Archiv für die ‘Immomarkt’ Kategorie

Keine Immobilienblase im Wirtschaftsraum Zürich

29. November 2011

 
Migration wird die Nachfrage auf dem Wohnmarkt weiter stützen 
 
Viele Marktbeobachter und –teilnehmer sprechen heute von einer Immobilienblase im Grossraum Zürich. Die fundamentalen Daten und aktuelle Marktbeobachtungen stützen diese Befürchtung jedoch nicht. Dies zeigt die CSL Immobilien AG in ihrem erstmals publizierten Wohnmarktbericht. Für 2012 erwartet sie im Durchschnitt für Wohneigentum und Mietwohnungen seitwärts tendierende Preise. In den Zentren dürfte ein solider Nachfragedruck
aus positiven Migrationssaldi die Preise weiter steigen lassen.
 
Jährlich werden im Wirtschaftsraum Zürich zwischen 10’000 und 14’000 Wohnungen gebaut – zu wenig angesichts der rund 30’000 Einwohner, die jedes Jahr neu hinzukommen. Dieser Nachfrageüberhang sorgt für steigende Kauf- und Mietpreise. Im Markt für Wohneigentum sind die Preise seit 2004 im Wirtschaftsraum Zürich um 26% gestiegen, 2010 und auch 2011 sogar schneller als zuvor. Allerdings gibt es dabei deutliche regionale Unterschiede: Je zentraler die
Lage, desto höher die Nachfrage. Während die Preise in den Städten steigen – zum Beispiel in Zürich beim Wohneigentum seit 2004 um rund 50% –  war in den ländlichen Regionen eine leichte Preisentlastung spürbar. 2012 wird die schleppende Konjunktur bei den Miet- und Kaufpreisen zu einer Seitwärtsbewegung führen, mit Ausnahme von Objekten an zentralen Lagen. Mittelfristig wird der Aufwärtstrend jedoch allgemein weitergehen.
 
Zentrumseffekt lässt Preise steigen
Obwohl viele Immobilienunternehmen und andere Marktakteure den Wohnmarkt im Kanton Zürich heute als überbewertet bezeichnen, kann nicht von einer Immobilienblase gesprochen werden. Wo die Preise gestiegen sind – in den zentralen Gebieten und im ersten Agglomerationsgürtel – wirkt der unter anderem von ausländischen Migranten gestützte Zentrumseffekt. Ein klares Argument gegen eine Blasenentwicklung ist die Tatsache, dass sich die Preise im zweiten Agglomerationsgürtel deutlich verhaltener entwickelt haben. 
 
Die Preise in den Zentrumsgebieten sind durch eine solide und hohe Nachfrage gestützt, die aller Voraussicht nach anhalten wird. Dafür spricht beispielsweise die Tatsache, dass die Nettoeinwanderung in die Schweiz in der ersten Jahreshälfte 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen ist, trotz Finanz- und Wirtschaftskrise. Wenn die Probleme der Eurozone anhalten sollten, wird die Schweiz als Insel mit Lebensqualität, Sicherheit, stabilen Institutionen, tiefer Staatsverschuldung, moderater Besteuerung und wirtschaftlichem Knowhow noch attraktiver
werden. Auch die Hypothekarzinsen werden tief bleiben und weitere Investitionen in den Wohnungsbau ermöglichen. 
 
Veränderte Qualifikationsstruktur der Zuwanderer
Um den Einfluss der Migranten auf den Wohnmarkt im Wirtschaftsraum Zürich zu bestimmen, ist ein Blick auf ihre Qualifikationsstruktur und ihre Herkunft wertvoll. Fast die Hälfte der ausländischen Zuzüger verfügt heute über einen Hochschulabschluss und eine entsprechend hohe Kaufkraft. Jeder dritte ausländische Wohnungssuchende im Wirtschaftsraum Zürich kommt ursprünglich aus Deutschland. Sieben von zehn ausländischen Personen, welche die Wohnung wechseln, stammen aus der EU. Zuzüger aus dem Ausland in den Wirtschaftsraum Zürich kommen meist alleine, was den Bedarf an Wohnraum weiter erhöht. 
  
Gentrifizierung nimmt zu
Bemerkenswert ist, dass knapp 90% der zuziehenden Ausländer zuerst einmal eine Wohnung mieten.
Dabei bevorzugen sie zentrale Gebiete und erhöhen dort zusammen mit kaufkräftigen Schweizern den Nachfragedruck. Im Grossraum Zürich ist dieser aus vielen Grossstädten bekannte Gentrifizierungsprozess als Seefeldisierung bekannt – wobei auch Quartiere wie Wiedikon und Wollishofen betroffen sind. Dieser Prozess ist einer der Gründe für die zunehmende Sanierung von Altbauten. Deren bauliche Aufwertung und die damit verbundenen höheren Preise führen dazu, dass Gruppen mit niedrigeren Einkommen in die Agglomeration verdrängt werden. 
 
Um den Wohnmarkt langfristig im Lot zu halten, bleiben der Politik zwei Wege: Einerseits müssen die knappen Ressourcen Boden und Infrastruktur besser genutzt werden – unter anderem durch verdichtetes Bauen. Anderseits muss die knappe Ressource Boden erweitert werden, indem etwa Industrie- und Gewerbezonen zu Wohnzonen umgezont werden.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Ein Drittel mehr Wohneigentum in zehn Jahren

7. September 2011

In grösseren Schweizer Städten liegt der Anteil der Wohneigentümer weit unter dem schweizerischen Durchschnitt von circa 40 Prozent. Trotzdem gibt es auch dort eine Bewegung zu mehr Wohneigentum. Dies zeigen neuste Erhebungen der Stadt Zürich: Der Anteil der Eigentumswohnungen ist von 2000 bis 2010 von 5,9 Prozent auf 7,9 Prozent oder um gut ein Drittel angestiegen.
  
Immer mehr Menschen erfüllen sich den Traum von den eigenen vier Wänden. Dies zeigt auch die Erhebung der Stadt Zürich, die sich auf das städtische Gebäude- und Wohnungsregister Zürich stützt: Das vorläufig noch extrem günstige Zinsumfeld, der gestiegene Wohlstand sind die materielle Grundlage für diese Entwicklung. Wer über das nötige Eigenkapital verfügt fährt als Eigentümer günstiger als in Miete. Die Möglichkeit die eigene Wohnung mitgestalten zu können, spricht zusätzlich für das Wohneigentum.
 
Alleine im Jahr 2010 gehörten 37 % der erstellten Wohnungen zur Kategorie Stockwerkeigentum. Dabei ist der Anteil an Wohnungen mit vier Zimmern mit 28,5% gegenüber 20,6% beim Nicht-Wohneigentum markant höher. Und Wohnungen mit fünf und mehr Zimmern weisen einen Anteil von 16,5% auf gegenüber 8,1% bei den Mietwohnungen. Aus der Statistik geht hervor, dass die durchschnittliche Zimmergrösse bei Eigentumsobjekten 2,6 m/2 grösser ist als bei Mietobjekten. Im Stockwerkeigentum sind 6-Zimmer-Wohnungen durchschnittlich 18,7 m/2 und Mietwohnungen 15,2 m/2 grösser sind als als beim Nicht-Stockwerkeigentum. Der deutliche Zuwachs des Wohneigentums in der Stadt Zürich entsteht gemäss der GWZ-Studie nicht nur durch die Neubautätigkeit, sondern auch durch Umwandlung von Mietobjekten.
 
Deutsche, Italiener und Briten
Mit zunehmendem Alter und verbesserter Vermögenssituation, wozu auch die 2. Säule gehört, wird der Erwerb von Wohneigentum immer mehr eine Option. So ist der Anteil von im Stockwerkeigentum lebenden Personen zwischen 20 und 39 Jahren tiefer als etwa bei der Gruppe der 40 bis 44-jährigen, bei der fast jede zehnte Person im Stockwerkeigenturm wohnt.
 
Von den über 29’000 Wohneigentümern der Stadt Zürich sind 26,1% Ausländer gegenüber 30,8% beim Nicht-Wohneigentum. Die höchsten Anteile an Wohneigentum unter den Ausländern haben die Deutschen mit 30,3%, die Italiener mit über 10% und die Briten mit 5%.

Quelle: www.baublatt.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Wen freuen höhere Hauspreise?

9. Januar 2011

Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass steigende Häuserpreise für Eigenheimbesitzer von Vorteil sind. Dies ist allerdings nicht immer der Fall. Über steigende Immobilienpreise freuen sich zwar Eigenheimbesitzer, deren Kinder das Elternhaus längst verlassen haben, die ihr Einfamilienhaus verkaufen und in eine kleinere Wohnung einziehen. Sind die Immobilienpreise seit dem ursprünglichen Kauf des Einfamilienhauses gestiegen, werden die Eigentümer tatsächlich in der Lage sein, von der Preissteigerung zu profitieren. Unter allen Eigenheimbesitzern stellen diese Haushalte jedoch die Ausnahme dar. Die meisten Haushalte haben keinen Anlass, ihren Wohnkonsum zu ändern, da er ihrem Bedarf entspricht. Auch wenn sie vielleicht aus beruflichen Gründen umziehen und ihr Haus verkaufen, werden sie am neuen Wohnort nach einem ähnlichen Objekt Ausschau halten. Steigende Häuserpreise stellen sie in dieser Situation nicht besser, da dem höheren Verkaufspreis ein ebenfalls gestiegener Kaufpreis gegenübersteht.

