Holz erhält unter den neuen Brandschutzvorschriften Zutritt zum grossen Volumen des mehrgeschossigen Bauens. Insbesondere Wohnsiedlungen, Büro- und Schulbauten dürften in Zukunft vermehrt in Holz- beziehungsweise in Mischbauweise mit Holzfassade ausgeführt werden. Denn der Holzbau kann heute dank rationeller Fertigung und präziser Montage bezüglich der am Ende entscheidenden Kosten auch im grossen Massstab mithalten. Der Holzbau wird für Investoren unter der neuen Brandschutzregelung noch interessanter als bis anhin.
Die neuen Regeln ermöglichen einen Quantensprung beim Holzbau. Dies bedeutet aber auch: Die Branche übernimmt künftig eine hohe Verantwortung. Ein Qualitätssicherungssystem für den mehrgeschossigen Holzbau ist neben intensiver Schulung unabdingbar; Behörden, Holzfachleute und Spezialisten der Qualitätssicherung bauen es derzeit auf.
Man darf davon ausgehen, dass zwischen den erzielten Fortschritten im Brandschutz und einer erweiterten Nachfrage nach Holz als Baustoff ein direkter Zusammenhang besteht. Für das Holz ist deshalb künftig mit einem spürbaren Marktanteilsgewinn am Bau zu rechnen.

Quelle www.architektur-technik.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Systemhaus – Von der Idee zur Realisierung

26. November 2009

Stichwort Systemhaus:
- Ein Systemhaus basiert auf einem Musterhaus
- Ein Systemhaus wird direkt vor Ort erstellt
- Ein Systemhaus vereint die Vorteile von Fertig- und Architektenhäusern
- Systemhäuser werden auch im Minergie-P-Standard angeboten

Was charakterisiert ein Systemhaus?

Ein Systemhaus ist ein bereits bestehender und ausgefeilter Prototyp, welcher neuen Anforderungen und Bauaufgaben individuell angepasst werden kann. Wer ein Systemhaus kauft, profitiert dank typisierten Hausformen und Grundrissen von günstigeren Preisen und von grosser Erfahrung im Hausbau. Zusätzlich bietet ein Systemhaus die Möglichkeit, sich von unterschiedlichen Bauvarianten ein und desselben Musterhauses inspirieren zu lassen – für den ganz individuellen Hausbau. Wie Fertighäuser basieren Systemhäuser auf einem Musterhaus und wie Architektenhäuser lassen sie beim Hausbau individuelle Anpassungen zu. Anders als ein Fertighaus, welches industriell vorgefertigt wird und in Teilen auf die Baustelle geliefert und dort montiert wird, wird ein Systemhaus direkt vor Ort erstellt. Mit der verkürzten Bauzeit, den kalkulierbaren Kosten, der termingerechten Ausführung, der klaren Vereinbarung über Leistungen und Verantwortlichkeiten und den vielfältigen Möglichkeiten für die individuelle Umsetzung vereint ein Systemhaus die Vorteile von Fertighäusern und Architektenhäusern.

Ist ein Systemhaus wie das andere?
Die Zeiten, als man einem Haus direkt ansehen konnte, dass es in Systembauweise erstellt wurde, sind vorbei. Ein Systemhaus ist kein «Haus von der Stange», sondern ein individueller Ausdruck für die Vorlieben der jeweiligen Bauherrschaft. Eine ungeheure Vielfalt kennzeichnet die heutige System- und Fertighausbranche. Wie bei einem Architektenhaus fallen beim Systemhauskauf eine Menge Entscheidungen an und man muss sich klar sein über den bevorzugten Haustyp, die Materialien sowie die geeignete Bauweise. Da Anbieter von Systemhäusern oft Totalunternehmer sind, erhalten die Kunden beim Kauf eines Hauses alle, für die Entscheidung relevanten, Informationen aus einer Hand. Zusätzliche Unterstützung finden die zukünftigen Eigenheimbesitzer in Musterhaus-Ausstellungen: Auch wenn selten ein Systemhaus wie das andere ist, bieten Musterhäuser in ganzjährigen Ausstellungen der Bauherrschaft die Möglichkeit, sich bezüglich Architektur, Raumaufteilung und sogar Möblierung ihres individuellen Systemhauses inspirieren lassen.

Welches sind die Trends bei Systemhäusern?
Ökologische und energiesparende Bauweisen stehen in Zeiten von steigenden Ölpreisen und Klimadebatten beim Hausbau immer mehr im Vordergrund. Diesen Trend greifen auch die Anbieter von System- und Fertighäusern auf. Die ursprünglich vor allem beim Fertighaus eingesetzte Leichtbauweise aus Holz wird immer häufiger mit der Massivbauweise kombiniert, um eine optimale Wärmedämmung, ein ausgewogenes Raumklima und damit einen geringen Energieverbrauch auch beim Systemhaus zu erreichen. Es ist nicht mehr nötig, beim Hauskauf teure Architektenlösungen zu berücksichtigen, wenn man ein ökologisches Haus bauen möchte: Immer häufiger werden Systemhäuser im Minergie- und sogar im Minergie-P-Standard angeboten. Neben dieser Entwicklung in Richtung Niedrigenergie- und Passivhaus, bietet ein Systemhaus vermehrt Möglichkeiten für Individualisierung und Vielfalt im Hausbau, und die Grenzen zwischen einem Fertighaus, einem Typenhaus, einem Systemhaus und einem Architektenhaus werden so immer fliessender.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling