Archiv für die ‘Immomarkt’ Kategorie

Vorsicht vor überhöhten Immobilienpreisen

9. März 2010

Die Immobilienpreise liegen in manchen Schweizer Regionen auf Rekordniveau. Deshalb ist es wichtig, den Preis von Liegenschaften richtig einzuschätzen.

Die Welt der eidgenössischen Wohneigentumskäufer könnte so schön sein. Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind weiterhin rekordtief. Fünfjährige Festhypotheken gibt es derzeit zu Zinsen ab 2,1%, zehnjährige ab 3%. Libor-Hypotheken, die sich an den Sätzen am Geldmarkt orientieren, sind sogar zu unter 1% erhältlich. Die Finanzierung von Wohneigentum kostet also so wenig wie nie zuvor. Dumm nur, dass die Preise für Wohneigentum in vielen Regionen der Schweiz gleichzeitig auf historische Höchststände gestiegen sind. Gerade in Wirtschaftszentren wie Zürich oder Genf ist das Immobilienangebot sehr spärlich im Vergleich mit der starken Nachfrage. Letztere ist unter anderem eine Folge der Zuwanderung von gut ausgebildeten Arbeitskräften in die Schweiz. Bei vielen Wohneigentumskäufern dürften auch Inflationsängste eine Rolle spielen – Immobilien gelten als stabile Anlage.

Preise oft als Zufallsprodukte
Laut Adrian Wenger vom Finanzdienstleister VZ Vermögenszentrum hat die Situation beispielsweise im Raum Zürich dazu geführt, dass die Preise immer mehr Produkte des Zufalls werden. Ein Blick in führende Internet-Hypothekenbörsen wie Homegate oder Immobilienscout 24 bestätigt dies. Die Preise für Eigentumswohnungen sind teilweise sehr hoch – so wird eine Drei-Zimmer-Wohnung mit einer Fläche von 67 Quadratmetern und Baujahr 1942 in mittelprächtiger Wohnlage in Zürich für 510 000 Fr. angeboten. Trotz solchen Preisen gibt es im Allgemeinen mehrere Kaufinteressenten, die sich in der Folge einem Bieterwettbewerb stellen müssen, um die Immobilie zu kaufen. Dies birgt die Gefahr, dass ein Käufer am Ende deutlich zu viel bezahlt. Für Interessenten ist es daher wichtig, die Immobilienpreise genau zu prüfen.

Um sich mit dem Liegenschaftskauf nicht unglücklich zu machen, rät VZ-Experte Wenger dazu, bei der Suche eine genaue Linie für das Vorgehen zu definieren. Generell sollte man aus seiner Sicht keine Immobilien kaufen, die grossen Wertschwankungen unterliegen könnten. Die Lage ist dabei das Wichtigste – dabei zählen unter anderem der Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel, der Ruf der Gegend oder Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Zudem sollten Käufer darauf achten, ob sie das Objekt gegebenenfalls zu einem ähnlich hohen Preis wieder verkaufen könnten. Bei Bieterwettbewerben rät Wenger dazu, im Vorhinein für sich einen Preis festzulegen, eine Offerte einzureichen und sich dann im Bietprozess eher zurückzuhalten. Bei Bieterwettbewerben gibt es laut Beobachtern oft «Spielchen» der Anbieter mit nicht existenten Personen, die angeblich noch höhere Preise für die Immobilie zahlen wollen. Dies geschieht, um den Preis noch weiter nach oben zu treiben.

Am Markt ist zu hören, dass viele Wohnungen etwa in Zürich nur gegen Zahlung eines Handgelds an den jeweiligen Anbieter oder Immobilienmakler verkauft werden. Bei begehrten Liegenschaften kommt es anscheinend häufig vor, dass zusätzlich zum im Vertrag festgelegten Kaufpreis eine hohe Summe an Bargeld verlangt wird, die anschliessend nicht versteuert wird.

Verschiedene Schätzungsarten
Um den Preis einer Immobilie richtig einzuschätzen, gibt es mehrere Methoden. Kaufinteressenten sollten zunächst eine gewisse Geduld mitbringen, die Preise von Immobilien vergleichen und ein Gefühl für diese entwickeln. Eine erste Hilfe bei der Einschätzung von Immobilienpreisen sind Internet-Rechner – beispielsweise von dem Onlinedienst Comparis –, die den Wert von Wohnungen und Häusern in bestimmten Gegenden einschätzen. Comparis bewertet zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis von Wohnobjekten, die in den gängigen Immobilienbörsen angeboten werden. Der Vergleichsdienst ermittelt dabei Richtpreise, die dem durchschnittlichen Preis für vergleichbare Objekte mit derselben Postleitzahl entsprechen.

Auch Immobilienfachleute in Banken können bei der Preis-Einschätzung oft helfen. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen professionellen Immobilienschätzer zu engagieren. Je nach Grösse des Objekts beträgt dessen Honorar aber 1000 Fr. bis 2000 Fr. Günstiger als diese klassische Methode der Immobilienschätzung ist die hedonische Methode, die zwischen 300 Fr. und 500 Fr. kostet. Dabei werden einzelne Kriterien bewertet, die beim Kauf einer Liegenschaft wichtig sind. Die Angaben zu der Immobilie werden mit denen von Tausenden anderen verglichen, die in jüngster Vergangenheit den Eigentümer gewechselt haben.

Quelle www.nzz.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Traumhäuser zum Anfassen an der Home Expo Suhr

26. Januar 2010

Die Fertigbau-Branche boomt. Zwar hält Deutschland in Europa nach wie vor die Spitzenposition, aber auch hierzulande ist der Markt stetig im Wachstum begriffen. Seit den 90er Jahren ist der Anteil an Fertighäusern in der Schweiz von 5 auf derzeit rund 20 Prozent gestiegen. Und dieser Trend soll weiter anhalten, sind sich Branchenkenner einig. Mit der Home Expo entsteht nun in Suhr im Kanton Aargau die erste Schweizer Musterhausausstellung. Realisiert wird das Projekt von der Firma Home Expo Suhr GmbH. In direkter Nachbarschaft zum Möbelhaus Pfister sowie einem Bau- und Gartencenters wird das Projekt zur landesweit ersten Adresse für Bauen, Wohnen und Einrichten. Die Home Expo Suhr GmbH ist ein Tochterunternehmen der Ausstellungsgesellschaft Eigenheim & Garten mit Sitz in Fellbach bei Stuttgart. Diese hat vor 35 Jahren Deutschlands erste Dauer-Messe für zeitgenössisches Bauen und Wohnen eröffnet und darf sich mittlerweile als Marktleader für Musterhausausstellungen betiteln.

Fokussierung auf Holz

Auch die 18 derzeitigen Aussteller stammen vorwiegend aus unserem nördlichen Nachbarland. Eine Besonderheit der Home Expo ist es, dass ausschliesslich Häuser in Holzbauweise ausgestellt werden. Der Werkstoff hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen, die hohe Energieeffizienz des Holzbaus wird gar als einer der Hauptgründe für den Zuwachs an Schweizer Bauherren angesehen. Dabei sind es sowohl ökologische als auch ökonomische Gründe, die für den Bau eines Holzhauses sprechen. Mit dieser Ausrichtung beschreitet die Home Expo Suhr den Weg eines zukunftsgerichteten und energiesparenden Bauens. Wer mehr über das Thema wissen möchte, kann sich direkt vor Ort schlau machen: Zahlreiche namhafte Schweizer Unternehmen aus dem Bau- und Baunebengewerbe präsentieren in stimmungsvoller Atmosphäre ihre Produkte und bieten im Infocenter Dienstleistungen und umfassende Informationen an. So erfahren angehende Bauherren alles Wissenswerte über ökologisches Bauen, Hausplanung, Architektur, Finanzierung, Einrichtung und Energie sparen.

Entspannende Atmosphäre

Wem anschliessend nach etwas Entspannung zumute ist, kann sich in den Lesebereich oder die Terrasse des Infocenters zurückziehen und bei Kaffee und Snacks in Ruhe über das Gesehene reflektieren. Wer sich weiter inspirieren lassen möchte, dem stehen die ausliegenden Zeitschriften mit zahlreichen Anregungen und Ideen zur Verfügung. Und auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz: Ein Spielplatz im Aussenbereich lässt Kinderherzen höher schlagen.
Das Einzugsgebiet der Dauer-Ausstellung Home Expo umfasst die ganze Deutschschweiz. Das rund 7300 Quadratmeter grosse Ausstellungsgelände befindet sich an gut positionierter Lage auf dem Möbel Pfister-Areal. Der Standort Suhr verfügt über eine hervorragende Infrastruktur im sogenannten Schweizer Mittelland und ist sowohl mit dem PKW als auch mit der Bahn bequem zu erreichen. Jeweils lediglich 30 bis 45 Auto-Minuten entfernt befinden sich die Grosszentren Basel, Bern, Luzern und Zürich. Am Donnerstag, dem 25. Oktober 2007, öffnet die Home Expo in Suhr ihre Türen. Von 10.00 bis 18.00 sind alle herzlich eingeladen, sich ein erstes Mal auf der Ausstellung mit Messecharakter umzusehen. Begleitet wird der Eröffnungstag mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Der Eintritt ist frei. Wer sich im Vornherein informieren möchte, findet auf www.homeexpo.ch alles Wissenswerte.

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Den richtigen Systemhaus-Anbieter finden

11. Januar 2010

Wir möchten ein Haus bauen und sind auf der Suche nach einem Fertig- oder Systembau.  Wie aber finden wir uns im heutigen Angebotsdschungel der Hersteller zurecht? I. Z. aus S.

Die Anzahl von Firmen, die in der Schweiz Ein- und Doppeleinfamilienhäuser anbieten, ist in den letzten Jahren beträchtlich angestiegen. Damit verbunden ist ein Anstieg der Unübersichtlichkeit der verschiedenen Angebote. Mit blumigen Worten werden die einfachsten und selbstverständlichsten Details der Baubeschreibung so präsentiert, dass man als Leser das Gefühl erhält, dass es hier um höchste Qualität geht. Lassen Sie sich nicht von solchen werbetechnisch formulierten Aussagen verunsichern und behalten Sie die Fakten im Auge.
Von verschiedenen Seiten wird man darauf aufmerksam gemacht, dass man sich von Fachleuten beraten lassen solle. Ob diese Ihnen aber die Entscheidung abnehmen können bezweifle ich stark. Schliesslich sind nur Sie alleine für den richtigen Entscheid verantwortlich. Mit der Beachtung der folgenden Punkte entlasten Sie sich und Ihre Familie von der Last der Unsicherheit.

Die Grundlagen
Bevor Sie sich mit dem Vergleich von Angeboten befassen, müssen Sie sich über die eigenen Wünsche und Erwartungen klar werden. Bevor Sie sich mit einem Anbieter über einen Hauskauf unterhalten, entscheiden Sie, wie gross das Haus (Anzahl Räume) sein muss, welche unabdingbaren Ausstattungswünsche Sie haben und zu welchem Budget, inkl. Bauland, Nebenkosten, Umgebung usw., Sie das Ganze realisieren wollen. Genau so wichtig ist es, dass Sie allen Anbietern die gleiche oder zumindest eine sehr vergleichbare Aufgabe geben. Anbieter, die nicht fähig oder nicht dazu bereit sind, Ihnen ausführliche und exakt berechnete Grundlagen zur Prüfung vorzulegen, lassen Sie am besten aussen vor. Wenn Ihnen ein Anbieter nur ein Blatt Papier mit einigen «geschätzten» Zahlen, dafür aber einen mit vielen Werbeaussagen gepflasterten Prospekt vorlegt, dann besser Hände weg!

Was vergleichen?
Achten Sie darauf, dass Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein Preis allein hilft Ihnen nicht weiter. Beachten Sie, ob das Angebot einen garantierten Festpreis, mit einer detaillierten Baubeschreibung und klaren Geschäftsbedingungen beinhaltet, oder ob es sich nur um ein Angebot handelt, bei dem die Preise nicht als Festpreis garantiert sind. In der Regel ist ein solches Angebot dann nur eine Kostenschätzung, die zum Schluss meistens höher ausfällt als man gehofft hat.

Wert und Sicherheit

Vergessen Sie nie, dass die Qualität eines Hauses, das über Jahrzehnte lang von Ihnen genutzt wird, von grösster Wichtigkeit ist. Bekannte Markenprodukte bieten hier die beste Sicherheit. Garantieleistungen und die Möglichkeit eines Ersatzkaufes sind bei diesen Produkten über eine sehr lange Zeit gewährleistet. Achten Sie also darauf, welche Markenprodukte der Anbieter in den verschiedenen Arbeitsbereichen verwendet.
Beim Thema Sicherheit gilt es vor allem zu beachten, dass Ihr Geld gut investiert ist. Vorsicht bei Zahlungen direkt an die Anbieter. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Zahlungen gemäss Baufortschritt leisten. Am meisten Sicherheit bietet der Anbieter, der es so organisiert, dass sie bei Ihrer finanzierenden Bank ein Auszahlungskonto errichten, über das sämtliche Zahlungen im Zusammenhang mit Ihrem Haus ablaufen. Ihre Bank hat somit immer die Übersicht über die geleisteten Gelder. Bei einer solchen Transparenz kann frühzeitig eingegriffen werden, wenn der Baufortschritt nicht im Gleichschritt mit Ihren Zahlungen erfolgt.

Kompetenz und Fachwissen nutzen und testen
Wieso müssen Sie sich als Kunde selber über alles schlau machen? Lassen Sie sich doch helfen. Bei den Kontakten mit den verschiedenen Anbietern haben Sie ja auch die verschiedenen Verkäufer kennen gelernt. Nutzen Sie deren Fachwissen und vergleichen Sie zusammen mit ihm die verschiedenen Angebote. So können Sie zum einen Ihren Favoriten auf Herz und Nieren prüfen, zum anderen unterstützt er Sie bei technischen Fragen. Die richtige Entscheidung für oder gegen einen Anbieter hat es wahrlich in sich. Lassen Sie sich nicht beunruhigen. Treffen Sie Ihre Entscheidung in Ruhe aufgrund von Fakten und eines guten Bauchgefühls. Ich wünsche Ihnen beim Auswahlverfahren die nötige Ruhe und Gelassenheit und bin überzeugt, dass Sie mit der richtigen Vorgehensweise auch den richtigen Entscheid treffen!

Quelle www.traumhaus.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Die Immobilienpreise am Zürichsee bröckeln

22. September 2009

Die Rezession ist an der Goldküste angekommen. Die Preise für Luxusvillen fallen.

Es muss nicht immer Kaviar sein und heute nicht einmal mehr eine Luxusvilla. Laut dem Statistischen Amt des Kantons Zürich sind seit dem dritten Quartal 2008 die Immobilienpreise rund um den Zürichsee erst stagniert und haben dann zu sinken begonnen.

«Vor allem die Transak­tionspreise für Einfamilienhäuser sind im ersten Halbjahr 2009 zurückgegangen», sagt Christian Kraft, Immobilienexperte bei der Credit Suisse. Doch wer jetzt auf eine Schnäppchenresidenz hofft, wird enttäuscht. «Im Gegensatz zum US-Immobilienmarkt wird es nicht zu einem Crash kommen», sagt Dieter Marmet, Managing Partner der Immobilienberatung Wüest & Partner.

Die Rezession und der Einbruch bei der Zuwanderung würden zu einem allgemeinen Preisrückgang im einstelligen Prozentbereich führen. «Abschläge von 20 Prozent wird es höchstens in Einzelfällen geben; etwa für eine Villa, die in der Boomphase mit 5 Millionen überzahlt wurde und heute noch 4 Millionen löst.» «Normalverdiener profitieren von Reduk­tionen in dieser Preisklasse nicht», sagt auch Roberto Martullo, Schwiegersohn von alt Bundesrat und Villenbesitzer Christoph Blocher. Er kämpft darum mit der SVP Meilen für den Bau von bezahlbaren Genossenschaftswohnungen.

Quelle www.20min.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Florierender Tiefbau – rückläufiger Hochbau

21. September 2009

Dies ist die Kernaussage der SBV-Quartalsstatistik II/2009. Die Bauwirtschaft ist, diesen Schluss zieht der Schweizerische Baumeisterverband, nach wie vor deutlich weniger stark von der Krise betroffen als die Gesamtwirtschaft.

Die Umsätze im Bauhauptgewerbe waren im 2. Quartal 2009 um beachtliche 7,8 Prozent höher als im Vorjahr. Für die Zunahme waren vor allem Grossprojekte im Tiefbau verantwortlich (+28,4 Prozent), während im Hochbau erste Abschwächungstendenzen erkennbar sind.
Die nominellen Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe beliefen sich im 2. Quartal 2009 auf rund 4,9 Mrd. Franken (+7,8 Prozent gegenüber 2008). Der hartnäckige Winter hatte die Bautätigkeit im 1. Quartal stark gebremst und teilweise fast zum Erliegen gebracht. Dies hat zu einem Nachholeffekt bei den Bauarbeiten geführt, welcher sich positiv auf die Umsätze im 2. Quartal ausgewirkt hat. Auch die Arbeitsvorräte haben sich erfreulich entwickelt. Sie betrugen Ende Juni 11,9 Mrd. CHF (+9,0 Prozent). Eine differenzierte Betrachtung zeigt aber, dass auch die Bauwirtschaft vor der Krise nicht gefeit ist. Vor allem im privaten Hochbau ist ein sinkender Umsatz zu verzeichnen (-7,1 Prozent). Dies macht vielen kleineren und mittleren Hochbauunternehmungen zu schaffen.