Jüngere Haushalte werden von einem Preisanstieg hingegen klar benachteiligt. Spätestens bei der Geburt des ersten Kindes werden sie ihren Wohnkonsum erhöhen wollen. Wenn sie bereits im Besitz einer kleineren Eigentumswohnung sind – was in der Schweiz die Ausnahme ist –, werden sie die Wohnung gegen ein grösseres Objekt tauschen wollen. Sind in der Zwischenzeit die Preise gestiegen, werden sie tiefer in die Tasche greifen müssen. Für die jungen Mieter sieht die Rechnung noch schlechter aus. Da sie am Preisanstieg gar nicht partizipieren, werden sie beim Kauf eines Eigenheimes noch stärker betroffen. Für sie gibt es wirklich keinen Anlass zur Freude. Der Preisanstieg wird sie auch dann treffen, wenn sie Mieter bleiben. Der Preis eines Hauses ist nichts anderes als die Summe der erwarteten, auf heute abdiskontierten künftigen Mieterträge. Steigen die Wohnungspreise, so müssen – bei gleichem Zins – die erwarteten Mieten gestiegen sein.

Summiert man die Freude der einen (ältere Haushalte, Vermieter), die Leiden der anderen (jüngere Haushalte) und die Gleichgültigkeit der Mehrheit (jene, die keine Änderung des Wohnkonsums beabsichtigen), wird deutlich, dass steigende Eigenheimpreise das Vermögen der Volkswirtschaft als Ganzes nicht erhöhen. Preissteigerungen führen jedoch sehr wohl zu einer Umverteilung des Vermögens zwischen den verschiedenen Gruppen.

Der erwähnte Mechanismus spielt auch in der anderen Richtung. Fallende Immobilienpreise lassen das Nettovermögen des durchschnittlichen Haushaltes weitgehend unverändert. Man würde also erwarten, dass die Eigenheimbesitzer ihren Konsum nicht einschränken. Im Jargon der Ökonomen ausgedrückt, sollte der Vermögenseffekt sinkender Immobilienpreise gering ausfallen. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Die jüngsten Verwerfungen auf den Immobilienmärkten in Amerika und Europa bieten ein Experiment in voller Lebensgrösse. Neuere Studien zeigen, dass der Vermögenseffekt tatsächlich gering ist. So hat man beobachtet, dass Mieter und Eigentümer gleich stark auf Veränderungen der Immobilienpreise reagieren. Dies widerspricht der These eines starken Vermögenseffektes. Wenn die Eigentümer sich ärmer fühlten, würden sie ihren Wohnkonsum stärker als die Mieter einschränken.

Es ist also zu vermuten, dass fallende Immobilienpreise sowohl von den Mietern als auch von den Eigenheimbesitzern als Indikator für eine schlechte Konjunktur interpretiert werden. Das hat nichts mit dem Vermögenseffekt zu tun. Die Wirkung der Eigenheimpreise auf das Wohlbefinden der Eigentümer – und damit auf ihr Verhalten – ist somit subtiler als gemeinhin angenommen.

Quelle www.nzz.ch.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Vorsicht vor überhöhten Immobilienpreisen

9. März 2010

Die Immobilienpreise liegen in manchen Schweizer Regionen auf Rekordniveau. Deshalb ist es wichtig, den Preis von Liegenschaften richtig einzuschätzen.

Die Welt der eidgenössischen Wohneigentumskäufer könnte so schön sein. Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind weiterhin rekordtief. Fünfjährige Festhypotheken gibt es derzeit zu Zinsen ab 2,1%, zehnjährige ab 3%. Libor-Hypotheken, die sich an den Sätzen am Geldmarkt orientieren, sind sogar zu unter 1% erhältlich. Die Finanzierung von Wohneigentum kostet also so wenig wie nie zuvor. Dumm nur, dass die Preise für Wohneigentum in vielen Regionen der Schweiz gleichzeitig auf historische Höchststände gestiegen sind. Gerade in Wirtschaftszentren wie Zürich oder Genf ist das Immobilienangebot sehr spärlich im Vergleich mit der starken Nachfrage. Letztere ist unter anderem eine Folge der Zuwanderung von gut ausgebildeten Arbeitskräften in die Schweiz. Bei vielen Wohneigentumskäufern dürften auch Inflationsängste eine Rolle spielen – Immobilien gelten als stabile Anlage.

Preise oft als Zufallsprodukte
Laut Adrian Wenger vom Finanzdienstleister VZ Vermögenszentrum hat die Situation beispielsweise im Raum Zürich dazu geführt, dass die Preise immer mehr Produkte des Zufalls werden. Ein Blick in führende Internet-Hypothekenbörsen wie Homegate oder Immobilienscout 24 bestätigt dies. Die Preise für Eigentumswohnungen sind teilweise sehr hoch – so wird eine Drei-Zimmer-Wohnung mit einer Fläche von 67 Quadratmetern und Baujahr 1942 in mittelprächtiger Wohnlage in Zürich für 510 000 Fr. angeboten. Trotz solchen Preisen gibt es im Allgemeinen mehrere Kaufinteressenten, die sich in der Folge einem Bieterwettbewerb stellen müssen, um die Immobilie zu kaufen. Dies birgt die Gefahr, dass ein Käufer am Ende deutlich zu viel bezahlt. Für Interessenten ist es daher wichtig, die Immobilienpreise genau zu prüfen.

