Archiv für die ‘Energieberatung’ Kategorie

Wärmepumpen Boiler

12. Juni 2009

Elektroboiler sind, abgesehen von der Elektroheizung, die grössten Stromfresser im Haushalt. Aber es gibt eine Alternative, welche mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs einspart: den Wärmepumpenboiler. Dieser verheizt den wertvollen Strom nicht einfach eins zu eins wie der Elektroboiler (Widerstandsheizung), sondern erreicht mit dem Antrieb einer Klein-Wärmepumpe einen rund dreimal höheren Wärmegewinn. Wärmepumpenboiler kosten mehr als gewöhnliche Elektroboiler, die Mehrkosten zahlen sich aber über die Lebensdauer durch Stromkosteneinsparungen zurück. Für einen Wärmepumpenboiler benötigen Sie keine 400 V Elektroinstallation; eine mit 10 A abgesicherte Steckdose genügt.

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Ein Rechenbeispiel über die Anschaffungs- und Unterhaltskosten auf www.topten.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Der Ständerat will Solarenergie stärker fördern

11. Juni 2009

Der Ständerat will Solarenergie zur Warmwasseraufbereitung stärker fördern. Mit 20 gegen 13 Stimmen befürwortete er am Donnerstag eine Motion, welche eine Milliarde Franken für die Förderung von Sonnenkollektoren verlangt. Der bis 2012 befristete Fonds soll zu zwei Dritteln vom Bund und zu einem Drittel durch die Stromwirtschaft gespiesen werden. Wer in eine thermische Solaranlage investieren will, soll mit 20 Prozent Investitionsbeiträgen unterstüzt werden. Die Motionärin Simonetta Sommaruga (SP/BE) verspricht sich von dem Fonds eine tüchtige Konjunkturspritze. Profitieren sollen insbesondere die Metallbauer, die in diesem Geschäft stark sind. Angesichts des grossen Nachholbedarfs der Schweiz, glaubt sie auch daran, dass der Fonds in der kurzen Laufzeit ausgeschöpft wird.

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Für Gegner nicht umsetzbar
Für die Gegner des Vorstosses, darunter der Bundesrat, schiesst Sommaruga über das Ziel hinaus. Mit einer Milliarde Franken werde ein Bauvolumen ausgelöst, das die Solarbranche nicht verdauen könne. Mit einer Milliarde Franken können nach heutigen Preisen 2,5 bis 4,5 Millionen Quadratmeter thermischer Solaranlagen gebaut werden. Nach dem Konzept der Motion wären dies bis 2012 pro Jahr 0,8 bis 1,5 Millionen Quadratmeter. Mit einem jährlichen Bauvolumen von derzeit 100 000 Quadratmetern wäre die Branche damit überfordert, meinten die Gegner.

Bereits heute werde die Solarthermie durch zahlreiche Förderprogramme unterstützt. Fraglich sei zudem, woher der Bund das Geld nehmen solle. Ungeklärt sei auch die Frage, auf welcher gesetzlichen Grundlage die Stromwirtschaft zu den Beiträgen verpflichtet werden könne, sagte Pankraz Freitag (FDP/GL), der auch Verwaltungsrat der Axpo ist.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Solarzellen produzieren Abwärme

10. Juni 2009

Solarzellen produzieren vor allem eines: jede Menge Abwärme. Eine neue Studie zeigt, wie man diese nutzt und dabei erst noch mehr Strom gewinnt.

Auch Solaranlagen machen in der Sommerhitze schlapp. Bei der Stromgewinnung heizt die Sonne die Zellen auf. Dabei sinkt ihre Effizienz und als Folge liefern sie weniger Energie. Doch das muss nicht sein. Eine Studie von Agroscope Reckenholz-Tänikon ART zeigt, dass mit einer einfachen Luftkühlung bis zu sechs Prozent mehr Strom gewonnen werden kann. Die anfallende Abwärme lässt sich zum Beispiel für die Nachtrocknung von Heu nutzen.