Wohnungsbau überdurchschnittlich betroffen
Der Rückgang im Wohnungsbau belief sich auf überdurchschnittliche 9,1 Prozent. Auch der sinkende Auftragseingang (-9,6 Prozent) deutet darauf hin, dass es in den nächsten Quartalen zu einer Kontraktion bei der Wohnungsproduktion kommen wird. Die weiterhin tiefen Hypothekarzinsen stützten zwar die Nachfrage nach Wohnimmobilien, vermögen jedoch den abnehmenden positiven Einwanderungssaldo sowie die allgemeine Verschlechterung der Konsumentenstimmung nicht zu kompensieren.
Zu erinnern ist an die Tatsache, dass zwischen 2002 und 2007 die jährliche Wohnungsproduktion von knapp 29000 auf rund 43000 Einheiten angestiegen ist. Ein beschränkter Rückgang beim Wohnungsbau ist deshalb mit einer Normalisierung gleichzusetzen. Regional sind wie üblich grosse Differenzen feststellbar. So ging der Wohnungsbau in den Kantonen Tessin Freiburg und Luzern teilweise massiv zurück, während er in einigen Kantonen, so in Zürich Waadt und Thurgau, deutlich zulegte.

Seitwärtsbewegung im Wirtschaftsbau
Das Bauvolumen im gewerblich-industriellen Bau konnte sich im 2. Quartal fast auf dem hohen Vorjahresniveau halten (-3,0 Prozent). Diese konstante Entwicklung ist vor allem auf einige Grossprojekte in den Agglomerationen zurückzuführen, welche noch in der Zeit der Hochkonjunktur angestossen wurden.
Das deutliche Minus von 22,9 Prozent bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres weist jedoch auf eine Abkühlung hin. Diese Entwicklung stimmt mit den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen überein: Der Wirtschaftsbau reagiert vor allem auf die Investitionszyklen der Firmen und somit besonders sensibel auf rückläufige Entwicklungen der Realwirtschaft.

Stützende Funktion der öffentlichen Hand
Ein Blick auf die gemeldeten Bauvorhaben (+11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) für das 3. Quartal 2009 und die Auftragsbücher zeigt, dass sich die Baukonjunktur im laufenden und im 4. Quartal 2009 noch nicht spürbar abkühlen wird. Eine stützende Funktion kommt den Aufträgen der öffentlichen Hand zu. Dazu gehören die zahlreichen Infrastrukturbauten. Die auf den Bau ausgerichteten Konjunkturprogramme des Bundes spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Mit einem Auftragsvolumen von etwas mehr als 500 Mio. CHF können diese nur einen marginalen Beitrag zur Baukonjunktur leisten (Bauvolumen Bauhauptgewerbe 2008: 17,9 Mrd. CHF).

Bauwirtschaft der zwei Geschwindigkeiten
Eine vertiefte Analyse der Situation der Bauwirtschaft lässt den Schluss zu, dass sich die zwei Segmente Hochbau und Tiefbau mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickeln. Der öffentliche Tiefbau floriert dank einer gutgefüllten Pipeline an baureifen Grossprojekten. Der Hochbau hingegen ist vor allem von privaten Aufträgen abhängig und reagiert deshalb weitaus stärker auf die schlechte Konsumentenstimmung. Zudem ist im Hochbau eine weitere Margenerosion zu befürchten. Darunter leiden die vielen kleineren und mittleren Hochbauunternehmen besonders stark.

Verhaltene Perspektiven
Der SBV schätzt das Geschäftsjahr 2009 insgesamt als gut ein. Prognosen für 2010 sind schwierig. So geht der SBV davon aus, dass die private Nachfrage nach Bauleistungen weiterhin sinken wird, die öffentliche Hand diese Ausfälle jedoch über eine gewisse Zeit weiterhin wettmachen kann. Eine Erholung der privaten Bautätigkeit ist mit Verzögerung erst durch eine Erholung der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zu erwarten.