Um sich mit dem Liegenschaftskauf nicht unglücklich zu machen, rät VZ-Experte Wenger dazu, bei der Suche eine genaue Linie für das Vorgehen zu definieren. Generell sollte man aus seiner Sicht keine Immobilien kaufen, die grossen Wertschwankungen unterliegen könnten. Die Lage ist dabei das Wichtigste – dabei zählen unter anderem der Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel, der Ruf der Gegend oder Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Zudem sollten Käufer darauf achten, ob sie das Objekt gegebenenfalls zu einem ähnlich hohen Preis wieder verkaufen könnten. Bei Bieterwettbewerben rät Wenger dazu, im Vorhinein für sich einen Preis festzulegen, eine Offerte einzureichen und sich dann im Bietprozess eher zurückzuhalten. Bei Bieterwettbewerben gibt es laut Beobachtern oft «Spielchen» der Anbieter mit nicht existenten Personen, die angeblich noch höhere Preise für die Immobilie zahlen wollen. Dies geschieht, um den Preis noch weiter nach oben zu treiben.

Am Markt ist zu hören, dass viele Wohnungen etwa in Zürich nur gegen Zahlung eines Handgelds an den jeweiligen Anbieter oder Immobilienmakler verkauft werden. Bei begehrten Liegenschaften kommt es anscheinend häufig vor, dass zusätzlich zum im Vertrag festgelegten Kaufpreis eine hohe Summe an Bargeld verlangt wird, die anschliessend nicht versteuert wird.

Verschiedene Schätzungsarten
Um den Preis einer Immobilie richtig einzuschätzen, gibt es mehrere Methoden. Kaufinteressenten sollten zunächst eine gewisse Geduld mitbringen, die Preise von Immobilien vergleichen und ein Gefühl für diese entwickeln. Eine erste Hilfe bei der Einschätzung von Immobilienpreisen sind Internet-Rechner – beispielsweise von dem Onlinedienst Comparis –, die den Wert von Wohnungen und Häusern in bestimmten Gegenden einschätzen. Comparis bewertet zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis von Wohnobjekten, die in den gängigen Immobilienbörsen angeboten werden. Der Vergleichsdienst ermittelt dabei Richtpreise, die dem durchschnittlichen Preis für vergleichbare Objekte mit derselben Postleitzahl entsprechen.

Auch Immobilienfachleute in Banken können bei der Preis-Einschätzung oft helfen. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen professionellen Immobilienschätzer zu engagieren. Je nach Grösse des Objekts beträgt dessen Honorar aber 1000 Fr. bis 2000 Fr. Günstiger als diese klassische Methode der Immobilienschätzung ist die hedonische Methode, die zwischen 300 Fr. und 500 Fr. kostet. Dabei werden einzelne Kriterien bewertet, die beim Kauf einer Liegenschaft wichtig sind. Die Angaben zu der Immobilie werden mit denen von Tausenden anderen verglichen, die in jüngster Vergangenheit den Eigentümer gewechselt haben.

Quelle www.nzz.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Traumhäuser zum Anfassen an der Home Expo Suhr

26. Januar 2010

Die Fertigbau-Branche boomt. Zwar hält Deutschland in Europa nach wie vor die Spitzenposition, aber auch hierzulande ist der Markt stetig im Wachstum begriffen. Seit den 90er Jahren ist der Anteil an Fertighäusern in der Schweiz von 5 auf derzeit rund 20 Prozent gestiegen. Und dieser Trend soll weiter anhalten, sind sich Branchenkenner einig. Mit der Home Expo entsteht nun in Suhr im Kanton Aargau die erste Schweizer Musterhausausstellung. Realisiert wird das Projekt von der Firma Home Expo Suhr GmbH. In direkter Nachbarschaft zum Möbelhaus Pfister sowie einem Bau- und Gartencenters wird das Projekt zur landesweit ersten Adresse für Bauen, Wohnen und Einrichten. Die Home Expo Suhr GmbH ist ein Tochterunternehmen der Ausstellungsgesellschaft Eigenheim & Garten mit Sitz in Fellbach bei Stuttgart. Diese hat vor 35 Jahren Deutschlands erste Dauer-Messe für zeitgenössisches Bauen und Wohnen eröffnet und darf sich mittlerweile als Marktleader für Musterhausausstellungen betiteln.

Fokussierung auf Holz

Auch die 18 derzeitigen Aussteller stammen vorwiegend aus unserem nördlichen Nachbarland. Eine Besonderheit der Home Expo ist es, dass ausschliesslich Häuser in Holzbauweise ausgestellt werden. Der Werkstoff hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen, die hohe Energieeffizienz des Holzbaus wird gar als einer der Hauptgründe für den Zuwachs an Schweizer Bauherren angesehen. Dabei sind es sowohl ökologische als auch ökonomische Gründe, die für den Bau eines Holzhauses sprechen. Mit dieser Ausrichtung beschreitet die Home Expo Suhr den Weg eines zukunftsgerichteten und energiesparenden Bauens. Wer mehr über das Thema wissen möchte, kann sich direkt vor Ort schlau machen: Zahlreiche namhafte Schweizer Unternehmen aus dem Bau- und Baunebengewerbe präsentieren in stimmungsvoller Atmosphäre ihre Produkte und bieten im Infocenter Dienstleistungen und umfassende Informationen an. So erfahren angehende Bauherren alles Wissenswerte über ökologisches Bauen, Hausplanung, Architektur, Finanzierung, Einrichtung und Energie sparen.

