Archiv für die ‘Immomarkt’ Kategorie

Der Schweiz fehlen Handwerker

10. Juli 2009

Nicht für alle ist es derzeit schwer, einen neuen Job zu finden: Geeignete Handwerker werden sogar aus dem Ausland zu uns geholt. Auch wegen der Konjunkturprogramme.

Die Arbeitslosenzahl steigt von Monat zu Monat. Aber während es immer mehr stellen­lose Verkäufer, Banker und Büroangestellte gibt, finden Baufirmen nur schwer geeignete Handwerker. «Fachleute braucht es ganz dringend – egal wie alt sie sind», sagt der Leiter des RAV Suhr Othmar Huber. Auf dem RAV Baden klingt es ähnlich: «Haben wir bei uns einen arbeitslosen Maurer oder Maler, klingelt das Telefon von interessierten Firmen im Halbstundentakt», so Teamleiter Daniel Kolb.

Drei arbeitslose Schreiner gibt es derzeit im Aargau. Eine neue Stelle zu finden, sollte ihnen nicht schwer fallen: Schweizweit hat es 144 offene Schreinerstellen. Im Vergleich: Im Mai gab es alleine im Gastgewerbe schweizweit über 1800 Arbeitslose. Für Huber ist klar: «Die Krise ist im Baugewerbe noch nicht angekommen.» Dazu tragen auch die Konjunkturpakete des Bundes bei, dank denen Geld vor allem in den Bau von Infrastrukturen floss. Um offene Stellen zu besetzen, holen Firmen jetzt Handwerker aus dem Ausland. Kolb: «Vor allem aus Ostdeutschland, Spanien und Portugal kommen Fachkräfte.»

Quelle 20min online

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Swissbau 2010 – Umweltpreis

24. Juni 2009

An der Swissbau www.swissbau.ch 2010 (12. bis 16. Januar 2010 in der Messe Basel) verleiht die Stiftung pro Aqua – pro Vita den Umweltpreis der Schweiz. Neben dem Ecopreneur, Anerkennungspreis für Unternehmer, wird der Preis auch in der Kategorie Technische Innovation vergeben. Ab sofort können sich Firmen, Organisationen, Institutionen und Behörden, aber auch Privatpersonen bewerben.

Die Kategorie Technische Innovation ist mit CHF 50000 Preissumme dotiert. Es werden Projekte ausgezeichnet, die eine technologie-, verfahrens- oder produktorientierte Innovation im Umweltbereich darstellen. Daneben gibt es den Ecopreneur, den Anerkennungspreis für Unternehmer, die durch ihr nachhaltiges und langjähriges Engagement im Umweltschutz und in der Schonung natürlicher Ressourcen sichtbaren Erfolg am Markt haben.
Der Stiftungsrat freut sich, eine attraktive Plattform zu bieten, die innovative Ideen zum Schutz der Umwelt und zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen unterstützt und ihnen zum Durchbruch verhilft. Ab sofort und bis zum 30. September 2010 können sich Interessierte für den Preis bewerben. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen stehen unter www.umweltpreis.ch zur Verfügung. Die Bewerbungen werden von einer Fachjury beurteilt. Die Preisverleihung und die Präsentation der Nominierten finden im Rahmen der Swissbau statt.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Auslastung Planungsbranche im 1. Quartal 2009

23. Juni 2009

Im April beurteilten die Projektierungsbüros gemäss der jüngsten Umfrage der KOF der ETH ihre Geschäftslage weniger positiv als zuvor, meldet der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA.

Aber es sind immer noch über 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, die sie als gut bezeichnet, lediglich bei knapp 10 Prozent gilt die Geschäftslage als schlecht. Der Auftragsbestand ist im 1. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal zum zweiten Mal hintereinander gesunken. Davon war insbesondere der Auftragsbestand aus dem Ausland betroffen. Insgesamt gilt der Auftragsbestand immer noch bei 45 Prozent der Umfrageteilnehmer als gross, bei etwas mehr als 10 Prozent als zu niedrig und bei gut 40 Prozent als ausreichend. Dies veranlasste die Unternehmen, die erbrachten Leistungen nochmals auszudehnen, wenn auch in geringerem Ausmass als bisher. Die projektbezogenen Bausummen sind vor allem im Wohnungs- und im Wirtschaftsbau deutlich gesunken. Im öffentlichen Bau stagnierten sie. Der Anteil der Umbauten an den Bausummen ist in den letzten Monaten angestiegen und signalisiert Zurückhaltung bei Erweitungsinvestitionen.

Für das 2. Quartal 2009 wird per saldo ein weiterer Rückgang des Auftragseingangs befürchtet. Weniger als 10 Prozent der Firmen rechnen noch mit einer Zunahme, fast 20 Prozent erwarten eine niedrigere und drei Viertel eine unveränderte Nachfrage. Die Zahl der Beschäftigten wird nur noch geringfügig vergrössert. Da sich auch die mittelfristigen Aussichten eingetrübt haben – gegen 20 Prozent der Firmen sehen eine Verschlechterung der Geschäftslage – dürften die Honoraransätze vermehrt unter Druck geraten.

Architekturbüros
Das Gesamtresultat des Projektierungssektors wird vor allem durch die negative Entwicklung bei den Architekten geprägt. Diese schätzen ihre Geschäftslage deutlich weniger gut ein als bisher. Der Auftragsbestand ist bei 30 Prozent der Firmen gesunken, bei 55 Prozent unverändert geblieben. Die erbrachten Leistungen verharrten zwar im 1. Quartal 2009 auf dem Vorquartalswert, doch bewirkte der sinkende Auftragsbestand einen Rückgang seiner Reichweite in Monaten. Die Bausumme der im 1. Quartal abgeschlossenen Verträge war in allen Kategorien – Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau – rückläufig. Für das 2. Quartal wird von gut 20 Prozent der Unternehmen ein sinkender, von 70 Prozent ein stagnierender und nur von knapp 10 Prozent ein wachsender Auftragseingang erwartet. Die sich auch mittelfristig verschlechternde Geschäftslage veranlasst die Umfrageteilnehmer, ihren Personalbestand etwas zu reduzieren. Gleichzeitig dürften die Honoraransätze zurückgehen.

Ingenieurbüros
Die Hälfte der Ingenieurbüros ist mit seiner Geschäftslage nach wie vor zufrieden, nur 5 Prozent bezeichnen sie als schlecht. Die positive Einschätzung basiert vor allem auf den Bereichen Bauingenieure und Gebäudetechnik und andere Ingenieurbüros. Kultur- und Vermessungstechnik weist eine merklich weniger gute Geschäftslage auf. Der Auftragsbestand erhöhte sich insgesamt deutlich bescheidener als noch im 1. Halbjahr 2008. Rückläufig war indes der ausländische Auftragsbestand. Die erbrachten Leistungen stiegen im bisherigen Ausmass weiter. Die Bausumme der abgeschlossenen Verträge hat im 1. Quartal 2009 nicht mehr zugenommen. Die Umfrageteilnehmer erwarten, dass in den kommenden drei Monaten der Auftragseingang geringfügig sinken wird. Diese Tendenz dürfte sich auf mittlere Sicht insbesondere bei der Gebäudetechnik sowie der Kultur- und Vermessungstechnik noch verstärken. Trotzdem planen die Ingenieurbüros weiterhin eine Erhöhung der Belegschaft.

Quelle SIA

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Bau als Konjunkturpfeiler

7. Juni 2009

Die Bauwirtschaft vermag bisher der Konjunkturflaute in der Industrie und bei den Banken auszuweichen, auch wenn die gesamte Bautätigkeit und die Kapazitätsauslastung leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Neben der nach wie vor regen Nachfrage von privater Seite wird die Baukonjunktur auch von staatlicher Seite unterstützt.

Die grosse Mehrzahl der Bauunternehmen ist nach wie vor zufrieden mit dem Auftragsbestand. Die Geschäftslage wird beinahe ausnahmslos als gut oder befriedigend bezeichnet.