In einer Pilotanlage bauten die Forschenden von ART mehrere Solarzellen auf einen Luftkanal aus Holz. Der Luftstrom kühlte die Zellen bis zu 15 Grad ab. Da sich bei tieferen Temperaturen der elektrische Wirkungsgrad erhöht, lieferten sie so bis zu sechs Prozent mehr Strom. ,Das scheint zwar wenig, erhöht die Eigenkapitalrendite jedoch erheblich”, sagt Ludo Van Caenegem, Leiter des Projekts.

Dach als Luftkanal
Wo Solarzellen als Dachersatz auf einem Stall installiert sind, kann der Raum zwischen Solarpaneelen und Unterdach als Luftkanal genutzt werden. Die Abwärme, die so gewonnen werden kann, macht bis zu vier Kilowattstunden pro Quadratmeter und Tag aus. Eine Ressource, die landwirtschaftliche Betriebe beispielsweise für die Trocknung von Futtermitteln oder Holzschnitzeln nutzen können.

Auch bei Einfamilienhäusern ist eine kombinierte Nutzung von Strom und Wärme bei integrierten Photovoltaikanlagen denkbar.
Werden Solarpaneele nicht integriert, sondern auf dem Dach montiert, ist eine natürliche Kühlung der Paneelunterseite durch Wind nur möglich, wenn zwischen Dach und Paneelen ein Abstand von mindestens 10 Zentimetern vorhanden ist. Eine Senkung der Solarzelltemperatur um ein Grad Celsius bewirkt eine Zunahme der Stromproduktion um 0,4 Prozent.

Den ganzen Bericht auf der Seite des Bundes

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Minergie Komfortlüftung – Betrieb, Abnahmeprotokoll

3. Juni 2009

Betrieb, Unterhalt und Kosten

In der Regel laufen kontrollierte Lüftungssysteme während der Heizsaison. Die Intensität der Lüftung kann mit einem 3-Stufen-Schalter reguliert und damit den jeweiligen Bedürfnissen im Haus angepasst werden: Stufe 1 „leicht“ für Abwesenheit, Stufe 2 „Normal“ für Anwesenheit und Stufe 3 „Intensiv“, wenn man kocht, viele Gäste anwesend sind oder geraucht wird. Klappen im Luftverteilungssystem machen es möglich, selten benutzte Räume zu- oder abzuschalten.

Wichtig! Die Lüftungsanlage muss im laufenden Betrieb regelmässig gewartet und gereinigt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Zuluft verschmutzt und damit die Luftqualität deutlich gemindert wird. Ist die kontrollierte Wohnungslüftung einmal installiert, kann und sollte auf das bisherige Lüftungs verhalten während der Heizsaison verzichtet werden. Stosslüften ist in der Regel nicht mehr notwendig und vor allem: kein Dauerlüften bei gekippten Fenstern mehr. Umfragen unter Benutzern zeigen, dass das Raumklima und dadurch der Wohnkomfort sich spürbar verbesserten. Bei Renovation oder Umbau sollte daher die Option einer kontrollierten Wohnungslüftung unbedingt geprüft werden.

Eine grobe Faustregel beziffert die Mehrkosten einer nachträglich eingebauten Komfortlüftung auf 10’000 Franken pro Wohnung in einem Mehrfamilienhaus sowie auf 15’000 bis 25’000 Franken in einem Einfamilienhaus. Auf den ersten Blick refinanziert sich die Investition bei heutigen Kosten nicht vollständig über die tieferen Wärmekosten. Die Netto-Mehrkosten belaufen sich auf 4 bis 7 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Für eine 100 m2 grosse Wohnung heisst das rund 50 Franken pro Monat mehr, für ein Einfamilienhaus 75 Franken pro Monat.

Neben den direkt eingesparten Energiekosten müssen jedoch auch die sogenannten indirekten Nutzen mit in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einbezogen werden: mehr Behaglichkeit und Wohnkomfort, bessere Luftqualität und gesundes Raumklima, Lärmschutz sowie mehr Sicherheit und nicht zuletzt die damit verbundene Wertsteigerung des Hauses sowie bei einem Mehrfamilienhaus höhere Mieteinnahmen.