Entspannende Atmosphäre

Wem anschliessend nach etwas Entspannung zumute ist, kann sich in den Lesebereich oder die Terrasse des Infocenters zurückziehen und bei Kaffee und Snacks in Ruhe über das Gesehene reflektieren. Wer sich weiter inspirieren lassen möchte, dem stehen die ausliegenden Zeitschriften mit zahlreichen Anregungen und Ideen zur Verfügung. Und auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz: Ein Spielplatz im Aussenbereich lässt Kinderherzen höher schlagen.
Das Einzugsgebiet der Dauer-Ausstellung Home Expo umfasst die ganze Deutschschweiz. Das rund 7300 Quadratmeter grosse Ausstellungsgelände befindet sich an gut positionierter Lage auf dem Möbel Pfister-Areal. Der Standort Suhr verfügt über eine hervorragende Infrastruktur im sogenannten Schweizer Mittelland und ist sowohl mit dem PKW als auch mit der Bahn bequem zu erreichen. Jeweils lediglich 30 bis 45 Auto-Minuten entfernt befinden sich die Grosszentren Basel, Bern, Luzern und Zürich. Am Donnerstag, dem 25. Oktober 2007, öffnet die Home Expo in Suhr ihre Türen. Von 10.00 bis 18.00 sind alle herzlich eingeladen, sich ein erstes Mal auf der Ausstellung mit Messecharakter umzusehen. Begleitet wird der Eröffnungstag mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Der Eintritt ist frei. Wer sich im Vornherein informieren möchte, findet auf www.homeexpo.ch alles Wissenswerte.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Den richtigen Systemhaus-Anbieter finden

11. Januar 2010

Wir möchten ein Haus bauen und sind auf der Suche nach einem Fertig- oder Systembau.  Wie aber finden wir uns im heutigen Angebotsdschungel der Hersteller zurecht? I. Z. aus S.

Die Anzahl von Firmen, die in der Schweiz Ein- und Doppeleinfamilienhäuser anbieten, ist in den letzten Jahren beträchtlich angestiegen. Damit verbunden ist ein Anstieg der Unübersichtlichkeit der verschiedenen Angebote. Mit blumigen Worten werden die einfachsten und selbstverständlichsten Details der Baubeschreibung so präsentiert, dass man als Leser das Gefühl erhält, dass es hier um höchste Qualität geht. Lassen Sie sich nicht von solchen werbetechnisch formulierten Aussagen verunsichern und behalten Sie die Fakten im Auge.
Von verschiedenen Seiten wird man darauf aufmerksam gemacht, dass man sich von Fachleuten beraten lassen solle. Ob diese Ihnen aber die Entscheidung abnehmen können bezweifle ich stark. Schliesslich sind nur Sie alleine für den richtigen Entscheid verantwortlich. Mit der Beachtung der folgenden Punkte entlasten Sie sich und Ihre Familie von der Last der Unsicherheit.

Die Grundlagen
Bevor Sie sich mit dem Vergleich von Angeboten befassen, müssen Sie sich über die eigenen Wünsche und Erwartungen klar werden. Bevor Sie sich mit einem Anbieter über einen Hauskauf unterhalten, entscheiden Sie, wie gross das Haus (Anzahl Räume) sein muss, welche unabdingbaren Ausstattungswünsche Sie haben und zu welchem Budget, inkl. Bauland, Nebenkosten, Umgebung usw., Sie das Ganze realisieren wollen. Genau so wichtig ist es, dass Sie allen Anbietern die gleiche oder zumindest eine sehr vergleichbare Aufgabe geben. Anbieter, die nicht fähig oder nicht dazu bereit sind, Ihnen ausführliche und exakt berechnete Grundlagen zur Prüfung vorzulegen, lassen Sie am besten aussen vor. Wenn Ihnen ein Anbieter nur ein Blatt Papier mit einigen «geschätzten» Zahlen, dafür aber einen mit vielen Werbeaussagen gepflasterten Prospekt vorlegt, dann besser Hände weg!

Was vergleichen?
Achten Sie darauf, dass Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein Preis allein hilft Ihnen nicht weiter. Beachten Sie, ob das Angebot einen garantierten Festpreis, mit einer detaillierten Baubeschreibung und klaren Geschäftsbedingungen beinhaltet, oder ob es sich nur um ein Angebot handelt, bei dem die Preise nicht als Festpreis garantiert sind. In der Regel ist ein solches Angebot dann nur eine Kostenschätzung, die zum Schluss meistens höher ausfällt als man gehofft hat.