Quelle: Schweizer Baumeisterverband

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Bald gibts 63 020 neue Wohnungen

10. September 2009

Von April bis Ende Juni sind in der Schweiz 9520 Wohnungen neu erstellt worden und damit fast 10 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Flaute in der Branche herrschte aber nicht, die Zahl der Wohnungen im Bau stieg um 6,5 Prozent.

Wohnungsbesichtigung eines Neubaus im Zürcher Kreis 6 am 7. August 2008. Nichts mit der aktuellen Wohnungsnot in der Stadt Zürich hat dieser Neubau zu tun. Von den 22 Wohnungen sind noch gut ein Drittel für Jedermann zu haben, allerdings mit einer kleinen Einschränkung: das Wohnungsangebot richtet sich nur an zahlungskräftige Mieter, die bereit sind einen Nettomietzins ab 4100 Franken zu bezahlen. (Bild: Keystone)

Insgesamt wurde Ende Juni in der Schweiz an 63 020 Wohnungen gebaut, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Baubewilligungen erteilten die Ämter im zweiten Quartal 2009 nahezu gleich viele wie im Vorjahr mit 12 950.

Mehr Baukräne gab es in Gemeinden sämtlicher Grössen. Von den fünf grössten Agglomerationen wurde nur in Bern massiv weniger gebaut, die Zahl der in Bau befindlichen Wohnungen sank dort um rund 1000 Einheiten.

Weniger Wohnungen auf den Markt kamen vor allem in Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern. Auch die Agglomerationen Lausanne und Zürich verzeichneten weniger neue Wohnungen. In Bern, Basel und Genf stieg die Zahl neuer Wohnungen hingegen massiv.

Über das ganze erste Halbjahr gesehen beträgt der Rückgang bei den fertig erstellten Wohnungen 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt gab es 17 610 neue Objekte. Baubewilligungen für Wohnungen wurden 26 530 erteilt – ein Minus von rund 2 Prozent.

Quelle 20 Min online

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Folgen der Wirtschaftskrise nicht spürbar

4. August 2009

… meldet der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) in seinem Bericht über das Bauwirtschaftsjahr 2008. Auch für 2009 werden hohe Umsätze erwartet.

Prognosen für 2010 sind schwierig. Letztlich hängt die Entwicklung der Bauwirtschaft von den Entwicklungen in anderen Wirtschaftssektoren ab. Im Verlauf des Jahres 2008 ging für die erfolgsverwöhnte helvetische Wirtschaft ein fünfjähriger Wirtschaftsaufschwung zu Ende. In dieser Periode wurden jährliche Zunahmen über dem Potenzialwachstum realisiert. In den letzten zwei Quartalen 2008 haben die Auswirkungen der Finanzmarktkrise die Schweizer Export- und Teile der Binnenwirtschaft jedoch mit voller Wucht erreicht.

Das Baugewerbe nimmt in diesem veränderten konjunkturellen Umfeld eine Sonderposition ein. Erstens reagiert es auf realwirtschaftliche Entwicklungen in der Regel mit Verzögerung (im Abschwung wie im Aufschwung) und war vorläufig von der Krise wenig betroffen. Zudem wird nach Jahren, in denen die Baubranche einen unterdurchschnittlichen Beitrag zum Wachstum des schweizerischen BIP geleistet hat, von den Ökonomen der KOF ETH für 2009 und 2010 eine BIP-stützende Funktion des Baugewerbes erwartet.

Im Bauhauptgewerbe stiegen die Gesamtumsätze im Jahr 2008 um 5,2 % auf rund 17,9 Mia. Franken. Verantwortlich dafür war vor allem der Tiefbau, der sich besonders dynamisch entwickelte (+10,3 %). Die hohe Wachstumsdynamik des Tiefbaus war vornehmlich einigen volumenstarken Infrastrukturprojekten zuzuschreiben. Nach zwei sehr starken ersten Quartalen hatte der Wohnungsbau an Dynamik verloren und stagnierte auf hohem Niveau. Gleich verhielt es sich mit dem Wirtschaftsbau. Über das ganze Jahr hatte sich der gewerblich-industrielle Bau weiterhin dynamisch entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr fiel das Wachstum jedoch bescheiden aus. Die negativen prognostizierenden Indikatoren lassen 2009 eine gewisse Abkühlung vermuten. Der Wirtschaftsbau reagiert besonders sensibel auf realwirtschaftliche Entwicklungen, da er von den Investitionszyklen der Unternehmen abhängt.