Die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Bauwirtschaft ist von grosser Vorsicht geprägt, was angesichts des turbulenten Umfelds auch nicht erstaunt. Für die kommenden sechs Monate geht die Mehrheit der Umfrageteilnehmer von einem unveränderten Auftragseingang aus.

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Weitere Infos auf der Seite der St. Galler Kantonalbank

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Bundesamt für Statistik Bautätigkeit Schweiz

5. Juni 2009

Wohnbautätigkeit im 4. Quartal 2008

Weniger neu erstellte Wohnungen

Im 4. Quartal 2008 wurden in der Schweiz 11’250 Wohnungen neu erstellt. Das sind rund 16 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Dagegen nahm die Zahl der baubewilligten Wohnungen in derselben Zeitspanne um 9,5 Prozent auf 11’410 Einheiten zu. Ende Dezember 2008 befanden sich 58’120 Wohnungen im Bau, etwa gleich viel wie vor Jahresfrist.

Einiges an Interessanten auf der Seite des BFS.

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich

4. Juni 2009

Unverminderte Stärke des Wohnbaus

Der anlässlich der KOF-Medienkonferenz vom 6. Mai präsentierte und am 8. Mai im «baublatt» veröffentlichte KOF-«baublatt»-zeigt für das 4. Quartal 2009 einen markanten Einbruch. Eine spätere Überprüfung der zugrunde liegenden Daten vermochte diesen Rückgang jedoch nicht zu bestätigen und es hat sich gezeigt, dass der geschätzte Rückgang durch eine fehlerhafte Berechnung aufgrund nicht rechtzeitig entdeckter Probleme bei der Datenübermittlung entstanden war. Nach den nun revidierten Werten des KOF-«baublatt»-Indikators für das 4. Quartal 2009 zeichnet sich neu eine Erhöhung der Wohnbauinvestitionen ab; diese werden sich im Vergleich zum Vorjahr nominell um 2.2% erhöhen, womit der Indikator auf den höchsten je verzeichnete Wert klettert. Der analoge Indikator für die gesamten Bauinvestitionen, der nicht revidiert werden musste, wird nach einer Schrumpfung im 3. Quartal 2009 im Schlussquartal wieder auf Vorjahreshöhe liegen. Die Summe aus Wirtschaftsbau und Bauinvestitionen der öffentlichen Hand bleibt dabei stabil. Für das gesamte  Jahr 2009 erwarten wir eine leichte Abnahme der nominellen Bauinvestitionen insgesamt um 0.7%, der Wohnbau wird dagegen um 2.0% zulegen.

Unter dem nachfolgenden Link lässt sich ein PDF lässt sich der ganze Bericht Daten herunterladen.

www.kof.ethz.ch

Publiziert von: Othmar Helbling

 

Schweizer Immobilienmarkt 2009 – Credit Suisse

22. Mai 2009

Die Credit Suisse veröffentlicht regelmässig ihre Studien zum Schweizer Immobilienmarkt.

Interessante Informationen rund um den Schweizer Immobilien- und Baumarkt werden übersichtlich dargestellt.

Auch die Immobilienmärkte in der Schweiz können sich den Auswirkungen der globalen Finanzkrise nicht entziehen. Trotzdem prognostizieren die Ökonomen der Credit Suisse in diesem Jahr für den Wohnungsmarkt keine tiefgreifenden Veränderungen.

Der Wohnungsmarkt ist zurzeit stabil und präsentiert sich in gesunder Verfassung. Der Grund: Von der Zuwanderungswelle gehen weiterhin positive Impulse aus. Diese fallen zwar geringer aus als im Rekordjahr 2008, verhindern aber ein Wegbrechen der Nachfrage. Denn auch im laufenden Jahr darf mit einem Bevölkerungswachstum von 1 Prozent gerechnet werden. Die Phase der problemlosen Vermarktung von Neubauten dürfte aber mit der intensiven Bautätigkeit bei schwächerer Nachfrage zu Ende sein.

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Link zur Immobilienstudie 2009 als PDF.

Publiziert von: Othmar Helbling