Das Bundesamt für Energie hält auf seiner Website einige interessante Infos zum Thema bereit:

Gesundes Raumklima ohne Energieverlust

Abnahmeprotokoll für Komfortlüftungen

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Energie Gebäudestandards

30. Mai 2009

Zurzeit gibt es im Gebäudebereich vier anerkannte, energierelevante Standards und Empfehlungen:

SIA 380/1: Die Norm SIA 380/1(2009) vom Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein SIA bezweckt einen massvollen und wirtschaftlichen Einsatz von Energie für Raumheizung und Wassererwärmung. Der Verbrauch nicht erneuerbarer Energie in Gebäuden, die nach dieser Norm erstellt werden beträgt rund 48 kWh pro m2 und Jahr.

SIA 380/4: Die Norm SIA 380/4 (2006) hat den rationellen Einsatz von Elektrizität in Bauten und Anlagen zum Ziel und will als Planungshilfe dazu beitragen, den Elektrizitätsverbrauch von Neu- und Umbauten zu optimieren.

MINERGIE-Standard: Der MINERGIE-Standard basiert auf einer gut gedämmten Gebäudehülle; die Wärmedämmung liegt bei rund 20 cm. Dazu muss eine gute Luftdichtigkeit des Gebäudes gewährleistet sein, Wärmebrücken vermieden werden und das Gebäude muss mit einer Komfortlüftung, idealerweise mit Wärmerückgewinnung, ausgestattet sein.Ein MINERGIE-Neubau verbraucht maximal 38 kWh pro m2 und Jahr.

MINERGIE-P Standard:  Auch beim Minergie-P Standard, der auf dem internationalen Passivhausstandard aufbaut, stehen die Wärmedämmung (25 bis 35 cm), die wärmebrückenfreie Bauweise und die luftdichte Gebäudehülle im Zentrum. Minergie-P Gebäude weisen zudem einen so tiefen Heizenergiebedarf auf, dass dieser alleine durch die kontrollierte Lufterneuerung (Komfortlüftung) gedeckt werden kann. Ein nach dem MINERGIE-P-Standard gebautes Wohngebäude braucht maximal 30 kWh pro m2 und Jahr.

Die beiden Standard MINERGIE sowie MINERGIE-P zeichnen sich neben ihrem tiefen Energieverbrauch durch hohen Wohnkomfort aus und haben klar definierte, überprüfbare Anforderungen. Die Mehrinvestitionen gegenüber herkömmlichen Gebäuden sind mit durchschnittlich 6% (MINERGIE) bzw. 10-20% (MINERGIE-P) vergleichsweise gering. Beide Standards werden von allen Kantonen und vom Bund unterstützt.

Bericht vom BFE.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Wärmepumpen Informationen vom BFE

27. Mai 2009

Das Bundesamt für Energie hält auf seiner Webseite einiges an Lesenswerten zum Thema Wärmepumpen bereit.

In der Umgebungsluft, im Erdreich, im Grundwasser sowie im See- und Flusswasser wird die täglich anfallende Sonnenenergie absorbiert, gespeichert und bei direkter Nutzung ständig erneuert. Das Erdreich bis 300 Meter unter uns wird auch durch den vom Erdinneren kommenden Wärmefluss ohne Unterbruch erwärmt. Diese enorme Energie liegt aber auf einem relativ tiefem Temperaturniveau vor. Ihre effiziente Nutzung auf brauchbarem Temperaturniveau zu Heizzwecken und weiteren Anwendungen ist ausschliesslich mit Wärmepumpen möglich. Das BFE-Forschungsprogramm Wärmepumpen, Wärme-Kraft-Kopplung, Kälte will dazu beitragen, in Zukunft noch einen wesentlich höheren Anteil der Wärmepumpen zu nutzen. Erfahren Sie auf den folgenden Seiten mehr dazu.

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Weitere Infos unter www.waermepumpe.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Gebäudeenergieausweis Übersicht

19. Mai 2009

Der Schweizerische Hauseigentümerverband hält auf seiner Webseite eine Übersichtlich Grafik zu den aktuellen Angeboten auf dem Markz bereit.

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Link zur Graphik.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Erdsonden Qualität nicht immer einwandfrei

19. Mai 2009

Längst nicht alle Erdsonden werden in der Qualität eingebaut, die ein Besteller erwarten kann. Durch den unsachgemässen Einbau erreichen diese nicht die zu erwartende Leistung.