Wert und Sicherheit

Vergessen Sie nie, dass die Qualität eines Hauses, das über Jahrzehnte lang von Ihnen genutzt wird, von grösster Wichtigkeit ist. Bekannte Markenprodukte bieten hier die beste Sicherheit. Garantieleistungen und die Möglichkeit eines Ersatzkaufes sind bei diesen Produkten über eine sehr lange Zeit gewährleistet. Achten Sie also darauf, welche Markenprodukte der Anbieter in den verschiedenen Arbeitsbereichen verwendet.
Beim Thema Sicherheit gilt es vor allem zu beachten, dass Ihr Geld gut investiert ist. Vorsicht bei Zahlungen direkt an die Anbieter. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Zahlungen gemäss Baufortschritt leisten. Am meisten Sicherheit bietet der Anbieter, der es so organisiert, dass sie bei Ihrer finanzierenden Bank ein Auszahlungskonto errichten, über das sämtliche Zahlungen im Zusammenhang mit Ihrem Haus ablaufen. Ihre Bank hat somit immer die Übersicht über die geleisteten Gelder. Bei einer solchen Transparenz kann frühzeitig eingegriffen werden, wenn der Baufortschritt nicht im Gleichschritt mit Ihren Zahlungen erfolgt.

Kompetenz und Fachwissen nutzen und testen
Wieso müssen Sie sich als Kunde selber über alles schlau machen? Lassen Sie sich doch helfen. Bei den Kontakten mit den verschiedenen Anbietern haben Sie ja auch die verschiedenen Verkäufer kennen gelernt. Nutzen Sie deren Fachwissen und vergleichen Sie zusammen mit ihm die verschiedenen Angebote. So können Sie zum einen Ihren Favoriten auf Herz und Nieren prüfen, zum anderen unterstützt er Sie bei technischen Fragen. Die richtige Entscheidung für oder gegen einen Anbieter hat es wahrlich in sich. Lassen Sie sich nicht beunruhigen. Treffen Sie Ihre Entscheidung in Ruhe aufgrund von Fakten und eines guten Bauchgefühls. Ich wünsche Ihnen beim Auswahlverfahren die nötige Ruhe und Gelassenheit und bin überzeugt, dass Sie mit der richtigen Vorgehensweise auch den richtigen Entscheid treffen!

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Die Immobilienpreise am Zürichsee bröckeln

22. September 2009

Die Rezession ist an der Goldküste angekommen. Die Preise für Luxusvillen fallen.

Es muss nicht immer Kaviar sein und heute nicht einmal mehr eine Luxusvilla. Laut dem Statistischen Amt des Kantons Zürich sind seit dem dritten Quartal 2008 die Immobilienpreise rund um den Zürichsee erst stagniert und haben dann zu sinken begonnen.

«Vor allem die Transak­tionspreise für Einfamilienhäuser sind im ersten Halbjahr 2009 zurückgegangen», sagt Christian Kraft, Immobilienexperte bei der Credit Suisse. Doch wer jetzt auf eine Schnäppchenresidenz hofft, wird enttäuscht. «Im Gegensatz zum US-Immobilienmarkt wird es nicht zu einem Crash kommen», sagt Dieter Marmet, Managing Partner der Immobilienberatung Wüest & Partner.

Die Rezession und der Einbruch bei der Zuwanderung würden zu einem allgemeinen Preisrückgang im einstelligen Prozentbereich führen. «Abschläge von 20 Prozent wird es höchstens in Einzelfällen geben; etwa für eine Villa, die in der Boomphase mit 5 Millionen überzahlt wurde und heute noch 4 Millionen löst.» «Normalverdiener profitieren von Reduk­tionen in dieser Preisklasse nicht», sagt auch Roberto Martullo, Schwiegersohn von alt Bundesrat und Villenbesitzer Christoph Blocher. Er kämpft darum mit der SVP Meilen für den Bau von bezahlbaren Genossenschaftswohnungen.

Quelle www.20min.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Florierender Tiefbau – rückläufiger Hochbau

21. September 2009

Dies ist die Kernaussage der SBV-Quartalsstatistik II/2009. Die Bauwirtschaft ist, diesen Schluss zieht der Schweizerische Baumeisterverband, nach wie vor deutlich weniger stark von der Krise betroffen als die Gesamtwirtschaft.

Die Umsätze im Bauhauptgewerbe waren im 2. Quartal 2009 um beachtliche 7,8 Prozent höher als im Vorjahr. Für die Zunahme waren vor allem Grossprojekte im Tiefbau verantwortlich (+28,4 Prozent), während im Hochbau erste Abschwächungstendenzen erkennbar sind.
Die nominellen Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe beliefen sich im 2. Quartal 2009 auf rund 4,9 Mrd. Franken (+7,8 Prozent gegenüber 2008). Der hartnäckige Winter hatte die Bautätigkeit im 1. Quartal stark gebremst und teilweise fast zum Erliegen gebracht. Dies hat zu einem Nachholeffekt bei den Bauarbeiten geführt, welcher sich positiv auf die Umsätze im 2. Quartal ausgewirkt hat. Auch die Arbeitsvorräte haben sich erfreulich entwickelt. Sie betrugen Ende Juni 11,9 Mrd. CHF (+9,0 Prozent). Eine differenzierte Betrachtung zeigt aber, dass auch die Bauwirtschaft vor der Krise nicht gefeit ist. Vor allem im privaten Hochbau ist ein sinkender Umsatz zu verzeichnen (-7,1 Prozent). Dies macht vielen kleineren und mittleren Hochbauunternehmungen zu schaffen.