Unsichere Zukunft
Ein Blick auf die gemeldeten Bauvorhaben für das 1. Quartal 2009 und die Auftragsbücher zeigt, dass sich die Baukonjunktur im ersten Semester 2009 insgesamt noch nicht spürbar eintrüben wird. Die in der Summe positiven Wachstumsperspektiven im Infrastrukturbau (vgl. Impulsprogramme und Projekte im Rahmen des Infrastrukturfonds) dürften dafür sorgen, dass sich beim gesamten Umsatz kein gravierender Einbruch ergeben sollte. Grundsätzlich macht es Sinn, die Konjunktur durch Investitionsprogramme zu stützen, doch soll dies mit Augenmass geschehen. Das Bauhauptgewerbe ist das Jahr 2009 mit Zuversicht angegangen. Prognosen für 2010 sind hingegen schwierig. Offen ist, ob die Schweizer Wirtschaft bereits wieder wachsen oder weiterhin in einer rezessiven Phase stecken wird. Schliesslich ist ein erfolgreiches Wirtschaften der Exportindustrie eine unerlässliche Bedingung für das langfristige Wohlergehen der Bauindustrie.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Der Schweiz fehlen Handwerker

10. Juli 2009

Nicht für alle ist es derzeit schwer, einen neuen Job zu finden: Geeignete Handwerker werden sogar aus dem Ausland zu uns geholt. Auch wegen der Konjunkturprogramme.

Die Arbeitslosenzahl steigt von Monat zu Monat. Aber während es immer mehr stellen­lose Verkäufer, Banker und Büroangestellte gibt, finden Baufirmen nur schwer geeignete Handwerker. «Fachleute braucht es ganz dringend – egal wie alt sie sind», sagt der Leiter des RAV Suhr Othmar Huber. Auf dem RAV Baden klingt es ähnlich: «Haben wir bei uns einen arbeitslosen Maurer oder Maler, klingelt das Telefon von interessierten Firmen im Halbstundentakt», so Teamleiter Daniel Kolb.

Drei arbeitslose Schreiner gibt es derzeit im Aargau. Eine neue Stelle zu finden, sollte ihnen nicht schwer fallen: Schweizweit hat es 144 offene Schreinerstellen. Im Vergleich: Im Mai gab es alleine im Gastgewerbe schweizweit über 1800 Arbeitslose. Für Huber ist klar: «Die Krise ist im Baugewerbe noch nicht angekommen.» Dazu tragen auch die Konjunkturpakete des Bundes bei, dank denen Geld vor allem in den Bau von Infrastrukturen floss. Um offene Stellen zu besetzen, holen Firmen jetzt Handwerker aus dem Ausland. Kolb: «Vor allem aus Ostdeutschland, Spanien und Portugal kommen Fachkräfte.»

Quelle 20min online

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Swissbau 2010 – Umweltpreis

24. Juni 2009

An der Swissbau www.swissbau.ch 2010 (12. bis 16. Januar 2010 in der Messe Basel) verleiht die Stiftung pro Aqua – pro Vita den Umweltpreis der Schweiz. Neben dem Ecopreneur, Anerkennungspreis für Unternehmer, wird der Preis auch in der Kategorie Technische Innovation vergeben. Ab sofort können sich Firmen, Organisationen, Institutionen und Behörden, aber auch Privatpersonen bewerben.

Die Kategorie Technische Innovation ist mit CHF 50000 Preissumme dotiert. Es werden Projekte ausgezeichnet, die eine technologie-, verfahrens- oder produktorientierte Innovation im Umweltbereich darstellen. Daneben gibt es den Ecopreneur, den Anerkennungspreis für Unternehmer, die durch ihr nachhaltiges und langjähriges Engagement im Umweltschutz und in der Schonung natürlicher Ressourcen sichtbaren Erfolg am Markt haben.
Der Stiftungsrat freut sich, eine attraktive Plattform zu bieten, die innovative Ideen zum Schutz der Umwelt und zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen unterstützt und ihnen zum Durchbruch verhilft. Ab sofort und bis zum 30. September 2010 können sich Interessierte für den Preis bewerben. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen stehen unter www.umweltpreis.ch zur Verfügung. Die Bewerbungen werden von einer Fachjury beurteilt. Die Preisverleihung und die Präsentation der Nominierten finden im Rahmen der Swissbau statt.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Auslastung Planungsbranche im 1. Quartal 2009

23. Juni 2009

Im April beurteilten die Projektierungsbüros gemäss der jüngsten Umfrage der KOF der ETH ihre Geschäftslage weniger positiv als zuvor, meldet der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA.