Genaue Zahlen darüber liegen nicht vor. Der Bedarf an Erdsondenbohrungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Nicht immer hat die Ausführungsqualität dabei Schritt halten können. Die Bohrungen erreichen nicht die vorgegebene Bohrtiefe oder die Sonden werden nicht ausreichend hinterfüllt womit ein isolierendes Luftpolster um die Leitungen entstehen kann.

Einzelne Kantone lassen aus diesem Grunde Stichkontrolle der Ausführungsqualität machen. Die Firma Geowatt macht zum Beispiel für den Kanton Zürich 2-3 Kontrollmessungen pro Jahr an ausgeführten Erdsonden.

Die Fördergemeinschaft Wärmepumpen fws vergibt auf ihrer Webseite www.fws.ch Gütesiegel für Bohrfirmen ab, die ein Anhaltspunkt für die Qualität sein können. Gemäss Aussage eines Branchenkenners sind diese Angaben aber nicht im Bezug auf alle Firmen mit einem Gütesiegel wirklich verlässlich.

Die Qualität der Erdsonden kann geprüft.

  • Bohrloch noch offen NIMO-T Messung für Fr. 3‘000.- möglich, detaillierte Nachweis möglich.
  • Temperaturmessung wenn Anlage fertig ist ca. Fr. 3‘000.-, kann aber nur Grobfahrlässigkeiten feststellen.
  • Thermoresponsetest ca. Fr. 15‘000.- für Prüfung der Hinterfüllung um die Sonden.

Detaillierte Infos finden sich im PDF, welches unter nachfolgendem Link erreicht werden kann.

Aus Sicht der Qualitätssicherung ist es sicherlich ratsam im Werkvertrag mit der Bohrfirma festzuhalten, dass man sich eine Qualitätsmessung vorbehält.
Qualitätsmessungen bietet zum Beispiel die Firma www.geowatt.ch an.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

EnergiePraxis-Bulletin

15. Mai 2009

Das jeweils vier bis acht Seiten umfassende EnergiePraxis-Bulletin erscheint halbjährlich und wird gemeinsam mit den Energiefachstellen der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein herausgegeben. Die kompletten EnergiePraxis-Bulletins liegen als PDF-Dateien vor und können heruntergeladen werden.

In knapper Form werden im allgemeinen Teil Resultate und Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung sowie statistischen Erhebungen, aber auch neue Konzepte, Erkenntnisse, Meinungen und Trends dargestellt. Unter der Rubrik “News der Kantone” werden Veranstaltungshinweise und Änderungen des geltenden Rechts, Organisatorisches, die Vollzugspraxis sowie Arbeits- und Bewertungshilfen angegeben.

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Link zu den sehr informativen Bulletins.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Vollzugshilfen der Kantone

14. Mai 2009

Die Vollzugshilfen geben einfach verständlich einen Überblick über die energierechtlichen Anforderungen.

Die Kantone haben eine gemeinsame energiepolitische Strategie entwickelt. Ein zentraler Punkt ist die Harmonisierung der kantonalen energierechtlichen Anforderungen. In diesem Zusammenhang sind die “Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich” (MuKEn) erarbeitet worden. Die Umsetzung der Mustervorschriften erfolgt durch die einzelnen Kantone. Um den Vollzug der Vorschriften zu vereinheitlichen, sind die vorliegenden Vollzugshilfen geschaffen worden.

Die Vollzugshilfen gewährleisten einerseits ein grosses Mass an Rechtsgleichheit und ermöglichen andererseits im Einzelfall flexible und angepasste Lösungen. Berücksichtigen die Vollzugsbehörden und die Bau- und Haustechnikfachleute  diese Vollzugshilfen, so können sie davon ausgehen, dass sie die baurelevanten Aspekte des eidgenössischen und kantonalen Energierechts rechtskonform vollziehen. Andere Lösungen sind nicht ausgeschlossen, es muss jedoch nachgewiesen werden, dass sie rechtskonform sind.

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Link zur Webseite mit den Vollzugshilfen www.edkn.ch

Publiziert von: Othmar Helbling