Wohnungsbau überdurchschnittlich betroffen
Der Rückgang im Wohnungsbau belief sich auf überdurchschnittliche 9,1 Prozent. Auch der sinkende Auftragseingang (-9,6 Prozent) deutet darauf hin, dass es in den nächsten Quartalen zu einer Kontraktion bei der Wohnungsproduktion kommen wird. Die weiterhin tiefen Hypothekarzinsen stützten zwar die Nachfrage nach Wohnimmobilien, vermögen jedoch den abnehmenden positiven Einwanderungssaldo sowie die allgemeine Verschlechterung der Konsumentenstimmung nicht zu kompensieren.
Zu erinnern ist an die Tatsache, dass zwischen 2002 und 2007 die jährliche Wohnungsproduktion von knapp 29000 auf rund 43000 Einheiten angestiegen ist. Ein beschränkter Rückgang beim Wohnungsbau ist deshalb mit einer Normalisierung gleichzusetzen. Regional sind wie üblich grosse Differenzen feststellbar. So ging der Wohnungsbau in den Kantonen Tessin Freiburg und Luzern teilweise massiv zurück, während er in einigen Kantonen, so in Zürich Waadt und Thurgau, deutlich zulegte.

Seitwärtsbewegung im Wirtschaftsbau
Das Bauvolumen im gewerblich-industriellen Bau konnte sich im 2. Quartal fast auf dem hohen Vorjahresniveau halten (-3,0 Prozent). Diese konstante Entwicklung ist vor allem auf einige Grossprojekte in den Agglomerationen zurückzuführen, welche noch in der Zeit der Hochkonjunktur angestossen wurden.
Das deutliche Minus von 22,9 Prozent bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres weist jedoch auf eine Abkühlung hin. Diese Entwicklung stimmt mit den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen überein: Der Wirtschaftsbau reagiert vor allem auf die Investitionszyklen der Firmen und somit besonders sensibel auf rückläufige Entwicklungen der Realwirtschaft.

Stützende Funktion der öffentlichen Hand
Ein Blick auf die gemeldeten Bauvorhaben (+11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) für das 3. Quartal 2009 und die Auftragsbücher zeigt, dass sich die Baukonjunktur im laufenden und im 4. Quartal 2009 noch nicht spürbar abkühlen wird. Eine stützende Funktion kommt den Aufträgen der öffentlichen Hand zu. Dazu gehören die zahlreichen Infrastrukturbauten. Die auf den Bau ausgerichteten Konjunkturprogramme des Bundes spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Mit einem Auftragsvolumen von etwas mehr als 500 Mio. CHF können diese nur einen marginalen Beitrag zur Baukonjunktur leisten (Bauvolumen Bauhauptgewerbe 2008: 17,9 Mrd. CHF).

Bauwirtschaft der zwei Geschwindigkeiten
Eine vertiefte Analyse der Situation der Bauwirtschaft lässt den Schluss zu, dass sich die zwei Segmente Hochbau und Tiefbau mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickeln. Der öffentliche Tiefbau floriert dank einer gutgefüllten Pipeline an baureifen Grossprojekten. Der Hochbau hingegen ist vor allem von privaten Aufträgen abhängig und reagiert deshalb weitaus stärker auf die schlechte Konsumentenstimmung. Zudem ist im Hochbau eine weitere Margenerosion zu befürchten. Darunter leiden die vielen kleineren und mittleren Hochbauunternehmen besonders stark.

Verhaltene Perspektiven
Der SBV schätzt das Geschäftsjahr 2009 insgesamt als gut ein. Prognosen für 2010 sind schwierig. So geht der SBV davon aus, dass die private Nachfrage nach Bauleistungen weiterhin sinken wird, die öffentliche Hand diese Ausfälle jedoch über eine gewisse Zeit weiterhin wettmachen kann. Eine Erholung der privaten Bautätigkeit ist mit Verzögerung erst durch eine Erholung der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zu erwarten.

Quelle: Schweizer Baumeisterverband

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Bald gibts 63 020 neue Wohnungen

10. September 2009

Von April bis Ende Juni sind in der Schweiz 9520 Wohnungen neu erstellt worden und damit fast 10 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Flaute in der Branche herrschte aber nicht, die Zahl der Wohnungen im Bau stieg um 6,5 Prozent.