Aber es sind immer noch über 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, die sie als gut bezeichnet, lediglich bei knapp 10 Prozent gilt die Geschäftslage als schlecht. Der Auftragsbestand ist im 1. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal zum zweiten Mal hintereinander gesunken. Davon war insbesondere der Auftragsbestand aus dem Ausland betroffen. Insgesamt gilt der Auftragsbestand immer noch bei 45 Prozent der Umfrageteilnehmer als gross, bei etwas mehr als 10 Prozent als zu niedrig und bei gut 40 Prozent als ausreichend. Dies veranlasste die Unternehmen, die erbrachten Leistungen nochmals auszudehnen, wenn auch in geringerem Ausmass als bisher. Die projektbezogenen Bausummen sind vor allem im Wohnungs- und im Wirtschaftsbau deutlich gesunken. Im öffentlichen Bau stagnierten sie. Der Anteil der Umbauten an den Bausummen ist in den letzten Monaten angestiegen und signalisiert Zurückhaltung bei Erweitungsinvestitionen.

Für das 2. Quartal 2009 wird per saldo ein weiterer Rückgang des Auftragseingangs befürchtet. Weniger als 10 Prozent der Firmen rechnen noch mit einer Zunahme, fast 20 Prozent erwarten eine niedrigere und drei Viertel eine unveränderte Nachfrage. Die Zahl der Beschäftigten wird nur noch geringfügig vergrössert. Da sich auch die mittelfristigen Aussichten eingetrübt haben – gegen 20 Prozent der Firmen sehen eine Verschlechterung der Geschäftslage – dürften die Honoraransätze vermehrt unter Druck geraten.

Architekturbüros
Das Gesamtresultat des Projektierungssektors wird vor allem durch die negative Entwicklung bei den Architekten geprägt. Diese schätzen ihre Geschäftslage deutlich weniger gut ein als bisher. Der Auftragsbestand ist bei 30 Prozent der Firmen gesunken, bei 55 Prozent unverändert geblieben. Die erbrachten Leistungen verharrten zwar im 1. Quartal 2009 auf dem Vorquartalswert, doch bewirkte der sinkende Auftragsbestand einen Rückgang seiner Reichweite in Monaten. Die Bausumme der im 1. Quartal abgeschlossenen Verträge war in allen Kategorien – Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau – rückläufig. Für das 2. Quartal wird von gut 20 Prozent der Unternehmen ein sinkender, von 70 Prozent ein stagnierender und nur von knapp 10 Prozent ein wachsender Auftragseingang erwartet. Die sich auch mittelfristig verschlechternde Geschäftslage veranlasst die Umfrageteilnehmer, ihren Personalbestand etwas zu reduzieren. Gleichzeitig dürften die Honoraransätze zurückgehen.

Ingenieurbüros
Die Hälfte der Ingenieurbüros ist mit seiner Geschäftslage nach wie vor zufrieden, nur 5 Prozent bezeichnen sie als schlecht. Die positive Einschätzung basiert vor allem auf den Bereichen Bauingenieure und Gebäudetechnik und andere Ingenieurbüros. Kultur- und Vermessungstechnik weist eine merklich weniger gute Geschäftslage auf. Der Auftragsbestand erhöhte sich insgesamt deutlich bescheidener als noch im 1. Halbjahr 2008. Rückläufig war indes der ausländische Auftragsbestand. Die erbrachten Leistungen stiegen im bisherigen Ausmass weiter. Die Bausumme der abgeschlossenen Verträge hat im 1. Quartal 2009 nicht mehr zugenommen. Die Umfrageteilnehmer erwarten, dass in den kommenden drei Monaten der Auftragseingang geringfügig sinken wird. Diese Tendenz dürfte sich auf mittlere Sicht insbesondere bei der Gebäudetechnik sowie der Kultur- und Vermessungstechnik noch verstärken. Trotzdem planen die Ingenieurbüros weiterhin eine Erhöhung der Belegschaft.

Quelle SIA

Publiziert von: Othmar Helbling