Wohnungsbesichtigung eines Neubaus im Zürcher Kreis 6 am 7. August 2008. Nichts mit der aktuellen Wohnungsnot in der Stadt Zürich hat dieser Neubau zu tun. Von den 22 Wohnungen sind noch gut ein Drittel für Jedermann zu haben, allerdings mit einer kleinen Einschränkung: das Wohnungsangebot richtet sich nur an zahlungskräftige Mieter, die bereit sind einen Nettomietzins ab 4100 Franken zu bezahlen. (Bild: Keystone)

Insgesamt wurde Ende Juni in der Schweiz an 63 020 Wohnungen gebaut, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Baubewilligungen erteilten die Ämter im zweiten Quartal 2009 nahezu gleich viele wie im Vorjahr mit 12 950.

Mehr Baukräne gab es in Gemeinden sämtlicher Grössen. Von den fünf grössten Agglomerationen wurde nur in Bern massiv weniger gebaut, die Zahl der in Bau befindlichen Wohnungen sank dort um rund 1000 Einheiten.

Weniger Wohnungen auf den Markt kamen vor allem in Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern. Auch die Agglomerationen Lausanne und Zürich verzeichneten weniger neue Wohnungen. In Bern, Basel und Genf stieg die Zahl neuer Wohnungen hingegen massiv.

Über das ganze erste Halbjahr gesehen beträgt der Rückgang bei den fertig erstellten Wohnungen 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt gab es 17 610 neue Objekte. Baubewilligungen für Wohnungen wurden 26 530 erteilt – ein Minus von rund 2 Prozent.

Quelle 20 Min online

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Folgen der Wirtschaftskrise nicht spürbar

4. August 2009

… meldet der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) in seinem Bericht über das Bauwirtschaftsjahr 2008. Auch für 2009 werden hohe Umsätze erwartet.

Prognosen für 2010 sind schwierig. Letztlich hängt die Entwicklung der Bauwirtschaft von den Entwicklungen in anderen Wirtschaftssektoren ab. Im Verlauf des Jahres 2008 ging für die erfolgsverwöhnte helvetische Wirtschaft ein fünfjähriger Wirtschaftsaufschwung zu Ende. In dieser Periode wurden jährliche Zunahmen über dem Potenzialwachstum realisiert. In den letzten zwei Quartalen 2008 haben die Auswirkungen der Finanzmarktkrise die Schweizer Export- und Teile der Binnenwirtschaft jedoch mit voller Wucht erreicht.

Das Baugewerbe nimmt in diesem veränderten konjunkturellen Umfeld eine Sonderposition ein. Erstens reagiert es auf realwirtschaftliche Entwicklungen in der Regel mit Verzögerung (im Abschwung wie im Aufschwung) und war vorläufig von der Krise wenig betroffen. Zudem wird nach Jahren, in denen die Baubranche einen unterdurchschnittlichen Beitrag zum Wachstum des schweizerischen BIP geleistet hat, von den Ökonomen der KOF ETH für 2009 und 2010 eine BIP-stützende Funktion des Baugewerbes erwartet.

Im Bauhauptgewerbe stiegen die Gesamtumsätze im Jahr 2008 um 5,2 % auf rund 17,9 Mia. Franken. Verantwortlich dafür war vor allem der Tiefbau, der sich besonders dynamisch entwickelte (+10,3 %). Die hohe Wachstumsdynamik des Tiefbaus war vornehmlich einigen volumenstarken Infrastrukturprojekten zuzuschreiben. Nach zwei sehr starken ersten Quartalen hatte der Wohnungsbau an Dynamik verloren und stagnierte auf hohem Niveau. Gleich verhielt es sich mit dem Wirtschaftsbau. Über das ganze Jahr hatte sich der gewerblich-industrielle Bau weiterhin dynamisch entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr fiel das Wachstum jedoch bescheiden aus. Die negativen prognostizierenden Indikatoren lassen 2009 eine gewisse Abkühlung vermuten. Der Wirtschaftsbau reagiert besonders sensibel auf realwirtschaftliche Entwicklungen, da er von den Investitionszyklen der Unternehmen abhängt.

Unsichere Zukunft
Ein Blick auf die gemeldeten Bauvorhaben für das 1. Quartal 2009 und die Auftragsbücher zeigt, dass sich die Baukonjunktur im ersten Semester 2009 insgesamt noch nicht spürbar eintrüben wird. Die in der Summe positiven Wachstumsperspektiven im Infrastrukturbau (vgl. Impulsprogramme und Projekte im Rahmen des Infrastrukturfonds) dürften dafür sorgen, dass sich beim gesamten Umsatz kein gravierender Einbruch ergeben sollte. Grundsätzlich macht es Sinn, die Konjunktur durch Investitionsprogramme zu stützen, doch soll dies mit Augenmass geschehen. Das Bauhauptgewerbe ist das Jahr 2009 mit Zuversicht angegangen. Prognosen für 2010 sind hingegen schwierig. Offen ist, ob die Schweizer Wirtschaft bereits wieder wachsen oder weiterhin in einer rezessiven Phase stecken wird. Schliesslich ist ein erfolgreiches Wirtschaften der Exportindustrie eine unerlässliche Bedingung für das langfristige Wohlergehen der Bauindustrie.

Publiziert von: Othmar Helbling